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Artikel vom 31.10.2018

Autor: Mathias

Kategorie: Events
Umfang: 1 Seiten


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Mathias' Bericht von der SPIEL 2018 - Mittwoch: Der Pressetag oder auch Tag 0


Ein ausführlicher Bericht über die Messe und er kommt erst am Mittwoch und Donnerstag danach? Bin ich etwa krank geworden oder wurde von mitgebrachten Spielen erschlagen? Beides trifft zum Glück nicht zu, doch gestern wurde mein Sohn 12 Jahre alt und so ein Ereignis gilt es entsprechend vorzubereiten und dann auch zu feiern. Da ich außerdem im Verlauf des Berichts gemerkt habe, dass er doch deutlich länger wird, teile ich ihn für Euch in fünf Teile, die ich heute und im Laufe des Donnerstags veröffentlichen werde. Ich glaube und hoffe, dass dies dem Lesefluss etwas entgegen kommen sollte.



Aber genug von den letzten beiden Tagen und hin zu den fünf Tagen davor. Im März hatte ich angefangen die Seite hier regelmäßig mit News zu füllen und in den Wochen vor der Messe auch mit Spieleneuheiten in der Essen-Vorschau. Nun, gut siebeneinhalb Monate später, war es soweit und mein erst zweiter Besuch auf der Messe stand an. Ja, richtig gehört: Obwohl ich schon länger begeistert spiele, habe ich es erst im letzten Jahr zum ersten Mal zur SPIEL geschafft. Dieses Jahr dann erstmals nicht nur als Spieler, sondern sogar als Cliquenabendler. Wobei ich anders als Berna, Smuker und Nikki keine offiziellen Pressetermine hatte und mich auf der Messe frei bewegen konnte, um eben diesen Erlebnisbericht für Euch vorzubereiten.



Mittwoch: Der Pressetag oder auch Tag 0





Am Mittwoch war in Kiel frühes Aufstehen angesagt. Um 3 Uhr klingelte der Wecker und um halb vier saß ich bereits im Taxi zum Bahnhof, um den ersten Zug nach Hamburg zu nehmen. Die Probleme mit der Bahn rund um Essen, erwischten natürlich auch mich, denn von Hamburg aus ging es nicht direkt nach Essen, sondern nach Duisburg, um von dort die letzten Kilometer mit dem Bus als Schienenersatzverkehr zum Essener Hauptbahnhof zu meistern. Mit der U-Bahn ging es dann zur Messe und mit lediglich etwa 15 Minuten Verspätung kam ich dann gegen Zehn nach Zehn an der Messe an. Dort suchte ich erst einmal Smuker und Nikki, die bereits erste Gespräche führten. Es ist schon erstaunlich wie viel am Mittwoch noch in den Hallen gearbeitet wird und wie das Ganze dann am Donnerstag zum Start der Messe alles fertig ist.





Nachdem ich die beiden gefunden hatte, sahen wir uns gemeinsam die Pressekonferenz an. Neben beeindruckenden Zahlen, wie dem erneuten Anstieg des Umsatzes von Spielen in den ersten acht Monaten 2018 von etwa 16 % (woran Familienbrettspiele einen Anteil von rund einem Drittel haben) und der Aussicht darauf, dass bis Endes des Jahres über 50 Millionen Spiele verkauft sein werden, wurde nochmals an die in diesem Jahr über 1.400 Neuheiten und 1.150 Aussteller erinnert, was beides ebenso einen neuen Rekord darstellte.





Neben der Verleihung des innoSPIEL 2018, den das Spiel Cool Runnings gewann und dessen Autor auf die Frage nach der Idee antwortete, dass er sich nicht recht erinnere und vielleicht betrunken gewesen sei, wurde auch nochmal an die Gewinner des Deutschen Spielepreises - Azul - und des Deutschen Kinderspielpreises - Memoarrr! - erinnert.



Auch einige Spieleneuheiten und Trends wurden auf der Pressekonferenz vorgestellt und während Unique Games eine neue Entwicklung zu sein schienen und sich eindeutig Krimi- und Rätselspiele weiterhin sehr großer Beliebtheit erfreuten, sorgte ein kleiner Trend für Stirnrunzeln oder auch etwas Gelächter: „Scheiß-Spiele“. Die Chefin der SPIEL, Dominique Metzler musste sich schon ein wenig zusammenreißen als die Sprache auf das Spiel KACKA-ALARM kam. Ziel in diesem Spiel ist es tatsächlich Mister Kacka, ein Stück Scheiße aus Plastik, zu fangen, wenn es aus dem Klo springt. Ein wenig schade war es da schon, das wenig später das Spiel Krasse Kacke ein wenig damit in Zusammenhang gebracht wurde, da dies doch deutlich mehr Niveau hat und zumindest ein amüsantes Partyspiel ist, bei welchem die Spieler ihre Tierkarten loswerden müssen, um nicht am Ende das Tier auf der Hand zu haben, welches den imaginären Haufen hinterlassen hat.









Nach der Pressekonferenz ging es dann erst einmal zur Neuheitenschau. Hier sah man zum ersten Mal einen Großteil der unglaublichen 1.400 Neuheiten aufgebaut. Einige Verlage bewarben die Spiele zusätzlich durch kostümierte Personen wie Piraten, Soldaten, Trolle, Ägypter oder sogar auf Dinosaurier reitende Aliens. Redakteurinnen und Redakteure sowie Autorinnen und Autoren erklärten fleißig die Neuheiten. Einige Spiele davon habe ich mit dem Handy für Euch fotografiert. Ich bitte daher, die nicht ganz so gelungene Qualität zu entschuldigen. Beim nächsten Mal werde ich sicher besser ausgestattet sein. Gemeinsam mit Nikki schaute ich mir also viele der ausgestellten Spiele an, auch wenn wir nur eine gute Stunde Zeit dafür hatten. Smuker drehte währenddessen seinen kommentierten Rundgang über die Neuheitenschau, den ihr bereits hier anschauen könnt.









Anschließend ging es weiter mit Terminen bei Piatnik, Kosmos - wo Smuker und Nikki alle Neuheiten für Euch gefilmt haben -, Ostia Games und Steffen Spiele. Auf den Wegen durch die noch im Aufbau befindlichen Stände, trafen wir dabei immer wieder nette Kolleginnen und Kollegen von verschiedenen Kanälen und Seiten. Er ist einfach schön zu sehen, wie freundschaftlich hier alle miteinander umgehen. Während unseres Besuchs bei Ostia konnte ich ein kurzes und sehr nettes Gespräch mit dem Spielevater führen. Auch Inka und Markus Brand haben wir kurz getroffen. Bei Steffen Spiele wurde ich direkt vom Verlagschef aufgefordert vor der Kamera doch zwei Spiele mitzuspielen. Ein richtig toller Termin mit tollen Spielen. Beeindruckend fand ich die Dekoration des Standes, welche aus Bilderrahmen mit aufgeklebtem Material der über die Jahre erschienenen Spiele bestand.





Nach diesem Termin verabschiedete ich mich von Nikki und Smuker, da ich noch mit dem Zug nach Neuss fahren musste, wo ich - wie schon im letzten Jahr – privat bei den Eltern einer Freundin unterkommen konnte und dort auch einen guten Freund und einen meiner Haupt-Mitspieler traf. Nach leckerem Abendessen und netten Gesprächen, ging es dann ins Bett, um sich den richtigen Beginn der Messe vorzubereiten.



Teil 2 - Donnerstag: Tag 1 - jetzt wird es voll


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