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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Deduktion, Denkspiel, Logikspiel, Kinderspiel, Sammelspiel, Tiere & Pflanzen

Spielmechaniken:
Kommunikation, Logik

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 4 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 26.05.2012 - von Jörg

Schlängeln


Vorwort:

Hmm, ein Spiel mit geheimen Würmern und Farben, das gab es doch schon einmal, oder?
Stimmt, Da ist der Wurm drin wurde sogar 2011 aufgrund der Thematik und dem Mechanismus zum Kinderspiel des Jahres gewählt. Mit Schlängeln liegt uns ein Spiel vor, welches auf den ersten Blick ähnliche Abläufe vermuten lässt.
Nachdem wir euch das Spiel als Video bereits vorgestellt haben, widmen wir nun den Abläufen unsere volle Aufmerksamkeit und dabei sind unsere jüngsten Spieler gefragt, da dieses Spiel bereits ab vier Jahre spielbar sein soll.

Ziel des Spiels:

Die Ringelschlangen verstecken sich hinter den Büschen und die Spieler versuchen sie hinter diesen hervorzulocken. Ziel ist es, die Farbringel der Schlangen richtig zu erraten und wem dies am besten gelingt, der gewinnt.

Spielaufbau:

Die Büsche werden vor Spielbeginn zusammengesteckt, so dass anschließend jeder einen davon vor sich stehen hat. Zudem nimmt sich jeder zwei Schlangenflöten (Plättchen) sofern mindestens drei Spieler teilnehmen. Alle Schlangen kommen in den Beutel und reihum nimmt sich jeder drei Schlangen heraus und schiebt diese von hinten durch die Öffnungen des Busches. Die Mitspieler können dann nur die Schlangenköpfe sehen.

Spielablauf:

Ein Spieler beginnt, bevor es im Uhrzeigersinn weitergeht.
Der Startspieler nennt den Namen eines Mitspielers und fragt nach einer Farbe (rot, gelb, blau, grün, orange oder violett). Der gefragte Spieler antwortet mit „Ja“, „Später“ oder „Pech gehabt“.

Lautet die Antwort „Ja“, sieht der gefragte Spieler, dass eine oder mehrere seiner drei Schlangen einen Ringel in der genannten Farbe an der vordersten Stelle haben. Er schiebt diese Schlange (ggf. mehrere) so weit hinter den Busch hervor, dass der vordere, richtig geratene Farbringel für alle sichtbar ist. Wer richtig geraten hat, ist weiter am Zug und darf einem Mitspieler seiner Wahl nach einer beliebigen Farbe fragen.

Lautet die Antwort „Später“, besitzt der gefragte Spieler keine Schlange mit einem Ringel der genannten Farbe an vorderster Stelle. Ist aber weiter hinten mindestens ein Ringel in der genannten Farbe, sagt er dieses Wort.

Lautet die Antwort „Pech gehabt“ hat der gefragte Spieler keine Schlange mit einem Ringel in der genannten Farbe.

Hat ein Spieler die Farbe des letzten Farbringels einer Schlange erraten und die Schlange dadurch komplett hinter dem Busch hervorgelockt, erhält er diese als Gewinn. Dem Spieler, dem die Schlange davon geschlängelt ist, zieht als Ersatz eine neue Schlange vom Stoffbeutel und legt sie wie anfangs hinter dem Busch. Hat ein Spieler eine Schlange gewonnen, ist zudem sein Zug beendet.

Gibt ein Spieler seine Schlangenflöte ab, darf er alle Mitspieler gleichzeitig nach einer Farbe fragen.
Wenn der Stoffbeutel leer ist wird so lange weitergespielt, bis ein Spieler die letzte Schlange hinter seinem Busch hervorgelockt hat. Alle Spieler zählen ihre erbeuteten Schlangen zusammen und der Spieler mit den meisten Schlangen hat gewonnen.

Strategie:

Hier ist Gedächtnistraining erforderlich, zumal man sich ständig die Spieler und jeweiligen Farben bzw. Antworten merken muss. Insbesondere wenn eine neue Schlange hinzukommt, sollte man bei dem jeweiligen Spieler den Überblick behalten. Die Schlangenflöten sollte man erst einsetzen, wenn man glaubt, dass man damit gleich mehrere Schlangen der Spieler aus dem Busch lockt und vielleicht dadurch gleich mehrere Schlangen einkassiert.
Insgesamt gesehen sind aber die strategischen Faktoren gering.

Interaktion:

Interaktion durch Fragen der Mitspieler ist vorhanden, denn untereinander kommen sich die Schlangen der Spieler nicht in die Quere.

Glück:

Gerade bei den ersten Fragen ist der Glücksfaktor sehr hoch, zumal man noch keine Ahnung hat. Mit jeder weiteren Runde kann man schon gezielter fragen. Kommen neue Schlangen ins Spiel, steigt der Glücksfaktor wieder an, da jetzt wieder neue Farben und Positionen ins Spielgeschehen eingreifen.

Packungsinhalt:

Das Montieren der Büsche ist nicht ganz einfach, so dass einige unserer Kinder damit Probleme hatten. Auch der Sack hätte ruhig etwas größer ausfallen können, um alle Schlangen darin gut unterzubringen.

Ansonsten ist die Illustration sehr gelungen und die Anleitung erklärt dank einiger Beispiele sehr schnell den Ablauf.
Auch der Preis mit ca. 15 Euro geht in Ordnung.

Spaß:

Die Kinder müssen sich durchaus viel merken, was nicht jedem Spieler leicht fällt. Überraschungsmomente kommen somit durchaus zum Tragen und wer freut sich nicht, wenn er zufällig eine Schlange bekommt. Durch den regelmäßigen Einsatz kurzer und längerer Schlangen bietet das Spiel sehr viel Abwechslung, kann aber aufgrund der Vielzahl an Schlangen auch einmal locker 30 bis 40 Minuten dauern. Die Spieler haben aber vor Beginn die Möglichkeit die Anzahl der Schlangen zu verringern, was eine kürzere Spielzeit bedeutet.
Die Kinder hatten in unseren Partien Spaß beim Raten und natürlich beim Sammeln der Schlangen.


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