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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Legespiel, Logikspiel, Denkspiel, Abstraktes Spiel

Spielmechaniken:
Reihenbildung, Logik, Plättchen legen

Release:
2009

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 13.08.2010 - von Andreas

Bango


Die kleinen Spielverlage sind ein großer Teil des Brettspieleherzens, wenn man einen Spielekenner fragt. Zum einen kommen durch sie viele neue Impulse und innovative Ideen auf den Markt, zum anderen erscheinen so auch viele Spiele, die sonst vielleicht nicht in dieser Form auf den Markt gekommen wären. Auch die großen Verlage haben das Potential der kleinen in den letzten Jahren erkannt. Es ist schon lange keine Seltenheit mehr, dass ein Spiel eines Kleinverlags (oder auch seine ganze Palette) den Weg in das Portfolio eines großen Verlags findet. Interessant bei den Kleinverlagen ist es auch, dass jeder seine eigene Philosophie definiert hat und auch danach lebt. So erscheinen z.B. bei Steffen-Spiele seit 1999 Spiele im „klaren und schlichtem Design, mit kurzen und einfachen Regeln und Spielmaterial aus Holz in hoher Qualität“. Alle Spielideen entstanden bis 2008 komplett im Kopf von Verlagsgründer Steffen Mühlhäuser. Darunter auch Bango aus dem Jahr 2003, welches 2009 im neuen Schachtel-Layout wieder die Welt erblickte. Diese Neuauflage nutzten auch wir, das Spiel endlich kennenzulernen. Was dabei herauskam, könnt Ihr nun erfahren ...

Spielziel:
Das Ziel des Spiels ist denkbar einfach. Legt eine Reihe mit fünf Steinen eurer Farbe aus und ihr habt gewonnen. Nur ob euer Gegner euch so einfach gewähren lässt?

Spielaufbau:
Jeder Spieler erhält 16 Spielsteine seiner Farbe (gelb oder rot). Zwei Startsteine werden dann Seite an Seite in die Mitte gelegt und schon kann es losgehen.

Spielablauf:
Die Spieler sind abwechselnd am Zug und legen einen ihrer Steine an einen beliebigen anderen Stein der Auslage. Die Steine müssen an den Kanten berühren, ergo ist diagonales anlegen nicht erlaubt. Sollte der Spielersteinvorrat aufgebraucht sein, bevor einer der Spieler eine 5er-Reihe geschafft hat, wechselt das Spiel in eine zweite Phase. Das Spielziel bleibt dabei unverändert, fünf Steine in einer Reihe müssen her. Zunächst entfernt man einen Stein seiner Farbe aus der Auslage. Es dürfen jedoch nur Steine genommen werden, die frei „herausschiebbar“ sind, d.h. mindestens eine freie Seite haben. Werden Steine durch das Abtrennen eines Steins vom Feld getrennt, gelten diese als geschlagen. Diese Steine kommen aus dem Spiel. Wird das Spielfeld so in zwei Teile gerissen, gilt die kleinere Gruppe komplett als geschlagen. Danach legt man den herausgenommenen Stein an einer anderen Stelle wieder an. Das Spiel kann man auch zu viert in einer Partnervariante spielen. Die Steine der Farben werden auf die Spieler aufgeteilt, die abwechselnd um den Tisch sitzen. Hinweise und Absprachen untereinander sind während des Spiels verboten.

Spielende:
Das Spiel endet, sobald ein Spieler eine 5er-Reihe gebildet hat oder man dem Gegner so viele Steine abgenommen hat, dass dieser keine 5er-Reihe mehr bilden kann.

Strategie:

„Bango“ ist in der Basis ein klassisches „Vier gewinnt“ Spiel. Allerdings ist man durch die Anlegeregeln deutlich eingeschränkter. Gerade durch die zwei Phasen besitzt das Spiel deutlich mehr Tiefe als das „Original“. Man muss sich schon gut überlegen, welchen Stein man in der ersten Phase wo anlegt und welchen Stein man in Phase 2 wo entfernt. Riskiert man den Verlust von eigenen Steinen durch das Abtrennen einer größeren Gruppe, oder geht man doch lieber auf Nummer sicher mit einem anderen Stein?

Interaktion:

Interaktion entsteht, wie bei Spielen dieser Art üblich, durch den Zugzwang, in den man seinen Gegner zu zwingen versucht bzw. der Gegner einen dazu zwingt, einen bestimmten Zug zu machen. Da man während des Spiels recht konzentriert bleiben muss, sind ausführliche Unterhaltungen fehl am Platz. Die Wartezeit ist bei dem Spiel zu zweit so gut wie nicht vorhanden, da jeder immer nur einen Stein anlegt. In der Variante zu viert kann es erfahrungsgemäß etwas dauern, bis man wieder am Zug ist. Das ist unserer Meinung nach bei Spielen dieser Art aber vollkommen normal und sogar erwünscht, da man in dieser Zeit die Spielsituation analysieren kann.

Glück:

Das Spiel besitzt kein Glückselement. Der Spieler mit der besseren Taktik bzw. Strategie und der besseren Konzentrationsfähigkeit (weniger Legefehler) wird gewinnen. Da hilft keine Ausrede nach dem Spiel, der bessere hat definitiv gewonnen! Revanche, ich war kurz abgelenkt?!? ;-)

Packungsinhalt:

Das Spiel besteht aus einer kleinen Spielschachtel, in der die 32 Holzspielsteine und die Spielregel in gewohnter Steffen-Spiele Qualität gut untergebracht sind. Auch sind die Schachteln im neuen Design und besitzen unten einen ca. 2cm schwarzen Abstand, der als neues Designelement für Steffen-Spiele Schachteln verwendet wird. Das Spiel kostet 18€, was wir aufgrund des Holzmaterials für angemessen halten.

Spaß:

Wer gerne „Vier gewinnt“ spielt, wird auch hier seine Freude haben. Es ist durch die Anlegeregel und dem „Fünf gewinnt“ zwar anspruchsvoller, aber dem Langzeitspaß tut das ausgesprochen gut. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem „Urvater“ ist außerdem, dass es aufgrund der zwei Phasen definitiv einen Gewinner gibt und nicht in einem langweiligen Unentschieden enden kann.
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