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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
, Legespiel

Spielmechaniken:
Muster erkennen, Aufnehmen und Legen

Release:
2009

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 23.08.2010 - von Andreas

Winkelzüge


Die Firma Rombol hat sich auf Holzprodukte spezialisiert. Vor allem Holzrätsel und klassische Holzbrettspiele werden hier hergestellt und verkauft. Ab und an findet man aber auch ein neues Autorenspiel, wie z.B. Winkelzüge aus dem Jahre 2009. Jürgen Aden, hat sich vom Spiel „Rumis“ inspirieren lassen und hat hier ein Holzknobelspiel für mehrere Spieler entwickelt. Wir haben alle Winkel des Spiels erkundet und berichten euch nun unser Statement.

Spielziel:
Das Spiel kann in zwei Varianten gespielt werden. In der ersten Variante gewinnt derjenige, der als erster alle vier Eckfelder des Spielbretts mit seinen Steinen erreicht. Möglichst viele eigene Steine zu verbauen, ist das Ziel in Variante 2.

Spielaufbau:
Der Spielaufbau ist bei beiden Varianten identisch. Das Holzspielbrett wird in die Tischmitte gelegt und jeder Spieler erhält einen farbigen Holzspielsteinsatz, bestehend aus 16 Spielsteinen (8 Winkel und 8 Stangen).

Spielablauf:
In der Spielanleitung werden zwei verschiedene Spiele vorgestellt. Somit werden wir auch den Spielablauf in 2 Abschnitte unterteilen.

Variante 1
Bei dieser Spielvariante versuchen die Spieler alle Eckfelder möglichst hoch zu erreichen. Reihum legt jeder Spieler einen Spielstein auf das Brett. Der erste Stein muss hierbei genau eines der mittleren vier Felder überdecken. Nachdem jeder Spieler einen Stein gelegt hat, gilt folgende Legeregel: - Jeder weitere Spielstein muss mindestens 3 Würfelflächen komplett berühren - Mindestens eine davon muss der eigenen Farbe entsprechen - Es dürfen keine Hohlräume entstehen Erreicht ein Spieler alle vier Ecken, wird die aktuelle Runde noch beendet und das Spiel ist vorbei. Hat kein weiterer Spieler das Ziel erreicht, steht der Sieger automatisch fest. Konnten allerdings noch Spieler gleichziehen, wird kontrolliert, wer in den vier Ecken höher gebaut hat. Für die oberste erreichte Etage gibt es entsprechend Punkte, für die Unterste 1 Punkt, dann zwei Punkte, usw. Diese Punkte werden addiert. Es gewinnt der Spieler mit der größten Summe.

Variante 2
Bei dieser Spielvariante versuchen die Spieler möglichst viele eigene Steine zu verbauen. Reihum legt jeder Spieler einen Spielstein seiner Farbe auf das Holzbrett. Jeder weitere Stein muss mindestens eine komplette Würfelkante der eigenen Farbe berühren. Die Spielsteine der eigenen Farbe dürfen sich jedoch nie mit ihren Würfelflächen berühren! Wie auch zuvor dürfen keine Hohlräume gebildet werden. Je nach Spieleranzahl und Baufläche ist außerdem noch eine maximale Bauhöhe vorgegeben, z.B. bei 4 Spielern auf dem maximalen Feld die Höhe 3. Kann ein Spieler nicht regelkonform bauen, passt er. Sobald alle Spieler eine Runde lang gepasst haben, endet das Spiel. Der Spieler der am wenigsten Steine übrig hat, gewinnt. Bei Gleichstand gewinnt derjenige, der weniger Steine auf der obersten Ebene liegen hat.

Strategie:

Die beiden Spielvarianten unterscheiden sich drastisch. Bei der ersten Variante geht es mehr um eigene Verbindungen, hier sind die Ecken das Ziel. Jeder Spieler sollte sich also möglichst schnell und ohne Umwege in diese begeben. Das ist aber wegen der anderen Spieler und der Bauregeln nicht immer einfach. Hier gilt es die Steine der Mitspieler gegebenenfalls auszunutzen oder auch zu blockieren. Bei der zweiten Variante merkt man, dass der Autor „Rumis“ lieb gewonnen hat. Hier geht es mehr darum, dass maximale aus seinen Steinen herauszuholen und diese möglichst platzsparend zu verbauen. Hierbei sollte man sich aber auch möglichst schnell verbreiten, sonst hat man es später schwer!

Interaktion:

Durch die zwei Varianten werden sowohl Spieler mit räumlichen Denkvermögen als auch ohne angesprochen (Variante zwei benötigt deutlich mehr räumliches Denkvermögen als Variante eins). Beide Spiele haben ein lockeres Spielgefühl und man kann sich auch prima nebenher unterhalten. Durch das gemeinsame Ziel und dem gleichen Brett kommt aus zu einer großen Interaktion. Die Baumöglichkeiten der anderen Spieler lassen sich nämlich stark beeinflussen, wenn man an der gleiche Ecke zu Gange ist.

Glück:

Ein Glückselement existiert in beiden Spielvarianten nicht. Dafür allerdings ein nicht zu verachtender Chaosfaktor. Immerhin weiß man ja nie, wie die Gegner ihre Steine platzieren und so kann es vorkommen, das freie und erreichbare Stellen plötzlich versperrt sind.

Packungsinhalt:

Winkelzüge ist komplett aus Holz gefertigt und die Spielsteine besitzen strahlend leuchtende Farben. Der Preis von 33 € ist also materialbedingt vollkommen in Ordnung. Die Spielregeln sind kurz und knapp und leicht zu verstehen, jedoch nur auf einem kleinen schwarz/weiß bedruckten Papierzettel. Hier wurde ohne Frage Geld gespart. Auch der Spielkarton ist komplett weiß und ohne Illustration. Hier ist man von Spielverlagen anderes gewöhnt. Jedoch darf man nicht vergessen, dass Rombol kein „Spielverlag“ im eigentlichen Sinne ist und Winkelzüge nur eine Kleinauflage darstellt.

Spaß:

Der Spaßfaktor war bei unseren Testpartien sehr unterschiedlich. Während Fans von Holzlegespielen und räumlichen Denken die Spielidee super fanden, winkten andere dankend ab. Solltet ihr also Spiele mögen, bei denen ihr im Kopf Tetris ähnliche Objekte drehen müsst, seid ihr hier definitiv an der richtigen Stelle. Mögt ihr jedoch allgemein keine Legespiele die nach kurzer Spieldauer vorbei sind und nach Revanche schreien, so braucht ihr Winkelzüge auch nicht probieren.
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