Noch nicht angemeldet!   |   Neu Registrieren!   |  
   Passwort vergessen?



Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Familienspiel, Würfelspiel

Spielmechaniken:
Würfeln, Zuordnen

Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
30

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
6.5/10 bei 2 Bewertungen



Bestellen



Selbe Spielefamilie
Ähnliche Spiele

Testbericht vom 24.04.2012 - von Jörg

Keltis - Das Würfelspiel


Vorwort:

Keltis – Das Würfelspiel ist eines von drei erschienenen Würfelspielen (neben Einfach Genial und Würfelwurst) von Kosmos im Jahr 2012. Auffallend ist insbesondere die ungewöhnliche viereckige Verpackung und im Hinblick auf den Namen handelt es sich hier um eine Abwandlung des erfolgreichen Brettspiels Keltis, dem Spiel des Jahres aus dem Jahr 2008. Aus unserer Sicht zählt es neben Einfach Genial mit zu den besten Familienspielen der letzten Jahre. Jetzt sind wir natürlich gespannt, was das Würfelspiel zu bieten hat.

Ziel des Spiels:

Mithilfe der Würfel und den angezeigten Symbolen zieht man in der entsprechenden Reihe voran. Je weiter man zieht, desto mehr Punkte bekommt man und mit entsprechend vielen Wunschsteinen gibt es noch einen Extrabonus am Ende dazu.

Spielaufbau:

Die Spieler entscheiden sich für eine Spielplanseite (Rückseite mit größerer Herausforderung) und legen diesen in die Tischmitte. Jeder Spieler nimmt sich vier Kleeblatt-Spielsteine einer Farbe und die Wunschsteinplättchen legt man zur Seite.

Spielablauf:

Ein Spieler beginnt und wirft mit allen fünf Würfeln. Entsprechend dem Ergebnis darf er beliebig viele Würfel ein zweites Mal werfen.

Es folgt die Wertung:

>Zeigen zwei oder mehr Würfel das Symbol des Wunschsteins, nimmt sich der Spieler ein entsprechendes Plättchen vom Vorrat.
>Dann wählt der Spieler eines der gewürfelten Keltissymbole und zieht seinen Spielstein in dieser Symbolreihe um genau so viele Felder vor.

Pro Zug darf der Spieler nur einen Spielstein bewegen. Jeder Spieler hat aber nur vier Spielsteine, so dass man nur in vier Reihen aktiv sein kann. Spielsteine verschiedener Spieler dürfen auf demselben Feld stehen und wird ein Stein auf das letzte Feld der Reihe gezogen, bleibt er dort bis zum Spielende stehen. Weitere Würfel mit diesem Symbol verfallen.

Wichtig: Der Spieler darf auch auf das Ziehen verzichten und vermeidet so gegen Ende des Spiels noch eine Reihe zu beginnen, die ihm später nur Minuspunkte bringt.

Auf drei Feldern bekommt der Spieler einen Vorteil:
>Kleeblatt
Der Spieler zieht einen beliebigen eigenen Spielstein um ein Feld weiter vor und setzt einen neuen eigenen Spielstein ein. Zieht der gezogenen Stein auf ein weiteres Vorteilsfeld, wird es sofort ausgeführt.
>Wunschstein
Der Spieler nimmt sich ein Wunschsteinplättchen.
>Kobold
Der Spieler hat einen weiteren Spielzug.

Das Spiel ist zu Ende, sobald eine bestimmte Anzahl von Spielsteinen (abhängig von der Spieleranzahl) den Zielbereich erreicht. Landet ein Spielstein, der das Ende auslöst, auf einem Vorteilsfeld, wird dieser Vorteil nicht mehr vergeben. Das Spiel ist auch zu Ende, wenn ein Spieler mit allen seinen vier Spielsteinen den Zielbereich erreicht.
Es folgt die Wertung und hier erhält jeder Stein so viele Punkte, wie auf dem Spielplan angezeigt werden. Nicht eingesetzte Steine bringen keine Punkte. Abhängig von der Anzahl der Wunschsteine (Tabelle in der Anleitung) gibt es zusätzliche Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Verwendet man die Herausforderung (Rückseite des Spielplans), sind die Felder mit gekreuzten Ästen Verbotsfelder, auf denen kein Spielstein stehen darf. Diese Felder muss man überspringen.

Strategie:

Trotz der ständigen Würfelei gibt es einige Möglichkeiten und regelmäßig orientiert man sich an den Vorteilsfelder, um gleich mehrere Aktionen hintereinander ausführen zu können.
Gerade in voller Spielbesetzung sollte man auch beim Einsetzen von Spielsteinen gut überlegen, ob sich der Beginn einer neuen Reihe überhaupt (noch) lohnt.

Interaktion:

In die Quere kommt man sich nie, da jeder Weg und jede Position für alle Spieler offen ist.

Glück:

Durch das regelmäßige Würfeln ist der Glücksfaktor entsprechend hoch, auch wenn man einen zweiten Würfelwurf durchführen kann. Dennoch hat man aufgrund der fünf Würfel eine gewisse Auswahl an Möglichkeiten.

Packungsinhalt:

Die Verpackung ist in dieser Form sehr attraktiv und die Illustration gefällt uns gut. Klar, dass diese sich auch an dem Brettspiel orientiert und bei Kennern des Familienspiels Interesse wecken soll. 

Die Anleitung ist übersichtlich und dank einiger Beispiele kann bereits nach wenigen Minuten die erste Partie beginnen. Preislich liegt das Spiel knapp unter 10 Euro, was in Anbetracht der vielen Plättchen und Würfel passt.

Spaß:

Wer den Bericht zum Würfelspiel Einfach Genial gelesen hat, weiß, dass wir Cliquenabendler auch den Mut und den Mumm besitzen, aus unserer Sicht schlechte Spiele auch in dieser Form zu bewerten. Das gefällt nicht jedem Verlag, doch genau das erwarten schließlich unsere Leser/Zuschauer!
Auch hier handelt es sich um ein Spiel vom Autor Reiner Knizia und dahinter steckt ein Brettspiel, was wir nicht nur aufgrund des Titels Spiel des Jahres (2008) sehr gerne spielen. Daraus ein Würfelspiel zu kreieren war sicherlich einfach und dieses Familienspiel eignet sich gerade zu perfekt dazu. Bereits beim Lesen der Anleitung kommt Vorfreude auf und dank zwei unterschiedlicher Spielpläne freut man sich schon auf die erste Partie.
In der Praxis zeigen sich beide Pläne als sehr attraktiv und lassen den Spielspaß unabhängig von der Spieleranzahl kräftig steigen. In unseren Partien liegt dieser sprichwörtlich zwischen 7 und 8, was in Anbetracht des Würfelspiels in dieser Form doch recht hoch ist. Verdient hat es das Spiel auf jeden Fall, zumal auch die Zockerfreunde voll auf ihre Kosten kommen.


Weiter zur Bewertung