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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Strategiespiel, Logikspiel, Abstraktes Spiel

Spielmechaniken:
Bauen, Logik

Release:
1999 (2006)

Anzahl der Spieler:
2 Spieler

Spielzeit:
10 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Durchschnittswertung:
3/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 02.08.2009 - von Jörg

Babel


Spiele in denen aus quadratischen Formen Türme gebaut oder abgebaut (vgl. Jenga) werden müssen kennt jeder. Gerade für unterwegs oder als Spielspaß für Zwischendurch sind diese Spiele sehr beliebt. Mit Babel ist nun ein weiteres Spiel auf dem Markt das mit Ein- und Ausbuchtungen in den Würfeln Aufsehen erregt. Nicht nur die unterschiedlichen Farben, sondern auch das hochwertige Material machten uns neugierig, so dass wir zu diesem Spiel nicht nein sagen und es bautechnisch unter die Lupe nehmen.

Ziel des Spiels:
Den Mitspieler in eine Spielsituation führen dass dieser nicht mehr weiter bauen kann. Der andere Spieler (Verursacher dieser Situation) hat dadurch gewonnen. Man versucht somit gleichzeitig die Fertigstellung des Turms zu verhindern!

Spielaufbau:
Die 24 robusten Würfelelemente werden in die Tischmitte gelegt. Es gibt fünf unterschiedliche Arten:
>6 Nuller in der Farbe grau (d.h. nur Einbuchtungen)
>6 Einser in der Farbe weiß
>2 Zweier in der Farbe schwarz
>6 Dreier in der Farbe beige
>4 Vierer in der Farbe blau Von jedem Würfeltyp bekommen die beiden Spieler jeweils die Hälfte, so dass jeder 12 Würfel vor sich liegen hat. Hat man sich auf einen Startspieler geeinigt kann das Spiel beginnen.

Spielablauf:
Ein Spieler legt einen beliebigen Würfel (außer den Vierer) in die Tischmitte. Abwechselnd bauen die Spieler als quadratisches Stockwerk (2 x 2 Würfel) den Turm nach oben. Erst nachdem ein Stockwerk vollendet wurde darf ein neues entstehen. Das war allerdings noch nicht alles da auf den Außenseiten des Turmes nur „Einbuchtungen“ sichtbar sein dürfen. Im Inneren des Turms (wo sich die Würfel berühren) dürfen nie Hohlräume entstehen. Aus einer Einbuchtung folgt somit immer direkt eine Ausbuchtung. In der untersten Ebene darf auch nicht diagonal gesetzt werden. In höheren Ebenen ist dies erlaubt. Auf der obersten sechsten Ebene dürfen allerdings auch Hohl- und/oder Ausbuchtungen nach oben gerichtet zu sehen sein. Wenn es ein Spieler schafft mit seinem Bau eine Situation herbeizuführen auf welche der Mitspieler keinen seiner Würfel anbauen kann bzw. darf, hat man gewonnen.

Strategie:

Hat der Startspieler einen Vorteil? Nach einigen Spielrunden hat der Startspieler (bei uns) eine Vielzahl von Runden gewonnen. Der Mitspieler (Spieler der immer anschließend am Zug ist) konnte nur aufgrund von fehlerhaft platzierten Würfeln (nicht clever genug!) des Startspielers gewinnen. Gerade der blaue Würfel kann den Gegner in Bedrängnis führen und zu einem raschen Spielende führen. Eine Auswahl der verschiedenen Würfelelemente sollte man möglichst lange vor sich liegen haben um clever zu agieren bzw. auf Anbauten des Mitspielers reagieren zu können.

Interaktion:

Es geht nicht nur darum ein Würfelelement zu platzieren. Nein, gleichzeitig schaut man auch auf die ausliegenden Würfel des Mitspielers um zu sehen, ob dieser und falls ja, wie dieser Spieler anbauen kann. Einfach macht man es dem Mitspieler natürlich nicht! Viel geredet wird während des Spieles nicht, da beide Spieler ihre Aufmerksamkeit den Würfeln und dem Turm widmen.

Glück:

Babel ist sehr taktisch, so dass es mit Glück nichts zu tun hat. Sofern ein Spieler allerdings unabsichtlich einen Fehler macht, sollte man diese Chance und Spielsituation für sich nutzen.

Packungsinhalt:

Ein Highlight des Spieles sind sicherlich die Würfel mit den Ein- und Ausbuchtungen. Gerade auf Messen oder Veranstaltungen fallen diese ungewöhnlichen Bauelemente auf, die aus hochwertigem Material bestehen. Die Anleitung ist sehr kurz was aufgrund der einfachen Regel auch sinnvoll ist. Etwas mehr Bauelemente hätten wir uns allerdings gewünscht, da die Spielrunden nicht sehr lange dauern. Der Preis ist manch einem Spieler sicherlich zu hoch, doch der Giseh Verlag legt Wert auf gutes Material. Das schlägt sich logischerweise auch auf den Preis nieder.

Spaß:

Am Anfang waren wir noch voller Euphorie. Wau, tolles Material! Material ist allerdings nicht alles! Die Ernüchterung kam nach vielen Runden mit unterschiedlichen Spielpartnern. Taktisch geprägte Spielrunden dauern gerade einmal wenige Minuten und ein richtiger Spielspaß wollte bei uns einfach nicht aufkommen. Zu kurzweilig und mit zu wenigen Spannungsmomenten entwickelt sich der Turmbau. Auf Dauer sicherlich zu wenig für ein Spiel. Das Spiel ist aber nicht nur für Erwachsene bestimmt, denn ab 6 Jahren lässt sich dieses Spiel bereits mit Kindern spielen. Die sehen das „Bauklötzchenspiel“ etwas anders und sind aufgrund der kurzen Spieldauer und den einfachen Abläufen von einer Partie nicht abgeneigt. Auf Dauer gesehen wird man aber auch hier bessere Alternativen finden.
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