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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Familienspiel, Geschicklichkeitsspiel und/oder Aktionspiel, Umweltsspiel

Spielmechaniken:
Aufnehmen und Legen

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 5 Jahre

Durchschnittswertung:
8.5/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 14.08.2012 - von Bernadette

Ab in die Tonne


Vorwort:

Wer kennt es nicht das leidige Thema – Müll! Ständig ist der Mülleimer voll. Natürlich passiert dies immer zu unmöglichen Zeiten. Man kommt müde und geschafft von der Arbeit nach Hause und dann soll man den ganzen Weg von der Wohnung zu den Mülltonnen noch einmal laufen. Also wirklich nicht. Mit ein bisschen quetschen geht da sicherlich noch was rein. Hier können Leute, die zu faul sind den Müll rauszubringen, mal so richtig glänzen. Wer schafft es wohl den meisten Müll in seinen Abfalleimer zu stopfen?

Ziel des Spiels:

Ziel des Spiels ist es seinen Müll bestmöglich in seinem Mülleimer zu verstauen. Dem Spieler, dem dies am Besten gelingt und der die wenigsten Minuspunkte nach 3 Runden hat, gewinnt das Spiel.

Spielablauf:

Ein Spiel geht über 3 Runden. Die Runden funktionieren alle nach dem gleichen Grundprinzip, allerdings kommen in Runde 2 und 3 noch weitere Schwierigkeiten hinzu.

Runde 1:

Der Startspieler beginnt und wählt ein Teil aus seinem Berg an Müll aus, das nun alle Spieler in ihren Mülleimer werfen müssen. Das bedeutet, dass die Spieler das Teil nehmen und es mit der farbigen Seite nach oben, oberhalb der grünen Linie anlegen. Dann lassen es die Spieler los und das Müllteil rutscht in den Mülleimer. Das Teil darf danach nicht mehr berührt werden. Jetzt ist der nächste Spieler an der Reihe und wählt ein neues Müllteil, welches nun wieder von allen Spielern verbaut werden muss. Sobald alle Teile im Mülleimer sind, kommt es zur Wertung. Die Spieler erhalten soviele Minuspunkte wie die Zahl auf der höchsten Linie, die von einem Abfallteil berührt wird, angibt.

Runde 2:

Runde 2 verläuft nach dem gleichen Prinzip, nur das die Spieler nun zusätzlich versuchen die Kaugummis, die auf dem Mülleimer zu sehen sind, mit Hilfe der Abfallteile zu verdecken. Am Ende der Runde bringt jeder noch sichtbare Kaugummi 2 Minuspunkte. Diese werden zu den Minuspunkten, der höchsten erreichten Reihe addiert.

Runde 3:

Auch in Runde 3 gelten die Grundregeln der ersten Runde. Zusätzlich versuchen die Spieler nun aber die Kaugummis im Mülleimer zu meiden und sichtbar zu lassen. Jeder sichtbare Kaugummi bringt dem Spieler 2 Pluspunkte, die von den Minuspunkten der höchsten Reihe abgezogen werden.

Strategie:

Ab in die Tonne ist kein strategisches Spiel. Es verlangt von den Spielern eher Geschick als langes Vorausplanen. Einige Tipps kann man aber dennoch nutzen. Zwar darf ein Teil, sobald es im Mülleimer liegt, nicht mehr verschoben werden aber man kann gegebenenfalls andere Teile nutzen, um das Teil noch zu bewegen. Etwas Schwung kann die Höhe des Mülleimers noch etwas verringern. Wichtig ist auch, dass man die Teile, bevor man sie loslässt, drehen kann wie man möchte. Somit hat man zu mindestens einen kleinen Einfluss darauf wie sie fallen.

Interaktion:

Interaktion ist in dem Spiel nur sehr wenig vorhanden. Im Grunde versucht jeder seinen eigenen Mülleimer bestmöglich zu füllen. Oftmals kann man noch nicht einmal die Eimer der gegenübersitzenden Spieler sehen. Das einzige Element, welches Interaktion in einem geringen Maße ins Spiel bringt, ist das ein Spieler das Teil aussucht, das nun von allen anderen Spielern ebenfalls verstaut werden muss.

Glück:

Zwar haben geschicktere Menschen bei diesem Spiel einen Vorteil, aber es gehört schon auch etwas Glück dazu. Zuerst kann man einfach nicht genau vorhersagen, wie die Teile im Mülleimer landen werden. So manches Mal drehen sie sich unvorhergesehen und sorgen somit für großen Ärger und Schadenfreude bei den Mitspielern. Weiterhin ist es nicht planbar, wie andere Teile das Gesamtkonstrukt noch beeinflussen können. Dies kann man zwar versuchen zu seinem Vorteil zu nutzen, aber ob es klappt oder nicht hängt auch ein bisschen von dem glücklichen Händchen des Spielers ab.

Packungsinhalt:

Die Schachtel ist nicht ganz so schön gestaltet, wie man es von Spielen sonst gewöhnt ist. Dies liegt daran, dass es eine Jubiläumsausgabe war, von der nur 300 Stück hergestellt wurden und so wie es aussieht wurden die Schachteln auch selbst beklebt. In der Schachtel sind 5 Mülleimer und für jeden Spieler 15-mal die gleichen Müllteile. Sowohl die Müllteile wie die Mülleimer sind aus dicker Pappe und qualitativ gut. Das Spiel hat in Essen circa 25€ gekostet und materialtechnisch kann man da nicht meckern. Allerdings wird es schwierig werden, das Spiel noch zu erhalten, da es wie gesagt nur 300 Exemplare gab.

Spaß:

Ein Spiel über Abfall klingt vielleicht nicht sehr ansprechend, aber Ab in die Tonne macht eindeutig Spaß. Familien- sowie Gelegenheitsspieler hatten in den Testrunden sehr viel Spaß mit dem Spiel und auch Vielspieler spielen es gerne als Absacker oder Zwischendurch. Auch nach vielen Testpartien wurde das Spiel nicht langweilig oder eintönig.


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