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Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
60 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
9/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 07.06.2013 - von Jörg

Brügge



Vorwort:

Stefan Feld ist ein gern gesehener Gast in unserem Spielekeller in Bühl, schließlich wohnt er praktisch um die Ecke und dank seiner Vielzahl an Neuheiten und immer wieder faszinierenden Spielen gibt es regelmäßig Videos zu seinen Spielen.

Auch zu Brügge gab es mehrere Infos und Videos, so dass wir mit dem Spieltest zu Brügge das letzte Kapitel schließen, wohl wissend, dass Stefan uns als Spieleautor erhalten bleibt.
Mit Brügge liefert er dem geübten Familienspieler ein weiteres Spiel, welches nicht nur durch die 165 separat illustrierten Karten Glanz versprüht, oh nein, auch der Mechanismus sollen für Begeisterung unter uns Spielern sorgen. Meine Euphorie zu Brügge konnte ich im Video nicht bremsen, so dass manch einer sich sicherlich denken kann, wie unser Urteil ausfällt. Zuvor werfen wir aber noch einen Blick auf die Abläufe.

Ziel des Spiels:

Als Verlag und Redakteur wird das Vorwort eines Spiels gerne als kleinen Einstieg genutzt, doch bei Brügge ist das anders. Sofort werden die Spieler mit dem Aufbau und Ablauf konfrontiert, so dass die Stadt Brügge letztendlich nur noch auf dem Plan (Marktplatz) durch einige Spieler zur Kenntnis genommen wird. Wer einige der Spiele des Autors kennt, weiß was einem erwartet und auch hier müssen die Spieler mithilfe von Karten, Plättchen und Marker sinnvoll umgehen, um daraus viele Punkte zu generieren.

Spielaufbau:

Vor Spielbeginn werden die Karten in Stapel vorgerichtet, was abhängig von der Spieleranzahl variiert. Die Handlanger finden wie auch die Gulden neben dem Spielplan ihren Platz, so dass am Ende nur noch die Bedrohungsmarker und Kanalplättchen fehlen.
Mit etwas Geld, Handlanger, Mehrheitenmarker, Figuren und Übersichtskarten ausgestattet starten die Spieler in eine Runde. Jeder Spieler bekommt dabei zwei Kanalabschnitte mit einzelnen Feldern zugeordnet und dann kann es bereits nach ca. 10 Minuten Aufbauarbeit losgehen.

Spielablauf:

Das Spiel verläuft über mehrere Runden die jeweils aus vier Phasen bestehen.

In Phase 1 werden Karten gezogen, so dass die jeweiligen Spieler am Ende fünf Karten auf der Hand halten. Unter Umständen gehen dabei die Karten eines Stapels zur Neige, so dass der vorbereitete Extrastapel genutzt werden muss. Dies ist allerdings auch ein Zeichen dafür, dass nach dieser Runde die Partie endet.

In Phase 2 wird gewürfelt und der Startspieler platziert die Würfel (am besten aufsteigend nach Wert) auf der Leiste. Abhängig vom Wert (5 oder 6) erhalten die Spieler Bedrohungsmarker in der entsprechenden Würfelfarbe. Mit dem dritten Bedrohungsmarker erhalten die Spieler den mit dem Marker verbundenen Schaden (alle Handlanger abgeben / Personenkarte ablegen / Verlust von Geld / Verlust von Haus oder Kanalplättchen).

Anschließend hat jeder Spieler die Möglichkeit, um eine Stufe neben dem Rathaus auf dem Spielplan aufzusteigen. Die Kosten setzen sich aus der Summe aller gewürfelten 1er und 2er zusammen. Der Aufstieg ist allerdings auf eine Stufe pro Runde begrenzt.
In der dritten und umfangreichsten Phase werden Karten ausgespielt und Aktionen ausgeführt. Reihum spielen die Spieler eine Karte von ihrer Hand aus und führen eine von insgesamt sechs möglichen Aktionen aus. Jeder Spieler spielt dabei vier Karten (und Aktionen) aus, bevor die Phase endet. Abhängig von der Farbe und den Angaben des Handlangers einer Karte kann sich der Spieler
>zwei Handlanger in der jeweiligen Farbe nehmen
>1 – 6 Gulden (Wert und Farbe des Würfels) nehmen
>1 Bedrohungsmarker zurücklegen
>1 Kanalplättchen bauen (Kosten siehe Leiste und angrenzend Bauen)
>1 Haus bauen (Karte umdrehen und mit farblich passenden Handlanger bezahlen)
>1 Person auslegen (Kosten siehe Karte und Person auf eine Karte/Haus legen)

Haben die Spieler früher oder später Personen ausliegen, werden diese aktiv und können je nach Symbol dauerhaft oder einmalig genutzt werden. Einige Karten bringen bei der Schlusswertung zusätzliche Punkte, doch all das geht entweder textlich oder durch die Symbole deutlich hervor.

In Phase 4 können die Spieler eventuell eigene Mehrheitenplättchen umdrehen, bevor der Startspieler wechselt. Um ein solches Plättchen zu drehen, werden die Mehrheiten im Bereich der Aufstiegsleiste, ausliegenden Personen und Kanalbauten geprüft. Hat man eine Mehrheit, behält man diese bis zum Spielende (zusätzliche Punkte), wobei die Mitspieler diese auch drehen dürfen, sobald sie die Mehrheit besitzen.

Das Spiel ist zu Ende, sobald einer der Nachziehstapel geleert wurde. Die Spieler erhalten angegebene Punkte für Personen, Punkte für Häuser, Vorteile von Personen, Mehrheiten, Kanäle und dem aktuellen Aufstieg.
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Die einzelnen Karten sind durch Symbole und Texte ausreichend gekennzeichnet. Falls doch eine Regelunklarheit vorliegt, schaut man einfach in das beigefügte Begleitheft hinein.

Strategie:

Mit den anfänglichen fünf Handkarten auf der Hand wird einem praktisch schon die Strategie vorgegeben. Zumindest hat es den Anschein, doch jedem Spieler bleibt selbst überlassen, ob er damit seine Auslage beginnt, oder doch noch andere Wege (Geld / Bau von Häusern, etc.) sucht. Die Möglichkeiten sind da, wobei diverse Karten durchaus verlockend sind, sie als Personen früher oder später auszulegen.
Mit Geld sollte man dabei nicht gerade verschwenderisch umgehen, denn gerade attraktive Personen kosten nicht gerade wenig.

Interaktion:

Interaktion ist durchaus vorhanden. Dies zeigt sich beim Bau des Kanals oder den Mehrheiten in den einzelnen Bereichen. Gerade das drohende Unheil durch Marker lockt die Spieler gerade zu an, bestimmte Personen auszulegen.

Glück:

Durch das Würfeln ist durchaus etwas Glück vorhanden, wobei das mögliche Einkommen und das Zuordnen von Bedrohungen nur zwei der vielen Elemente darstellen. Mit der Unberechenbarkeit der Werte muss man leben, wobei sich dieser Glücksfaktor in Grenzen hält, da jedem Spieler oft ein ähnliches Schicksal ereilt. Gleichzeitig kennt jeder Spieler das damit verbundene Risiko im Hinblick auf einen möglichen dritten Bedrohungsmarker.

Die Spieler sollten zumindest „versuchen“, unterschiedliche farbige Karten auf der Hand zu halten, wobei es durch das Ziehen der Karten einfach gesagt als getan ist.

Packungsinhalt:

Viele Spieler verbinden mit Brügge die Vielzahl an Karten (165) die vom Illustrator Michael Menzel alle einzeln illustriert wurden. Mit diesem Flair und dem vielleicht etwas zu klein geratenen Spielplan (+Kanalplättchen) bekommt man sehr viel geboten und dank sehr übersichtlicher Regeln ist der Spieleinstieg gerade für geübte Spieler sehr leicht.

So geht auch der Preis mit knapp über 30 Euro mehr als in Ordnung.

Spaß:

Selten erlebt man ein Kennerspiel, welches so einstiegsfreudig ist. Zusätzlich sind dem Spiel auch noch Übersichten beigefügt, so dass wirklich jeder Wunsch eines Spielers in Erfüllung geht.
Bereits beim Lesen packt einem die Lust endlich zu beginnen und durch die Vielzahl an Karten im Spiel gleicht keine Partie der Nächsten.
Die schnellen Runden ohne größere Wartezeit gefallen uns sehr gut und so bleibt es selten bei einer Partie. Fast zu schnell geht das Spiel zu Ende, dabei wollte man doch noch so viel erledigen.
Unabhängig von der Spieleranzahl funktioniert das Spiel sehr gut, welches neben Familienspieler auch uns Vielspieler überzeugt.

`s Meinung:

Die Spiele des Autors Stefan Feld sind mittlerweile aus unseren Regalen nicht mehr weg zu denken. Insbesondere Notre Dame, Die Burgen von Burgund und Bora Bora sind gern gesehene und beliebte Spiele auf unserem Tisch. Mit Brügge gesellt sich jetzt ein weiteres Spiel hinzu, welches schnell zu erlernen ist und nicht nur Vielspieler sondern auch Familienspieler überzeugt. Unabhängig von der Spieleranzahl ist es als Optimierungsspiel eine Perle, die durch 165 einzeln illustrierte Karten gerade zu lohnenswert ist.
Stellt sich nur die Frage, warum das Spiel Brügge heißt(?), denn mit dem Namen „Gengenbach“ als kleine Heimatstadt in der schönen Ortenau, und Wohnort des Autors, hätte man sich ein Denkmal setzen können.
Oder München als weitere Vorschlag für eine Stadt und Sitz des Verlags „Hans im Glück“. Egal, wichtig ist das Spiel, denn das macht auch nach einer unendlichen Anzahl an Partien noch sehr viel Spaß. Fehlt nur noch ein weiterer Kartensatz, der früher oder später vielleicht Wirklichkeit wird. So lange erfreuen wir uns mit Brügge und der Chance den Pöppel für das beste Kennerspiel 2013 abzustauben. Denn Berlin, als weitere Stadt, kennt Stefan Feld schon sehr gut. Schließlich ist er bei der Nominierung zum Spiel des Jahres schon regelmäßig vertreten. Ein Sieg würden ihm nicht nur Vielspieler früher oder später gönnen. Doch alles lässt sich nicht optimieren!

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an Schmidt Spiele für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
6 von 10
Abhängig von den Karten und den möglichen Aktionen diverse Möglichkeiten vorhanden!
INTERAKTION
4 von 10
Mehrheiten macht man sich gerne streitig!
GLÜCK
4 von 10
Würfel und Karten sind nur begrenzt glückslastig!
PACKUNGSINHALT
8 von 10
Sehr übersichtliche und spielerfreundliche Anleitung!
SPAß
9 von 10
Unabhängig von der Spieleranzahl!
GESAMT-
WERTUNG:
9/10
"Ein Highlight im Jahr 2013. Optimierungsspiel, welches nicht nur Vielspieler gefällt! Mehr als lohnenswert!"
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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