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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Kartenspiel, Familienspiel, Kartenspiel: Musterspiel, Kartenspiel: Tauschspiele, Sammelspiel, Verhandlung, Humor, Berühmte Vorlage

Spielmechaniken:
Handel, Handmanagement, Kommunikation, Optimieren

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
3 bis 5 Spieler

Spielzeit:
45 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 2 Bewertungen



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Selbe Spielefamilie

Testbericht vom 29.07.2011 - von Jörg

Bohnanza - Fun & Easy


Vorwort:

Bohnanza ist vielen Spielern ein Begriff, denn dieses Spiel wurde von Uwe Rosenberg entwickelt und ist seit 1997 bei Amigo Spiele erhältlich. Im selben Jahr stand es auch auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Mittlerweile sind eine halbe Million an Exemplaren verkauft und mit Sicherheit wird dieses Spiel auch irgendwann die Millionengrenze knacken.

Dabei kommt der Name Bohnanza von einem Wortspiel aus Bonanza und Bohne. Es hat aber nichts mit der Westernserie zu tun sondern viel mehr mit dem englischen Wort bonanza, welches so viel wie Glücksfall oder Goldgrube bedeutet. Dabei hat das Spiel einen besonderen Reiz, denn die Spieler dürfen die Reihenfolge ihrer Handkarten beim Aufnehmen nicht verändern. Dies ist ungewöhnlich und erfordert taktisches Geschick.

Doch was sollen wir jetzt mit einer Fun & Easy Reihe anfangen und welche Unterschiede gibt es zur Basisausgabe?

Kritiker werden sagen: Nicht viel, denn dieses Set an Bohnen enthält fast die gleichen Karten wie das Basisspiel. Lediglich vier Karten (Stinkbohnen) sind neu während die restlichen Karten mit einem anderen Namen versehen wurden.

Andere Spieler sehen das Spiel mit funkelnden Augen, denn neben der leichten Einstiegshürde und der verkürzten Spielphase wird auch eine noch jüngere Zielgruppe angesprochen, die man für dieses Spiel begeistern will. Der Ablauf von Bohnanza sah bisher vier Phasen vor (Bohnenkarte ausspielen / Handeln und Schenken / Bohnen anbauen / Neue Bohnenkarte ziehen). In der Fun & Easy Reihe sind es nur noch drei (Bohnenkarte anbauen / Mit Bohnenkarte handeln /Bohnenkarte nachziehen).

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich unsere Videoreihe mit Uwe Rosenberg anschauen. Hier stellen wir die einzelnen Versionen, u.a. auch Fun & Easy genauer vor.

Ziel des Spiels:

108 Bohnenkarten in 9 Sorten findet man vor und jede Sorte ist dabei unterschiedlich häufig vorhanden. Diese Zahl wird auch auf jeder Bohnenkarte angezeigt.
Auf der unteren Seite der Karte ist der Bohnometer. Dieser gibt an, wie viele Taler ein Spieler für den Verkauf seiner Bohnen bekommt. Die hinterlegte Zahl steht dabei für die Anzahl der Bohnenkarten gleicher Sorte. Das Geld wird mithilfe von Bohnentaler (Rückseite der Karten) ausgeschüttet. Bis zu drei Bohnenfelder kann ein Spieler anbauen und auf jedem Feld darf dabei immer nur eine Sorte ausliegen.

Die Spieler sind Bohnen-Bauern, die verschiedene Sorten Bohnen gewinnbringend aussäen und ernten wollen. Sie interagieren durch den Tausch der Bohnen. Wer dadurch am Ende die meisten Bohnentaler besitzt, gewinnt.

Spielaufbau:

Die Bohnenkarten werden gemischt und jeder Spieler bekommt fünf Karten auf die Hand.

WICHTIG:  Die Spieler dürfen die Reihenfolge der Karten auf ihrer Hand während des Spiels nicht verändern! Das Sortieren der Karten ist nicht erlaubt!

Jede neue Karte wird somit immer hinter die alte Karte gesteckt. Zum Schluss werden drei Bohnenkarten noch offen in die Tischmitte gelegt (=Bohnenmarkt), die restlichen Karten bilden einen verdeckten Zugstapel.

Spielablauf:

Es wird reihum gespielt und der aktive Spieler führt folgende Aktionen nacheinander durch:

1. Bohnenkarten anbauen

Der Spieler muss die erste Karte seiner Hand (=vorderste Karte) auf ein eigenes Bohnenfelde legen. Dadurch beginnt oder verlängert er eine Kartenreihe einer Sorte.
Anschließend darf er dies noch mit seiner zweiten Karte wiederholen.

2. Mit Bohnenkarte handeln

Der aktive Spieler darf nun mit seinen Mitspielern handeln. Dabei darf er Handkarten und Karten des Bohnenmarktes anbieten. Die Mitspieler dürfen nur Karten auf ihrer Hand zum Handel verwenden.
Beim Handeln darf eine Karte gegen eine andere getauscht werden. Natürlich können auch mehrere Karten für eine Karte angeboten oder gefordert werden. Ein Verschenken ist auch gestattet. Geschenke müssen aber nicht angeommen werden.

Wichtig: Auch bei diesem Tauschvorgang darf die Reihenfolge der Karten auf der Spielerhand nicht verändert werden.

Erhandelte Bohnenkarten werden hierbei auf die eigenen Felder gelegt und dürfen nicht auf die Hand genommen werden.

3. Bohnenkarten nachziehen

Der Spieler zieht einzeln drei Karten vom Zugstapel und nimmt diese auf die Hand. Die neuen Karten werden wieder hinter die alten Karten auf der Hand gesteckt. Liegen im Bohnenmarkt weniger als drei Karten werden vom Zugstapel entsprechend Karten aufgefüllt.

Das Ernten der Bohnen ist dem Spieler jederzeit gestattet. Dabei müssen immer alle Bohnen auf einem Feld geerntet werden. Um Bohnentaler zu erhalten dreht der Spieler die entsprechende Anzahl der Bohnenkarten auf die Talerseite und legt diese vor sich ab. Die Karten die dabei zuviel sind werden auf einen Ablagestapel gelegt.

Das Spiel ist zu Ende sobald der Zugstapel zum zweiten Mal aufgebraucht wurde. Jeder Spieler erntet und verkauft noch seine Bohnenfelder. Wer am Ende die meisten Bohnentaler besitzt, gewinnt.

Strategie:

Da jeder Spieler weiß, wie viele Bohnen einer Sorte sich im Spiel befinden kann man jederzeit abschätzen, ob es sich lohnt, weitere Bohnen zu sammeln. Sofern natürlich noch ein Mitspieler dieselbe Art im Bohnenfeld ausliegen hat wird es schwer, durch das Ernten einen hohen Preis zu erzielen. Zu verbissen sollten die Spieler somit nicht bestimmte Sorten sammeln, zumal auch jeder nur drei Bohnenfelder zur Verfügung hat. Gerade das Tauschen mit anderen Spielern ist wichtig, da man seine Kartenhand nicht verändern darf.

Interaktion:

Durch das regelmäßige Handeln spielt der Interaktionsfaktor eine durchaus wichtige Rolle. Jeder Spieler will möglichst viele Bohnen ernten, doch nicht immer hat man hierzu auch die passenden Karten. So findet regelmäßig ein Tausch unter den Mitspielern statt, in denen möglichst keiner zu kurz kommen möchte.

Glück:

Durch das ständige Ziehen von Karten in jeder Runde hofft natürlich jeder auf die passenden Bohnen. Hinzu kommt allerdings das Problem, dass man seine Kartenhand nicht ändern darf. So muss man oftmals eine oder sogar zwei Runden warten, bis man die gewünschten Bohnen in sein Feld legen kann. Gleichzeitig bietet der Bohnenmarkt nicht immer die erhofften Bohnen, so dass ein Handel mit den Mitspielern erforderlich ist.

Packungsinhalt:

Mit Goldverzierungen auf dem Cover und einer Illustration, die an die Basisversion angelehnt ist, präsentiert sich dieses Kartenspiel. Die Anleitung ist übersichtlich und ein schneller Spieleinstieg garantiert. Die Bohnen sind witzig und schön gezeichnet und erinnern auch hier an das ursprüngliche Bohnanza. Preislich liegt das Spiel mit 6 Euro im Preissegment vergleichbarer Kartenspiele.

Spaß:

Fun & Easy ist natürlich sehr stark an die Basisversion angelehnt, was sich nicht nur an den Karten sondern auch an den Abläufen zeigt.

Spielerisch funktioniert es genauso gut und einige unserer Mitspieler empfinden diese verkürzten Regeln von Fun & Easy sogar besser als die von Bohnanza. Beide Spiele funktionieren tadellos gut und machen aus unserer Sicht sehr viel Spaß. Die Idee mit der unveränderten Kartenhand ist ungewöhnlich und attraktiv. Schnelle Spielrunden sind garantiert und funktionieren unabhängig von der Spieleranzahl sehr gut.


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