Noch nicht angemeldet!   |   Neu Registrieren!   |  
   Passwort vergessen?



Details
Verlag/Autoren/Illustratoren:
Genres:
Familienspiel, Würfelspiel, Mathe

Spielmechaniken:
Würfeln, Zuordnen, Rechnen

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 6 Spieler

Spielzeit:
20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 7 Jahre

Durchschnittswertung:
5/10 bei 2 Bewertungen



Bestellen



Ähnliche Spiele

Testbericht vom 01.07.2011 - von Jörg

Fiese 15


Vorwort:

Mit Fiese 15 steht das Spiel Nr. 2 der Schmidt Spiele Reihe mit dem praktischem Würfelturm im Mittelpunkt.
Laut Verlag hat die 15 eine besondere Bedeutung. Denn immer 15 ergeben die Augenzahlen der sechs Würfel auf den Aufgabenplättchen und an diese Fiese 15 möchten alle möglichst nahe herankommen. Uns steht somit eine „bunte Würfelschlacht“ (O-Ton Schmidt) bevor.

Ziel des Spiels:

Auf den 15 Aufgabestreifen mit je zwei Seiten (eine Seite mit sechs Würfeln für das Grundspiel und die Rückseite mit fünf Würfeln für die Handicap-Variante) sind Würfelvorgaben zu erkennen und die Spieler versuchen mit möglichst allen Würfeln diese Vorgabe zu erfüllen. Würfelglück und Risikobereitschaft sind erforderlich und am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Spielaufbau:

Von den insgesamt 15 Streifen werden 10 zufällig gezogen, gemischt und neben dem Würfelturm platziert, so dass die Seite mit den fünf Würfeln nach oben zeigt.
Die Würfel legt man zur Seite und ein Spieler nimmt sich den Spielblock und trägt erst einmal die Namen der Spieler ein.

Spielablauf:

Der oberste Streifen wird aufgedeckt, so dass jetzt sechs Würfel offen zu sehen sind. Die Spieler versuchen nacheinander, möglichst viele Punkte mit diesem Aufgabenstreifen zu erzielen. Die sechs Würfel in unterschiedlichen Farben sind dabei auch auf dem Streifen zu erkennen. So nimmt der aktive Spieler alle Würfel, wirft sie in den Turm und versucht „sein Glück“. Denn jeder Würfel, der niedriger oder gleich dem auf dem Aufgabenstreifen abgebildeten, gleichfarbigen Würfel ist, kann auf diesen abgelegt werden. Es wird somit nach jedem Wurf überprüft, ob gültige Würfel abgelegt werden können. Hat ein Spieler mindestens einen gültigen Würfel, muss er diesen auch herauslegen. Sofern möglich, können natürlich auch mehrere gültige Würfel beiseite gelegt werden. Mit diesen darf man auch nicht erneut würfeln. Anschließend muss sich der Spieler entscheiden, ob er mit den restlichen Würfeln weiterspielt oder aufhört und die bisher erspielten Würfelaugen als Punkte auf dem Spielblock notiert.
Sofern der Spieler keinen gültigen Würfel dabei hat, ist für ihn die Runde beendet und er bekommt jetzt nicht die Punkte der heraus gelegten Würfel sondern die Punkte der Würfel auf dem Aufgabenstreifen, die er nicht herauslegen konnte.
Schafft es ein Spieler, fünf Würfel auf das Tableau zu legen, bekommt er zusätzlich fünf Bonuspunkte. Schafft es ein Spieler sogar sechs Würfel zu platzieren, wird das Rundenergebnis verdoppelt. Die Bonusregel tritt dann aber nicht in Kraft.

Sobald jeder Spieler den Aufgabenstreifen durchgespielt hat, wird der nächste Streifen aufgedeckt und es beginnt eine neue Runde. Erst wenn alle 10 Aufgaben gespielt wurden, ist das Spiel zu Ende und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Handicap-Variante:

Jetzt wird mit der Aufgabenseite gespielt, auf der fünf Würfel abgebildet sind und in Abhängigkeit von der Spieleranzahl werden zusätzliche Würfelplättchen verwendet. Jeder Spieler legt, sobald er an der Reihe ist, ein Würfelplättchen (für den weißen Würfel) zu dem Plättchen hinzu und somit sind die Vorgaben variabel. Nur in der ersten Runde benutzt jeder Spieler das Plättchen mit der 1. In weiteren Runden wird das weiße Würfelplättchen in Abhängigkeit vom aktuellen Spielstand vergeben. Der führende Spieler bekommt somit die niedrigste Zahl, usw.

Zocker-Variante:

Ein Spieler geht leer aus, sobald er keine passenden Würfel herauslegen konnte.

Strategie:

Jeder kann selbst für sich entscheiden, wie weit er sein Glück herausfordert und welches Risiko er eingeht. In unseren Runden war die „Gier“ viele Punkte zu bekommen sehr hoch und es wurde auch immer versucht, mindestens fünf Würfel herauszulegen. Bevor man diesen Schritt eingeht sollte man aber zumindest kurz nachdenken, ob dies aufgrund der angezeigten Werte überhaupt Sinn macht.
Gerade gegen Ende der Partie kann man auch sehr gut die Punkte seiner Mitspieler einsehen. Je nach Punktestand muss man doch noch einen weiteren Wurf riskieren. Viel hat das mit Strategie allerdings nicht zu tun, so dass dieser Faktor eher gering ausfällt.

Interaktion:

Da jeder für seine Wertung verantwortlich ist und reihum die Züge ausgeführt werden, ist der Faktor Interaktion nicht vorhanden.

Glück:

Der Glücksfaktor ist sehr hoch, doch auch dieser hängt sehr stark vom Zockerverhalten des aktiven Spielers ab. Jeder kann hier sein Glück bis ins Extreme strapazieren und so steht der Spieler ständig vor der Frage „Würfle ich noch einmal, oder höre ich besser auf!“

Packungsinhalt:

Auch das zweite Spiel dieser Würfelturmserie passt sich der bisherigen Ausgabe an. Die Regeln sind übersichtlich und die Qualität des Materials passt in Anbetracht des Preises von knapp über 10 Euro.

Alles was man braucht wird mitgeliefert, doch manches wie die Hülle für die Verpackung kann man gleich weglassen.

Spaß:

Nummer 2 dieser Würfelturmreihe ist von sehr vielen Glücksfaktoren geprägt und die ständige Würfelei ohne viel Abwechslung und Spannung langweilt uns doch etwas mit der Zeit.

Gerade bei Runden ab vier Spielern achtet man kaum noch auf seinen Mitspieler, sondern wartet lediglich darauf, endlich selbst am Zug zu sein.
So sind dann doch die Runden zu Zweit und zu Dritt attraktiver, auch wenn man im eigenen Zug eigentlich wie fremd gesteuert die passenden Würfel auf das Tableau legt. Viel Nachdenken muss man nicht und auch der eigene Zug ist oft innerhalb weniger Minuten, wenn nicht sogar eher Sekunden, erledigt.

Insgesamt gesehen hält sich der Spaß etwas bedeckt und kommt auch nicht an einen Durchschnittswert heran.


Weiter zur Bewertung