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Testbericht vom 26.06.2012 - von Bernadette

Pictomania


Eigentlich ist CGE eher für seine komplexeren Spiele, wie Galaxy Trucker, Space Alert oder Dungeon Lords bekannt. Diesmal haben die Tschechen mit Pictomania ein Partyspiel auf den Markt gebracht, das es in sich hat. Einfach nur Zeichnen wäre ja auch zu langweilig, denn davon gibt es bereits etliche auf dem Markt. Angefangen beim Klassiker Pictionary, über Graffiti bis hin zu Identik. Mit Pictomania wird der Markt nun um ein weiteres solches Spiel ergänzt.

Ziel des Spiels:

Ziel des Spiels ist es Begriffe zu malen und gleichzeitig die Bilder der Mitspieler zu erraten. Wem dies gelingt, erhält Siegpunkte. Je schneller man die Begriffe der Mitspieler errät, desto mehr Siegpunkte erhält man. Nach fünf Runden endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Spielaufbau:

Jeder Spieler wählt sich eine Farbe und erhält eine Zeichentafel, 7 Tippkärtchen und Wertungsplättchen (unterschiedlich je nach Spieleranzahl). Zudem werden je nach Spieleranzahl noch Bonusplättchen in die Tischmitte gelegt. Die Kartenhalter werden ebenfalls gut sichtbar in die Tischmitte platziert. Nun müssen die Kartenhalter noch mit Karten gefüllt werden. Hier gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen (grün = einfach bis lila = sehr schwer). In der ersten Partie sollte man auf jeden Fall mit den grünen Karten beginnen. Sechs Karten werden gezogen und auf die Kartehalter platziert. Jetzt erhält jeder Spieler noch ein Zahlenkärtchen und ein Symbolkärtchen. Die beiden Kärtchen definieren, welchen Begriff man zeichnen muss.

Spielablauf:

Alle Spieler decken gleichzeitig ihre Symbol- und Zahlenkärtchen auf, schauen welchen Begriff sie zeichnen sollen und beginnen ihr Kunstwerk. Gleichzeitig versuchen die Spieler, aber auch die Begriffe der Mitspieler zu erraten. Dazu legen die Spieler ihre Tippkärtchen, mit der Zahl des vermuteten Begriffs, verdeckt vor die Tableaus der Mitspieler. Vor jeden Mitspieler darf man höchstens ein Tippkärtchen ablegen. Wenn ein Spieler sich entscheidet aufzuhören, weil er entweder bei jedem Mitspieler bereits geraten hat, oder nicht mehr raten möchte, nimmt er sich das Bonusplättchen mit den meisten Sternen aus der Tischmitte. Sobald das letzte Bonusplättchen aus der Mitte genommen wurde, endet die Runde und es kommt zur Wertung.  

Ein Spieler beginnt und nennt den Begriff den er gezeichnet hat. Er nimmt den Stapel mit den Tippkarten und vergibt nun Punkte, wenn auf der Karte die richtige Zahl abgebildet ist. Der Spieler der als erstes getippt hat,  erhält das wertvollste Wertungsplättchen. Je später man getippt hat, desto weniger Sterne erhält man für seinen Tipp. Sollte ein Tippkärtchen eine falsche Zahl zeigen, so erhält der Spieler keine Siegpunkte für seinen Tipp und die Tippkarte des Spielers wird vorerst in die Tischmitte gelegt. So werden reihum alle Bilder abgearbeitet. Der Spieler der am Ende der Runde, die meisten Karten in der Tischmitte hat, ist das schwarze Schaf und sein Bonusplättchen (sofern er eins genommen hat) bringt ihm nun die Sterne als Minuspunkte.

Alle anderen Spieler erhalten die abgebildeten Sterne auf ihren Bonusplättchen als Pluspunkte, wenn mindestens ein Spieler dein Bild erraten hat.

Die Spieler notieren sich ihre Gesamtpunktzahl für diese Runde und eine neue Runde kann schon beginnen.

Strategie:

Viel Strategie gibt es bei solchen Spielen selten. Wenn man einen Begriff gar nicht weiß und auch nicht nach dem Ausschlussverfahren herausfinden kann, dann sollte man durchaus auch mal gar nicht tippen. Manchmal ist das besser als einen falschen Tipp abzugeben. Weiterhin kann man einige Sachen über das Ausschlussverfahren erraten. Jeder Spieler hat eine andere Karte und dementsprechend können nicht zwei Begriffe derselben Karte gezeichnet werden. Wenn man also bereits weiß, dass Spieler A einen Begriff von der Karte Kreis malt und Spieler B von der Karte Quadrat, dann kann Spieler C diese beiden Karten schon nicht mehr malen. So kann man manchmal Rückschlüsse ziehen, selbst wenn man die Zeichnung sonst nur schwer erkannt hätte.

Interaktion:

Die Interaktion ist hoch bei Pictomania. Schließlich muss man gleichzeitig zeichnen und aufpassen was seine Mitspieler malen. In der Regel wird auch in der Auswertungsrunde noch einmal kräftig über die Kunstwerke der einzelnen Spieler diskutiert.

Glück:

Natürlich ist hier auch eine gewisse Portion Glück dabei. Schließlich gibt es jede Mende Karten die gezogen werden. Zuerst werden die Begriffskarten gezogen. Obwohl diese in Kategorien eingeteilt sind, gibt es trotzdem einige die einfacher bildlich darzustellen sind, als andere. Und dann kann man natürlich Glück haben, welches Symbol und welche Zahl man zieht. Allerdings ist das Kartenglück hier in keinster Weise störend. Schließlich geht es bei solchen Spielen vorwiegend um den Spaß und nicht darum so strategisch wie möglich zu gewinnen.

Packungsinhalt:

Wenn wir die Spielschachtel öffnen finden wir, Zeichentafeln, Stifte und Schwämme für 6 Mitspieler. Weiterhin erhält man Tippkärtchen, Symbolkärtchen, Zahlenkärtchen, Bonusplättchen und Wertungsplättchen. Der wichtigste Bestandteil, nach den Zeichenutensilien, sind natürlich die Begriffskarten, davon sind 99 (beidseitig bedruckte) Begriffskarten in vier Schwierigkeitsstufen enthalten und zwei Kartenhaltern. Im Großen und Ganzen ist das Material gut. In unserer Auflage waren  die Kartenhalter noch aus Pappe und ließen doch etwas zu wünschen übrig. Da sie selbst mit Kleber nicht in der gewünschten Form blieben. Hier hat der Verlag aber reagiert und in der zweiten Auflage sind jetzt auch die Kartenhalter aus Plastik mit beklebbaren Symbolleisten. Wer wie wir die erste Auflage besitzt kann sich für 4,95 € ein Upgrade Kit bei Pegasus bestellen, dass die neuen Kartenhalter aus Plastik und noch 99 Blankokarten, auf denen man seine eigenen Ideen verewigen kann, enthält.

Spaß:

In unseren Spielrunden hatten wir immer sehr viel Spaß mit Pictomania, da es zwar durchaus etwas stressig ist schnellst möglich zu malen und zu raten, aber immer sehr lustig ist. Oftmals kommt es während der Wertungsrunde zu heißen Diskussionen: „Was, das soll „Wandern“ sein, das ist doch eindeutig „Nordic Walking“!“ Schön ist auch immer die gemeinsame Analyse wie diesen oder jenen Begriff hätte zeichnen können, damit er eindeutiger gewesen wäre. Sowohl Vielspieler wie auch Gelegenheitsspieler hatten viel Spaß mit Pictomania und bei uns ist es selten bei nur einer Runde am Abend geblieben.


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