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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Kartenspiel, Reaktionsspiel, Familienspiel, , Logikspiel, Lernspiel

Spielmechaniken:
Muster erkennen, Reaktion, Logik, Lernen

Release:


Anzahl der Spieler:
2 bis 8 Spieler

Spielzeit:
ca. 20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 19.07.2007 - von Redaktion

Set!


Viele Spiele bieten einen detailreich ausgearbeiteten Hintergrund: Es geht darum Inseln zu besiedeln, die Vorherrschaft einer Stadt an sich zu reißen oder den klassischen Kampf zwischen Gut und Böse in diversen Variationen auszuleben. Man kann sich nur noch wundern, mit welchen komplexen Regelmechanismen Spieledesigner, zusätzlich zum Hintergrund, aufwarten. Set! ist anders. Es geht darum zu gewinnen. Einfach so. Die Regeln sind entsprechend simpel. Es liegen 12 Karten aus. Jede enthält ein Symbol, das sich durch folgende Parameter von den anderen unterscheiden: Anzahl der Zeichen, Form, Farbe und Füllung. Nun gilt es drei zusammenpassende Karten zu finden, ein Set. Um zusammenzupassen, müssen die einzelnen Parameter (Zeichen, Form, Farbe und Füllung) entweder identisch sein oder sich auf allen drei Karten unterscheiden. Entdeckt ein Spieler ein Set, bekommt er die Karten. Das Feld erhält stattdessen drei neue aus dem Stapel. Löst man falschen Alarm aus, darf man erst nach dem nächsten Setfund wieder mitspielen. Stimmen die Spieler darin überein, dass mit den ausliegenden Karten kein Set möglich ist, werden drei Karten dazugelegt. Ist der Stapel aufgebraucht und die Spieler entscheiden zusammen, dass kein Set mehr möglich ist, ist das Spiel vorbei. Der Spieler mit den meisten Karten gewinnt. Setpartien lassen sich mit bis zu sieben Mitspielern bestreiten. Aber auch schon zu Zweit entfaltet sich der volle Spielspaß. Bei acht Leuten funktioniert das Prinzip immer noch gut -- solange alle gut auf das Kartenfeld schauen können. Ein Spiel, das so sehr auf den direkten Wettbewerb setzt, wird öde, wenn einer die anderen überfliegt. Also sollten alle Kontrahenten auf gleichem Niveau sein, damit der richtige Spielspaß aufkommt. Auch sollte man vermeiden, vor dem Spiel mit dem Kopf gegen Türen zu laufen. Konzentrationsfähigkeit wird belohnt. Für laute Partys ist es deswegen nicht zu empfehlen, außer es haben alle ungefähr den gleichen Pegel. Set! ist zum Zwischendurchspielen geeignet: Die meisten Runden sind innerhalb einer halben Stunde beendet.

Strategie:

Strategisches Vorgehen bringt bei Set! keinen Vorteil. Nur eine schnelle Auffassungsgabe führt hier zum Sieg. Die Karten sind bunt gemischt und kommen genau so auf den Tisch, wie sie gezogen werden, es gibt keinerlei Sortieren oder Planen. Wer sich allerdings bereits ausliegende Karten gut merken kann, sieht das Set beim Neuaufdenken auch schneller.

Interaktion:

Geredet wird natürlich kaum, außer wenn jemand "Set!" schreit und sich die anderen darüber aufregen, dass sie nicht schneller waren. Auch die Interaktion hält sich gering, denn jeder starrt für sich selbst vor sich hin und ist einzig darauf aus, das nächste Set! zu finden.

Glück:

Der Glücksfaktor entfällt komplett. Da alle die gleichen Karten nutzen, gewinnt nicht der mit dem bestem Blatt, sondern der mit dem besten Augen. Natürlich kann Fortuna helfen einige Sekunden vor dem Mitspieler "Set!" zu rufen, das wars aber auch schon.

Packungsinhalt:

Für schlappe neun Euro kriegt man ein hübsches Kartenspiel geliefert. Mehr ist allerdings nicht drin, wird auch nicht benötigt. Das Kartendesign ist schlicht und dem Spiel angepasst praktisch, jedes weitere Schnörkel auf den Karten würde vom wirklich Relevanten ablenken.

Spaß:

Für alle die auf rauchende Köpfe stehen ist Set! genau das Richtige. Hier wird hingeschaut bis einem die Augen aus dem Kopf fallen, denn nur so findet man die drei Karten auf dem Tisch die auch wirklich zusammengehören. Dabei sollte man außerdem beachten, dass die Mitspieler in der Runde möglichst alle den gleichen Set!-Stand besitzen. Hat man einen Profi-Set!er in der Runde haben Anfänger nämlich keinerlei Chance ein Set zu finden. Hält sich der Könner allerdings zurück und gibt den Greenhorns eine Chance ins Spiel zu finden, sollte das Spielgleichgewicht nach einigen Runden geschaffen sein.


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