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Testbericht vom 29.05.2012 - von Andreas

Mondo Sapiens


Vorwort:

Das Spiel „Mondo“ von Michael Schacht wurde in unserem Test sehr gut bewertet, sowohl von mir (9/10) als auch von Jörg (8/10) Punkten. Es rangierte bei mir zu den Top Familienspielen aus dem Jahre 2011. Der Spielmechanismus hat einige Spieler an das Vielspielerspiel Galaxy Trucker erinnert, wobei die Thematik sowie die Bau- und Punktregeln ganz anders gestaltet und auch viel familientauglicher sind.

Mit Mondo Sapiens möchte der Autor und der Verlag jetzt aber eher die Vielspielergemeinschaft ansprechen, denn das Einstiegsspiel soll mit Mondo ungefähr auf einer Ebene sein, während die Fortgeschrittenen-  und Experten-Regeln nochmal deutlich komplexer werden.

Da der Vorgänger bei uns sehr beliebt war haben wir uns das natürlich gerne genauer angesehen…

Ziel des Spiels:

Wie beim Vorgänger Spiel Mondo finden auch hier drei Spieldurchgänge statt, die auf einen Wertungsblock festgehalten werden. Wer am Schluss die größte Summe an Punkten besitzt gewinnt.

Spielablauf:

Der Basismechanismus hinter dem Spiel ist uns und unseren Testspieler natürlich bekannt. Wieder wird die Mondo Weltkugelzeituhr eingestellt und es geht darum schnell und klug unter Zeitdruck seine Welt zu erbauen. Die Legeregeln und Fehler beim Bauen werden genauso behandelt wie bei Mondo, aber Moment, die Plättchen sehen ganz anders aus? Es gibt ja nur noch drei Arten Wasser, Wiese und Wald. Wo sind die Tiere und wie macht man eigentlich Punkte?

Nun wie man Punkte macht hängt davon ab unter welchen Bedingungen man Mondo Sapiens spielt (Einsteigerspiel, Fortgeschrittenenspiel, Expertenspiel). Zuerst aber einmal kurz die Dinge die immer zu Punkte führen, egal in welchen Schwierigkeitsgrad wir uns befinden:

  • Jede abgeschlossene und fehlerfreie Landschaft bringt 2 Punkte ein.

Da es nur zwei Landschaftsarten (Wiese / Wald) gibt ist dies natürlich leichter zu bewerkstelligen als bei Mondo

  • Jeder Straßenabschnitt bringt die Länge der Straße -1 an Punkten ein.

Ist die Straße also z.B. 5 Plättchen lang erhaltet ihr 4 Punkte.

  • Die Spieler erhalten die Punkte des Bonuschips (4/3/2/1)

Aus Mondo bekannt. Wer früher fertig wird erhält mehr Punkte

  • Wer die meisten aktiven Vulkane besitzt erhält deren Anzahl als Minuspunkte

Auch aus Mondo bekannt. Wie in Mondo gibt es hier auch den Vulkanchip, den der führende Spieler erhält, somit zählen wieder alle Vulkane für diesen Spieler als aktiv!

  • Jedes freie Feld und jeder Fehler zählen -1 Punkte.

Na? Woher kennt ihr das? Richtig MONDO .

Jetzt kommen wir aber zu den spezifischen Punkten je nach Modus. Im Einsteigerspiel müsst ihr euch noch keine so großen Gedanken machen. Jeder Arbeiter (Fischer, Schäfer, Holzfäller) auf den Plättchen bringt euch einen Punkt ein. Somit haben diese hier einfach die Tiere aus Mondo ersetzt (dies gilt aber nur im Einsteigerspiel).

Im Fortgeschrittenen Spiel sieht das schon ganz anders aus. Hier erhalten die Spieler nämlich noch 3 Dörfer (Schäfer-, Fischer - und Holzfällerdorf). Nur wenn diese gebaut werden, zählen auch die entsprechenden Arbeiter auf dem Plan. Außerdem gibt es noch eine Mehrheitswertung bei allen dreien. Wer die meisten Arbeiter je einer Art hat erhält 3 Bonuspunkte.

Das macht es schon um einiges Schwieriger, denn nicht immer passen die Dörfer gut ins Bild und es lohnt sich die Mehrheiten zu erhalten. Aber es geht noch schwieriger…

Im Expertenspiel gelten die Regeln des Fortgeschrittenenspiels, aber es kommen noch pro Runde weitere Spezialgebäude ins Spiel. Diese kann jeder Spieler bauen, wenn er meint das es sich lohnt und er schnell genug ist. Hierbei winken Sonderpunkte für Kutschen auf den Straßen, Schiffe im Wasser, Wildschweine im selben Wald, Acker  in einer großen Wiese sowie Inseln im selben Wassergebiet.

Hinzu kommen hier auch noch die unterschiedlichen Weltentafeln. Für jeden Spieler gibt es nämlich vier verschiedene. Die nicht nur einen komplett anderen Rand besitzen und somit andere Startbedingungen. Sondern auch noch zusätzliche Wertungen je nach Plan. Manche besitzen ein Wirtshaus und so versucht man viele Weinfässer auf die gleiche Straße zu bekommen. Andere wiederum besitzen das Windrad, welches Punkte für Seen einbringt. Hinzu kommt das sich auf allen Weltentafeln zusätzlich aufgedruckte Symbole befinden, die einzelne Sonderwertungen natürlich begünstigen (Weinfässer, Wildschweine, Schiffe, etc.).

Ihr seht also es gibt viel zu Entdecken und natürlich braucht man die richtigen Plättchen und die richtige Geschwindigkeit. Denn das Ganze ist unter Zeitdruck (der variabel einstellbar ist) natürlich nicht so einfach. Hatten wir denn schon erwähnt, dass keine Straße existiert die gerade aus geht? Alle biegen immer Rechtwinklig ab, was das Bauen natürlich nicht einfache macht.

Strategie:

Wie schon zuvor gilt es klug zu bauen. Viele kleine Landschaften bringen Punkte, aber je nach Sonderwertung solltet ihr ein gewisses Ziel dann doch lieber nicht aus den Augen verlieren. Viele Schweine im selben Wald oder ähnliches, bringen nämlich viele Punkte ein, wenn man dementsprechend baut. Auch die Wege solltet ihr nicht so einfach ins Nirwana gehen lassen. Das kostet zwar keine Minuspunkte (da es nicht als Baufehler zählt), aber mit ihnen lassen sich Prima Punkte einsammeln.

Letztendlich solltet ihr natürlich auch ein Auge auf die komplette Spielsituation inklusiver der Mitspieler haben. Könnt ihr eure Mehrheit erlangen oder ist einer schon uneinholbar. Wie sieht es mit aktiven Vulkanen aus, geht da noch was oder nicht? Was gibt es noch für Extra Sondergebäude (wenn ihr das Expertenspiel spielt)?

Interaktion:

Die Spieler wetteifern gemeinsam gegen die Zeit, dabei verschwinden natürlich die guten Plättchen Stück für Stück und es wird immer schwieriger geeignete Plättchen zu finden. Dies bezieht sich in diesem Spiel aber nicht auf die Landschaftsart, hier gibt es keine großen Probleme, da es nur zwei Sorten gibt. Aber auf die ganzen sonstigen Symbole, immerhin heißt es nun Wege bauen, Holzfäller, Schäfer, Fischer und sonstige Dinge zu sammeln und das ganze natürlich möglichst ohne aktive Vulkane.

Glück:

Der Glücksfaktor hält sich ziemlich in Maßen. Natürlich kann es passieren, dass bestimmte Plättchen von den anderen Weggenommen werden, aber das betrifft eher die Sondergebäude. Bei den normalen Bauplättchen ist genug von allen vorhanden. Zu mindestens am Rundenbeginn ;-).

Packungsinhalt:

Mondo Sapiens kommt mit vier verschiedenen Weltentafeln pro Spieler daher. Diese sind zwar deutlich dünner wie die Mondo Pläne, aber sonst hätten sie auch nicht mehr in die Schachtel gepasst. Außerdem sind sie noch dick genug für ein normales Spielgefühl. Unmengen an Plättchen befinden sich im Spiel 145 Landschaftsplättchen und dazu noch die Sondergebäude, die alle eine schöne dicke Pappstärke aufweisen. Ein dicker Wertungsblock (den man bei sehr vielen Partien nachbestellen kann oder sich entsprechend laminiert), eine Stielechte Mondo Weltenkugeleieruhr und natürlich die Spielregel die keine Fragen offen lässt.
Das ganze wird für ca. 26 € angeboten was definitiv ein TOP Preis-/Leistungsverhältnis ist.

Spaß:

Mondo Sapiens erinnert stark an Mondo und das soll es ja auch. Laut Verlag und Autor ist Mondo Sapiens für die Spieler gedacht die den Vorgänger mochten, aber gerne noch eine Schwierigkeit mehr haben möchten. Genau in diese Kerbe schlägt Mondo Sapiens auch, wobei sich unsere Spieltester nicht einer Meinung waren ob man denn nun beide Spiele benötigt oder eins nicht langt.


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