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Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2010

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
45 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 13.01.2011 - von Jörg

Zooloretto Erweiterung: Boss



Vorwort:

Seit 2007 berichten wir in regelmäßigen Abständen über das damals gewählte Spiel des Jahres Zooloretto. Seit dieser Zeit haben wir nicht nur etliche kleine und große Erweiterungen ausprobiert, sondern auch mit Michael Schacht viele Videos zu seinem immer noch sehr beliebten Spiel aufgenommen.
Damit der hoffentlich weiterhin erfolgreiche Aufbau des Zoos weitergehen kann und möglichst viele Besucher anlockt, erleichtern wie im wahren Leben auch gute Mitarbeiter und Spendengelder das Leben des Zoodirektors.
Genau hier knüpft die Erweiterung „Boss“ an, denn der Zoo soll noch attraktiver werden und völlig neue Wege erschließen.
Das Management eines Zoos rückt langsam immer mehr in den Vordergrund und wir sind gespannt, ob sich diese Erweiterung perfekt zum Basisspiel ergänzt. Dabei kann man das Spiel Zooloretto oder auch Aquaretto für diese Erweiterung nutzen.

Ziel des Spiels:

Die Ziele knüpfen auch hier am Basisspiel an, wobei man die Möglichkeit hat, durch Mitarbeiter weitere Punkte zu ergattern.

Spielaufbau:

Da die Grundregeln sicherlich bekannt sind bzw. wir bereits darüber berichtet haben, stellen wir nur die Elemente der Erweiterung in den Vordergrund.

Jeder Spieler bekommt eine Bürotafel und eine Ausbautafel mit einem Sponsorengehege und legt dieses vor sich aus. Das neue Gehege muss man sich allerdings erst erarbeiten und so bleibt es anfangs verdeckt liegen.
Die 30 Spendenplättchen kommen in die Bank und die Punkteplättchen werden als Vorrat bereitgelegt. Die Angebotstafel legt man in die Tischmitte. Abhängig vom gewählten Spiel (Aquaretto oder Zooloretto) und der Spieleranzahl werden Tierarten (markiert durch ein X) und weiße Mitarbeiterfiguren auf diese Tafel platziert.

Spielablauf:

Neben den bekannten Regeln kann ein Spieler folgende weitere Aktionen ausführen:

1. Umbau
Für 1 Münze an die Bank kann der Spieler einen seiner Mitarbeiter auf ein freies Fenster eines beliebigen anderen Bürofeldes versetzen.

2. Kauf oder Abgabe eines Plättchens
Gegen Abgabe von zwei Münzen oder zwei Spenden kann der Spieler ein Angebotsplättchen oder einen Mitarbeiter von der Angebotstafel kaufen. Plättchen werden sofort in den Zoo gelegt und Mitarbeiter stellt man auf ein freies Fenster auf einem Bürofeld.

3. Den Zoo ausbauen
Der Spieler bezahlt zwei Münzen an die Bank und deckt die Ausbautafel mit dem Sponsoren-Gehege auf.

Anmerkung: Sobald der Spieler das letzte Feld des Sponsoren-Gehege belegt, bekommt er eine Spende aus der Bank und ein Punkteplättchen aus dem Vorrat (Ausnahme: Umtausch).

Doch viel mehr als die neuen Aktionen interessieren uns natürlich die Bonusmöglichkeiten der Mitarbeiter:

A.) Spendensammler
Jedes Mal bekommt der Spieler 1 Spende, wenn er eine oder mehrere Münzen als Bonus erhält.

B.) Verkaufsleiter
Mithilfe von einem oder zwei Mitarbeiter bekommt der Spieler bei einer Wertung und abhängig vom Typ eines Verkaufsstandes einen oder zwei Extrapunkte.

C.) Einkäufer
Mithilfe von einem oder zwei Mitarbeiter bekommt der Spieler bei einer Wertung weitere Punkte (+1 / +3) für jedes mit X gekennzeichnete Plättchen.

D.) Pressesprecher
Mithilfe von einem oder zwei Mitarbeiter bekommt der Spieler jedes Mal zwei (bzw. vier) Punkteplättchen zusätzlich, wenn er das letzte Feld des Sponsoren-Geheges belegt.

Für die Wertung des Sponsoren-Gehege gibt es keine Punkte, jedes Punkteplättchen zählt am Ende einen Punkt.
Weitere spezielle Regeln im Zusammenhang mit Aquaretto und anderen Erweiterungen sind in der Anleitung aufgeführt.

Strategie:

Man braucht ein paar Partien, um sich mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen.
Anfangs haben wir sogar sehr selten das Sponsoren-Gehege benutzt, da es uns einfach nicht attraktiv genug erschien. Im Zusammenhang mit dem Pressesprecher kann man hier aber durchaus lohnenswerte Punkte erzielen. Einige Spieler haben sich eher dem Spendensammler bedient, wobei man hier frühzeitig einen Mitarbeiter einsetzen sollte, da sich sonst der Aufwand nicht lohnt.
Für die meisten Mitspieler waren allerdings die Verkaufsleiter einen genaueren Blick wert, zumal man mit Zukauf weiterer Stände viele Punkte am Spielende bekommen kann.

Wenn man sich an eine dieser Umsetzungen wagt, sollte man aber durchaus in Betracht ziehen nicht nur einen sondern zwei Arbeiter (sofern möglich) einzusetzen. All diese schöne hier aufgeführte Theorie hat aber einen Haken, denn auch mit dieser Erweiterung sind die finanziellen Mittel eng und ermöglichen nicht jede Wunschaktion.

Interaktion:

Wie auch im Basisspiel ist der Interaktionsfaktor hoch, schließlich spielen immer noch die Tiere auf dem Wagen die wichtigste Rolle im Spiel. Abhängig von den Arbeitern ist man noch zielstrebiger, bestimmte Plättchen zu holen, wenn nötig auch über die Angebotstafel.
Gerade bei voller Runde wird es aber immer schwieriger, sein Wunschplättchen zu ergattern.

Glück:

Viel Management und Planung, aber immer noch sehr viel Glück ist bei „Boss“ vorhanden!
Gerne riskiert oder mutet man sich mit dieser Erweiterung zu viel zu und wird am Ende bestraft. Das Ziehen der Plättchen ist nach wie vor ein glücksbetontes Spielablaufelement, so dass man nie weiß, was am Ende auf dem Wagen landet.
Vorsichtiges Agieren unter Abwegen von Risiken hat Priorität.

Packungsinhalt:

Da war doch was!
In der Erweiterung exotic haben wir uns über das komische Puzzleteil der Urwaldtafel gewundert und der Autor hat uns verraten, dass dieses Teilchen sicherlich noch einen Partner findet. Das Teil schließt sich mit der Bürotafel von „Boss“ und rundet die ganze Sache ab.
Die Plättchen und das restliche Material fügen sich perfekt in die bisherigen Ausgaben ein und mit durchaus viel Material kann man bei einem Preis von ca. 15 Euro auch mehr als zufrieden sein.

Spaß:

Nicht jede Erweiterung oder Ausgabe hat uns bisher überzeugt, doch mit „Boss“ kommt wieder etwas mehr Abwechslung hinzu und mit Arbeiter wird das Spiel noch spannender.
Jedem Spieler bleibt es selbst überlassen, wie viel Risiko er eingeht und inwieweit er die Bürotafel nutzt. Zu Zweit entwickelt sich ein harter Zweikampf und bei mehr Spielern wird das Angebot an weiteren Tieren und Ständen auf der Angebotstafel schnell knapp.
Spaß machten dabei alle Runden und verlaufen auch trotz zusätzlichen Materials recht flüssig. Selten blieb es auch bei einer Runde „Boss“, zumal das Spiel mittlerweile auch etwas Aufbauarbeit verursacht welche man gerne in Kauf nimmt.
Toll ist wieder einmal die Möglichkeit, sowohl Zooloretto oder auch Aquaretto zu nutzen, wobei die wahren Fans dieses Spiels sicherlich schon beide Ausgaben besitzen.

s Meinung:

Nicht jede Ausgabe oder Erweiterung sorgte bei uns für hohen Spielspaß, doch mit „Boss“ bieten sich wieder sehr attraktive Spielmöglichkeiten, die Spaß machen.
Mit Spenden, einer Angebotstafel und insbesondere der Bürotafel für Arbeiter fühlt man sich schon fast wie ein Direktor, der überall Hand anlegen kann und beim Aufbau des Zoos das letzte Wort hat. Gerade die Idee, Spendensammler, Verkaufsleiter, Einkäufer und Pressesprecher einzustellen macht das Spiel immer mehr zu einer Simulation, die leider wieder früh zu Ende geht. Langsam entwickelt sich das Spiel immer mehr und wir sind gespannt ob irgendwann auch noch Aktions- und Anschaffungskarten a la Agricola folgen werden. Wir würden uns auf jeden Fall sehr freuen!
Insgesamt gesehen ist es mit dieser Erweiterung aber immer noch ein Familienspiel und geübte Zooloretto- oder Aquaretto-Spieler sollten es auf jeden Fall ausprobieren.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an ABACUSSPIELE für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
7 von 10
Noch mehr Möglichkeiten zu taktieren!
INTERAKTION
7 von 10
Weiterhin sehr hoch aufgrund der Auslage in jeder Runde!
GLÜCK
7 von 10
Zu Zweit etwas geringer, da mehr Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen!
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Passt sich ideal den bisherigen Ausgaben an!
SPAß
7 von 10
Überzeugt durch Arbeiter und weitere Ideen!
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
"Arbeiter, Sponsorentafel und Angebotsplättchen machen das Spiel mit Zooloretto oder Aquaretto spannend und attraktiv."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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Donnerstag 13.01.2011

Spieltest: Zooloretto Erweiterung Boss

Nachricht von 07:18 Uhr, Jörg, - Kommentare

Seit 2007 berichten wir in regelmäßigen Abständen über das damals gewählte Spiel des Jahres Zooloretto. Seit dieser Zeit haben wir nicht nur etliche kleine und große Erweiterungen ausprobiert, sondern... ...