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Details
Verlag/Autoren/Illustratoren:
Genres:
Wortspiele, Kinderspiel, Lernspiel

Spielmechaniken:
Kommunikation, Lernen

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
1 bis 6 Spieler

Spielzeit:
15 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 9 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 15.02.2011 - von Jörg

Wortwal


Vorwort:

Vor einiger Zeit haben wir uns bereits mit Lernspielen, im speziellen mit „IQ-Spiele“ beschäftigt. Nicht immer war unser Ergebnis dieser Spiele positiv, was der Verlag durchaus sportlich nahm. Da uns das Thema Lernspiele aber auch Kinderspiele in den letzten Monaten immer stärker begleitet, haben wir uns dieses Mal das Spiel „Der Wortwal“ von IQ-Spiele angesehen. Das hatte natürlich seinen Grund, denn dieses Spiel wurde beim Deutschen Lernspielpreis 2010 in der Kategorie „ab 9 Jahre“ nominiert. Gewonnen hat ein ganz anderes Spiel, nämlich „Creationary“ von Lego, doch wirklich vergleichen kann man die beiden Spiele nicht.
Gleichzeitig haben wir uns etwas mehr mit dem Verlag beschäftigt und in Essen 2010 das eine oder andere Video aufgenommen. Bereits im Vorfeld von „Der Wortwal“ findet man interessante Informationen, die es uns erleichtern soll, eine Ziel- und Spielgruppe hierfür zu finden.

Auf der Homepage des Verlags ist zum Spiel folgendes hinterlegt:
„Wr fndt gnz schnll pssnd Bchstbn? Sprache ist im Gehirn silbisch abgespeichert. Zum fließenden Lesen braucht es keine Vokale (a,e,i,o,u)! Bei diesem Reaktionsspiel für die ganze Familie gewinnen Wortakrobaten, die blitzschnell die Buchstaben zu sinnvollen Wörtern ergänzen.“
Der Verlag verspricht uns
>Konzentration, Aufmerksamkeit und Spannung
>für die ganze Familie ein großer Spaß und eine tolle Herausforderung
>schnell erklärte Spielregeln, sofort spielbar, für bis zu 6 Spieler

Was wir dazu brauchen, bzw. dabei lernen ist Wortschatz, Sprachgefühl und Sprachkompetenz.

Geeignet ist das Spiel lt. IQ-Spiele aber nicht nur für Familien mit Kindern, sondern auch für Spieler, Lehrer und Therapeuten.

Doch genug der Worte, schauen wir uns das Spiel mit Kindern im Grundschulalter etwas genauer an.

Ziel des Spiels:

Willi der Wortwal taucht gerne in den Tiefen des Wörtermeeres unter, doch beim Auftauchen und dem Ausblasen einer Fontäne hat er leider die Vokale vergessen.
Die Spieler müssen nun die Buchstaben um geeignete Vokale ergänzen, so dass sich daraus sinnvolle Wörter ergeben.

Spielaufbau:

Die 36 blau und rot umrandeten Karten werden getrennt voneinander gemischt und so weit möglich gleichmäßig an alle Spieler verteilt.
Jeder Spieler hat dadurch zwei verdeckte Stapel vor sich liegen. Auf der Rückseite erkennt man die Vokale.

Spielablauf:

Die linke Hand des (Start-)Spielers zieht die oberste Karte vom linken Stapel und die rechte Hand die oberste Karte vom rechten Stapel und dann beginnt das Spiel.
Die Karten werden gleichzeitig aufgedeckt und in die Tischmitte gelegt, so dass jeder die Buchstaben gut sehen kann.
Der Spieler, der zuerst ein Wort nennt, welches aus den abgebildeten Buchstaben (Konsonanten) besteht, gewinnt die beiden Karten.
Für das Wort gelten folgende Bedingungen:
>es dürfen beliebig viele Vokale, vor, zwischen und hinter die abgebildeten Buchstaben der beiden Karten hinzugefügt werden
>Die Reihenfolge der Karten ist egal
>Es dürfen keine Konsonanten weggelassen oder hinzugefügt werden
>Es gelten alle Wörter des aktiven Wortschatzes

Der Spieler, der die Karten aufdeckt darf nicht mitraten!
Ist auf einem Wortwal der ausliegenden Karte ein goldener Flussring zu sehen, gewinnt der Spieler, der als Erster „Ahoi“ ruft. Beim nächsten zu sehenden Ring müssen die Spieler „Ehoi“, „Ihoi“, „Ohoi“ und dann „Uhoi“ rufen.

Wenn alle Karten verteilt wurden ist das Spiel zu Ende. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Karten.

Strategie:

Strategie findet man hier nicht vor, es geht ums Lernen und um Schnelligkeit beim Nennen eines Wortes.

Interaktion:

Man muss schon genau auf die Karte (Ist dort ein Ring?) und auf die Buchstaben schauen, um mit seiner Antwort möglichst schneller zu sein als ein Mitspieler.

Glück:

Jeder kennt die Vokale und falls nicht, wird man sie in diesem Spiel kennen lernen. Im Kopf geht man einfach die möglichen und insbesondere passenden Wörter durch, bevor man sich schnell entschließt, ein Wort zu nennen.

Packungsinhalt:

Viele IQ-Spiele erkennt man an der roten Schachtel, was auch bei „Der Wortwal“ der Fall ist. Gleichzeitig sollte man als Interessierter einen Blick auf den linken oberen Rand werfen, da damit die Spiele nochmals kategorisiert werden. Hier ist es „Hören und Sprechen“.
Die Idee mit einem Wortwal, der Buchstaben nur teilweise ausspuckt, ist toll und wird auch auf den Karten gut angezeigt. Sinnvoll finden wir auch die Rückseite der Karten, auf der die Vokale hinterlegt sind. Das Material passt und auch die etwas dünne Anleitung reicht völlig aus.

Für dieses Lernspiel bezahlt man im Handel ca. 10 Euro. Ein guter Preis!

Spaß:

„Der Wortwal“ hat sich in unseren Runden nicht als das gefragte Spiel an einem Spielenachmittag oder –abend erwiesen. Es hat sich aber in anderen Fällen gezeigt, dass bei uns in Gruppen im Grundschulalter durchaus spannende und schnelle Runden entstehen können, die gleichzeitig mit Spaß verbunden sind.
Doch Vorsicht, nicht jedes Kind hat sich nach der Schule noch gerne mit Wortspielen befasst. Kinder sind nicht blöd und manch ein Kind will lieber „spielen“ anstatt sich mit Vokalen zu befassen. Die Situation, wann man spielt und mit wem man spielt, ist entscheidend! Beherzigt man diese Aussagen, wird man ein gutes Lernspiel vorfinden, indem vielleicht auch die Eltern durchaus ihren Spaß haben.


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