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Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2008

Anzahl der Spieler:
3 bis 6 Spieler

Spielzeit:
20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 21.05.2009 - von Andreas

Street Paintball



“Paintball“ ist ein Mannschaftssport, bei dem das gegnerische Team mit Hilfe von Luftdruckwaffen und Farbmunition abschießen muss. Getroffene Spieler müssen bei einem Treffer das Spielfeld verlassen. Den Namen hat “Paintball“ durch die verwendete Farbmunition erhalten. Man schießt hierbei Kaliber 0.68 (17,3 mm) mit Lebensmittelfarbe gefüllte Gelatinekugeln. Die Waffen (in der Fachsprache „Markierer“ genannt) schießen diese mit Gasdruck heraus. Grundsätzlich handelt es sich hierbei nicht um ein Kriegsspiel und es ist z.B. verboten mit Tarnanzügen zu spielen. Paintball dient dem Spaß und der Gruppenübung, man muss sich hierbei gut koordinieren, braucht Konzentration und Zusammenhalt. Leider wird der Sport immer wieder angeprangert, vor allem wenn gerade irgendwo wieder ein Amoklauf stattgefunden hat und so wird Jahr um Jahr immer wieder diskutiert ob Paintballspielen verboten werden soll (wie auch die „Killercomputer“ Spieler). Cliquenabend war selbst schon auf einem Paintballplatz und wir hatten viel Spaß, aber hierzu vielleicht anderes Mal mehr. Thomas Jansen hat Paintball nun auch auf den Gesellschaftsspieltisch gebracht mit seiner Spielneuheit 2008 “Street Paintball“. Hierbei handelt es sich allerdings um illegales Paintballspielen, mitten auf der Straße, na wenn dass die Polizei mitbekommt…. Wir haben uns wie wild im Wohnzimmer abgeschossen und berichten euch nun über den „legalen“ Gesellschaftsspielspaß. Ziel des Spiels Wer am Ende noch am meisten Teammitglieder besitzt gewinnt das Spiel.

Spielaufbau:
Jeder Spieler sucht sich eine Spielfarbe aus und erhält seine sechs Teamkollegen (Spielkarten die als „Lebensmarker“ fungieren) sowie das passende Wurfbällchen. Alle Spielkarten werden gut gemischt und jeder erhält einen gleichhohen Kartenstapel. Spielen weniger Spieler mit müssen Karten aussortiert werden und eine Kartenfarbe kommt aus dem Spiel. Zu diesem Zweck besitzen manche Karten einen lila, rosa oder grünen Punkt in der linken oberen Ecke, so kann man diese leichter heraussuchen (siehe letzte Seite der Anleitung „Spiel für 3,4 oder 5 Spielern). Jetzt werden die Bälle vor jeden Spieler so platziert, dass jeder alle Bälle erreichen kann.

Spielablauf:
Der jüngste Spieler beginnt. Er dreht die erste Karte seines Stapels um, hierbei muss er sie allerdings so umdrehen, dass nicht er sie zuerst sieht, sondern alle anderen. Jetzt sehen alle Spieler diese Karte und müssen dementsprechend reagieren. Nachdem danach eine Wertung stattgefunden hat dreht der nächste Spieler eine Karte um usw..

Die Kartentypen - Paintballspieler - Passant - Zweikampf - Weapon drop - Medic - Polizei! Ist auf der Karte ein Mensch abgebildet der eine Waffe in der Hand hält handelt es sich hierbei um einen Paintballspieler. Jetzt heißt es schnell reagieren. Je nach dem welche Farbe das Shirt des Paintballspielers besitzt, habt ihr ein anderes Ziel. Ist es die Farbe eines Mitspielers, schnappt ihr euch schnell euren Ball und werft diesen ab (bitte nicht ins Gesicht, die Brust ist ein gutes Ziel). Ist es eure eigene Farbe, versuchen euch alle anderen abzuschießen und ihr müsst es verhindern (das gleiche versucht natürlich euer Mitspieler auch, wenn ihr ihn abschießen wollt). Um den Abschuss zu verhindern heißt es schneller als die Mitspieler zu reagieren und ihnen die Bälle klauen (Wichtig: Nur mit einer Hand spielen!). Hat man es geschafft mehr als die Hälfte der Bälle zu grapschen wird man nicht getroffen. Wurde man jedoch von der Hälfte der Bälle oder mehr erwischt verliert man ein Teammitglied. Hierfür dreht man eine seiner sechs Karten um. Achtung: Manche Paintballspieler tarnen sich als Passant, sie besitzen eine Waffe verstecken diese aber. Hier sieht man dann nur ein wenig von der Waffe (z.B. den Lauf hinter dem Rücken, oder dem Ohr). Achtung 2: Manche Paintballspieler wurden angeschossen, sie haben einen großen Fleck auf ihrem Shirt, der eine andere Farbe hat. Es gilt aber immer die Farbe des Shirts, nicht des Flecks, lasst euch also nicht ablenken! Achtung 3: Ist eine Spielerfarbe nicht mehr im Spiel (Spieler ausgeschieden) darf man auch nicht mehr reagieren! Sonst kostet es ein Teammitglied. Passanten haben mit eurem Street Paintball nichts zu tun. Sie dürfen nicht abgeschossen werden. Leider sehen sie aber genauso aus wie die Paintballspieler, einziger Unterschied sie tragen keine Waffe. Reagiert man auf einen Passanten (grabscht seinen Ball oder versucht alle Bälle zu bekommen), verliert man ein Teammitglied. Ab und an kommt es zu einem Duell. Auf der Karte sind zwei Spieler mit ihren Farben abgebildet. Nun heißt es wer von den beiden zieht schneller. Derjenige der zuerst getroffen wird verliert ein Teammitglied. Achtung: Auch hier gibt es Karten mit großen Flecken auf den Shirts. Achtung 2: Ist eine Spielerfarbe nicht mehr im Spiel (Spieler ausgeschieden) darf man auch nicht mehr reagieren! Sonst kostet es ein Teammitglied. Ist man mit den Nerven so gespannt, verliert der ein oder andere Spieler auch schon mal seine Waffe. Diese „Weapon drop“ Karte erkennt man daran, dass eine Waffe auf den Boden liegt und ein Kopf links zu sehen ist. Jetzt gilt es wieder schnell zu reagieren. Ist es die eigene Waffe (erkennbar an der Farbe der Waffe) muss man seinen Ball möglichst schnell aufheben. Ist es eine fremde versucht man sich diesen Ball so schnell wie möglich zu krallen. Gelingt es einem fremden Spieler den Ball aufzuheben, verliert der Waffenbesitzer ein Teammitglied. Zusätzlich darf derjenige der den Ball aufgehoben hat auch noch einen anderen Spieler als den Waffenbesitzer abwerfen (auch dieser verliert ein Teammitglied). Natürlich kann man ein Teammitglied auch wieder zurück gewinnen und zwar mit dem Medic. Seht ihr einen abgebildeten Arzt (weißer Kittel mit rotem Kreuz) heißt es schnell seinen Ball schnappen und mit diesem auf die Karte gehen. Wer als erstes mit dem Ball in der Hand die Karte berührt, bekommt ein Teammitglied wieder zurück. Und jetzt das fieseste: Ihr spielt hier illegales Street Paintball, das sieht die Polizei gar nicht gerne. Ist irgendwo auf der Karte ein Polizeihubschrauber abgebildet, dürft ihr nicht reagieren. Tut ihr es trotzdem verliert ihr ein Leben. Der Polizeihubschrauber ist manchmal sehr fies versteckt und man sieht nur wenig von ihm. Trotzdem ist er gültig! Also Augen auf! Das Spiel endet sobald der Kartenstapel einmal durchgespielt wurde, wer am meisten Teilnehmer übrig hat gewinnt. Es ist auch möglich ein Turnier über mehrere Runde zu spielen, dann erhält jeder soviel Punkte wie Teilnehmer von ihm überlebt haben.

Strategie:

Strategische Gedanken gibt es hier nicht – hier gibt es nur reines Adrenalin und Reaktion wie ein Wiesel.

Interaktion:

Bei jeder Karte heißt es Konzentration und wenn möglich schnell reagieren. Kommunikation gibt es im Spiel sonst nicht, dafür ist keine Zeit.

Glück:

Glück ist hier eigentlich nicht existent. Einzig allein Momente wo einer zu schnell reagierte und einem abgeworfen hat, obwohl ein Polizeihubschrauber zu sehen war können glücklich verlaufen, weil man vielleicht reagieren wollte, aber nicht so schnell war.

Packungsinhalt:

36 Teamkarten, 107 Spielkarten und 6 Bälle (mancherorts hat man diese schon als Massagebälle gesehen). Das Ganze in einer Spielschachtel, die stabil ist, aber das Inlay ist sehr schlecht verarbeitet. Auch die Spielgrafiken sind nicht gerade sehr professionell gezeichnet und wirken im Vergleich zu den Arbeiten von Menzel und Co. geradezu stümperhaft. Das Ganze hat dann auch noch einen sehr stolzen Preis von 25 Euro. Klingt viel, die Frage ist was bekommt man also wirklich für sein Geld: MEGA SPASS (siehe nächster Abschnitt)

Spaß:

Das Material mag sicherlich nicht gerade glänzen, der Spielspaß ist aber bombastisch. In Essen haben wir uns gekringelt vor Lachen und seitdem sind viele Spielrunden vergangen. Nahezu jeder, dem wir das Spiel zeigten, wollte es danach kaufen. Street Paintball ist das perfekte Beispiel, das am Ende der Spielspaß zählt und der ist hier einfach super. Kaum eine Runde gespielt, wird auch schon die nächste angeleutet. Vermutlich würden detailreichere Grafiken das Spiel sogar schlechter machen… da sie zu sehr ablenken.

`s Meinung:

So wenig Spielmaterial, so viel Spaß. Unglaublich was Thomas Jansen hier geschaffen hat ist vollkommener Spielespaß. So gut wie jede Spielgruppe war von dem Abwerfspiel sofort angetan. Einziger Nachteil, man muss sich ständig bücken und nach den Geschossen suchen. Somit unser Typ: Nicht zu doll werfen und mehr auf den Bauch (da bleiben sie im Schoss liegen). Leute die Reaktions- und Funspiele mögen müssen hier einfach zugreifen.
Kaufnachteil: Das Spiel ist nicht so einfach über den Fachhandel zu beziehen am besten kauft ihr es über Elven Ear Games direkt (http://www.elveneargames.nl).

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

Vielen Dank an Elven Ear Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
1 von 10
Nix Strategie. Hirn aus Reaktion an!
INTERAKTION
1 von 10
Ruhe, gekichert wird nach dem Schuss.
GLÜCK
2 von 10
Eigentlich kein Glück.
PACKUNGSINHALT
4 von 10
Nix überragendes, bis auf die Bälle.
SPAß
10 von 10
Gigantischer Spielspaß.
GESAMT-
WERTUNG:
8/10
"Der totale Reaktionspartyknüller, wenn hier noch etwas am Spielmaterial gefeilt wird wäre es Top!"
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

`s Meinung:

Wieder einmal ein Spiel, was mit hohem Spielspaß und sehr ungewöhnlichem Spielablauf punkten kann. Dabei ist es gar nicht so einfach das Spiel im Handel zu bekommen, oder man bestellt es direkt beim Verlag in Holland. Keine Sorge, deutsche Übersetzungen liegen bei und das Material ist sprachunabhängig.
Als Reaktions-, Party- und Kartenspiel, schließlich dominieren die Karten in diesem Spiel, ist es aus unserer Sammlung nicht mehr wegzudenken. Neben den Karten gibt es aber auch Bälle, schließlich muss man aufgrund diverser Karten anderer Mitspieler abwerfen. Leider muss man sich dann oftmals bücken, aber hey, etwas Sport könnte dem einen oder anderen Spieler doch auch einmal gut tun, oder?

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

STRATEGIE
0 von 10
Nicht vorhanden!
INTERAKTION
5 von 10
Abwerfen hat durchaus was mit Interaktion zu tun!
GLÜCK
4 von 10
Schnelligkeit erforderlich!
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Ausreichend gutes Material!
SPAß
8 von 10
Spaß bis zur letzten Karte!
GESAMT-
WERTUNG:
8/10
"Verrückte Spielidee! Perfekt für ein Partyspiel! "
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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vorstellung vom 20.05.2009

SPIEL 2008 - Interview mit Thomas Jansen zu Street Paintball


Video zum herunterladen: hier

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