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Details
Verlag/Autoren/Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Vielspielerspiel, Wirtschaftsspiel, Jüngere Vergangenheit, Verbindungsspiel, Strategiespiel

Spielmechaniken:
Verbinden, Mehrheiten, Aktionspunkte

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
3 bis 5 Spieler

Spielzeit:
45 - 90 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 07.01.2011 - von Jörg

Hansa Teutonica - Die Ost-Erweiterung


Vorwort:

„Strategiespiel der Extraklasse! Ob zu Zweit oder mit mehr Spielern hoher Spielspaß!"
So lautete unser Urteil zum Basisspiel Hansa Teutonica, welches wir euch 2009 vorgestellt haben.
Noch heute spielen wir gerne eine Partie Hansa und konnten in den letzten Wochen weitere Spieler von diesem Spiel überzeugen.
In diesem Bericht wollen wir euch die Erweiterung, die streng genommen aus zwei Teilen besteht etwas näher vorstellen. Ob sich das Spiel dadurch verbessert, verschlechtert oder genauso gut spielt, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Ziel des Spiels:

An den Ziel- und Siegbedingungen hat sich nichts geändert. Die Spieler versuchen weiterhin Verbindungen zu Städten zu knüpfen, um am Ende die meisten Punkte vorweisen zu können.

Spielaufbau / Spielablauf:

Sofern man sich mit Teil 1 der Erweiterung befasst benötigt man den Originalspielplan von Hansa Teutonica und das entsprechende Spielmaterial.
Hinzu kommen neun Karten die gemischt werden. Jeder nimmt sich eine Karte, die man bis Spielende vor anderen Spielern geheim hält. Die restlichen Karten werden nicht benötigt.
Auf jeder Karte erkennt man drei Städtenamen. Die Namen auf den oberen zwei Städten kommen auf zwei weiteren Karten vor, die dritte Stadt ist nur auf dieser Karte vertreten.
Bei Spielende bekommen die Spieler je einen Prestigepunkt pro auf der Karte verzeichneten Stadt, in der sie mit mindestens einer Niederlassung vertreten sind. Gelingt es einem Spieler in allen drei Städten die meisten Niederlassungen bzw. bei einem Gleichstand die höherwertige Niederlassung zu besetzen, bekommt man weitere fünf Prestigepunkte. Somit könnte die Karte am Ende bis zu acht zusätzliche Prestigepunkte einbringen.

Im zweiten Teil dieser Erweiterung wird der neue Spielplan genutzt. Das restliche Material nimmt man aus dem Grundspiel.
Auf dem neuen Plan erkennt man u.a. die Stadt Waren, welche gleich zwei Eigenschaften zum Weiterentwickeln vorweist, sowie weitere (gelb)-grüne Städte, die durch ein Banner gekennzeichnet sind. Streng genommen kann in diesen Städten keine Niederlassung gegründet werden.
Dies ist nur möglich wenn man den Bonusmarker „zusätzliche Niederlassung“ oder den Bonusmarker „Grüne Stadt besetzen“ verwendet.

Als weitere Zugabe gibt es eine Seehandelsroute zwischen den Städten Leipzig und Danzig, wobei es anstatt Leipzig in der Anleitung Lübeck heißen muss. Wie im Grundspiel hat man hier die Möglichkeit, Extrapunkte (7-4-2) zu kassieren.

Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf die Dauerhaften Bonusmarker, die mit dem Spielplan verankert sind. Folgende Marker gibt es:
>Zwei beliebige Händlersteine versetzen
>Eigenschaft Privilegium weiterentwickeln
>(Gelb-)Grüne Stadt besetzen
>Zwei Händlersteine einsetzen

Strategie:

Sofern man den ersten Teil der Erweiterung verwendet, besteht anfangs die Gefahr, dass man sich zu sehr auf die Auftragsstädte konzentriert. Man sollte lieber nach gewohntem Muster spielen und nur wenn sich die Situation ergibt und es auch Sinn macht, eine Niederlassung setzen.

Beim zweiten Teil der Erweiterung wird schnell deutlich, dass der Stadt Waren eine besondere Bedeutung zukommt, gerade weil man dort zwei Weiterentwicklungsmöglichkeiten hat. So war es eigentlich kein Wunder, dass sich in unserer ersten Partie ein Spieler gleich mit einer Niederlassung dort eingenistet hat und das Spiel aufgrund des Überschreitens der 20 Punkte Marke schnell für sich entscheiden konnte. In weiteren Partien haben alle Spieler genau geschaut, wem sie wann und insbesondere wie oft Punkte überlassen. Das Spiel wurde schnell ausgeglichener und am Ende immer eng und spannend. Die Ost-West-Verbindung wurde dabei eher selten angetastet, sondern eher die Punkte in Königsberg favorisiert. Platz genug bietet der Plan auf jeden Fall, so dass man seinem Netzwerk auch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.

Interaktion:

Das Spiel weist auch mit dieser Erweiterung einen hohen Interaktionsfaktor auf. Die Spieler kommen sich eigentlich immer in die Quere oder verdrängen sich gegenseitig. Selten hat man Zeit für eine Verschnaufpause, da man auch die Mitspieler mit ihren Aktionen und möglichen Strategien gut im Auge haben muss.

Glück:

Glücksfaktoren findet man kaum, zumal alles von den ausgewählten Aktionen der Spieler abhängt. Fehler werden allerdings schnell bestraft und können je nach Situation auch weit reichende Folgen haben.

Packungsinhalt:

Die Erweiterung wird nicht in einer Spielschachtel, sondern eingeschweißt geliefert. So muss man Spielplan, Anleitung und die 9 Karten im Grundspiel verstauen.
Die Anleitung ist kurz und übersichtlich. Einem schnellen Spieleinstieg steht somit nichts im Wege. Preislich bewegt sich diese Erweiterung bei ca. 12 Euro was ein sehr guter Preis ist!

Spaß:

Zurück zu unserer Einstiegsfrage: Wird Hansa Teutonica – Die Ost-Erweiterung attraktiver oder eher schlechter. Keins von beiden wie wir finden!

Mit dem neuen Plan sind nur Partien ab drei Personen möglich, was uns nicht weiter stört. Der Spielplan aber auch die Karten sind attraktiv und lohnen sich auf jeden Fall!
Die Erweiterung ist somit genauso attraktiv wie das Grundspiel und bietet mit dem neuen Plan und der attraktiven Stadt Waren viele taktische Finessen. Somit würden wir in punkto Strategiefaktor sogar noch einen weiteren Punkt vergeben, wobei wir hier ja schon fast an der Obergrenze angelangt sind. Schon aus Sicht des guten Preises muss man als Hansa Teutonica Fan nicht lange überlegen und sollte sich gleich die Erweiterung kaufen.
Uns machen die Karten und der neue Spielplan sehr viel Spaß und so konnten wir dadurch auch neue Fans für das Spiel gewinnen.


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