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Details
Verlag/Autoren/Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Familienspiel, Abstraktes Spiel, Logikspiel, Verbindungsspiel

Spielmechaniken:
Gebiete kontrollieren, Handmanagement, Mehrheiten

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
2 Spieler

Spielzeit:
20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
6.5/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 07.03.2011 - von Andreas

Kahuna


Vorwort:

Der Kosmos Verlag ist in Spielerkreisen für vieles bekannt (z.B. Siedler von Catan, thematische Buchspielumsetzungen). Spielkenner sagt auch die Kosmos-2er-Spielreihe etwas, denn hier finden sich seit einigen Jahren gut funktionierende und thematisch gestaltete Zweipersonenspiele. Kahuna ist erschien in dieser Reihe 1998 und ist ein taktisches Legespiel auf den Südsee-Atollen.

Die Klassiker dieser Reihe, und dazu gehört auch Kahuna, erscheinen nun in einer Metallbox. Das Spiel ist dabei gleich geblieben, aber vielleicht kennt es ja der eine oder andere Leser noch nicht? Nun das haben wir uns gedacht. Deswegen haben wir uns die Spielidee für euch nochmal angesehen.

Spielziel:

Zwei pazifische Kahuna Priester wollen herausfinden wer der Mächtigere ist. Um dies zu beweisen, versuchen sie möglichst viele Insel-Atolle zu erobern. Wer nach drei Wertungsrunden die meisten Punkte gewonnen hat gewinnt die Vorherrschaft über das Inselreich.

*Auweia*

Hoffentlich herrscht der Priester dann gnädig.

Spielaufbau:

Der Spielplan wird gut sichtbar zwischen die Spieler gelegt. Jeder erhält seine Holzstäbe und runden Marker. Die Inselkarten werden gemischt und je drei an die Mitspieler verteilt. Drei weitere werden offen neben den Spielplan bereit gelegt und die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Nun wird noch ein Startpriester auserkoren und es beginnt – Der Kampf um die Inseln.

Spielablauf:

Ist ein Spieler am Zug kann er beliebig viele Karten ausspielen, allerdings zieht man am Ende seines Zuges nur eine Karte nach. Möchte man also Karten sparen, spielt man nur eine oder keine Karte aus und zieht eine Karte nach. Grundsätzlich darf man aber nie mehr als fünf Handkarten besitzen.

Nachdem man eine Karte ausgespielt hat, legt man einen seiner Verbindungsstäbe auf eine freie Verbindung ausgehend von der Insel die auf der Karte genannt wurde. Diese Verbindungsstäbe benötigen wir um die Insel unter unseren Einfluss zu stellen. Sind nämlich mehr als die Hälfte der Verbindungslinien zu einer Insel in unserem Besitz, so stellen wir einen unserer runden Kahuna Marker auf sie. Das gemeine daran kommt aber erst. Nachdem wir dies nämlich getan haben, dürfen wir alle Verbindungsstäbe des Gegners, zu dieser Insel, entfernen. Dadurch kann es natürlich auch zu Kettenreaktionen kommen, da sich eventuell nun auch die Mehrheiten auf der Nachbarinsel ändern.

Es ist auch möglich einen fremden Verbindungsstab zu entfernen. Hierfür muss man allerdings Karten ausspielen, die von diesem Verbindungsstab betroffen sind. Liegt also ein Stab zwischen Insel Jojo und Faaa so sind folgende Kombinationen möglich: Jojo und Faaa, Jojo und Jojo, Faaa und Faaa

Aaaah es gibt die Karten auch doppelt? Jup, jede Insel ist auf exakt zwei Karten abgebildet.

Seinen Zug beendet man mit dem Nachziehen einer neuen Inselkarte. Hierbei nimmt man entweder eine der drei offen liegenden Karten oder die oberste vom Nachziehstapel. Es ist auch möglich keine Karte nachzuziehen (wenn der vorherige Spieler eine gezogen hat) um die Spielphase etwas zu verlängern.

Wie verlängern? Naja, es kann nämlich gut sein, dass es aktuell nicht so gut aussieht auf den Inseln und wenn keine Nachziehkarten (offen und verdeckt) mehr ausliegen kommt es zur Zwischenwertung. Die Spieler zählen ihre Kahuna Steine auf dem Brett. Bei Gleichstand passiert nichts. Besitzt jedoch ein Spieler mehr Inseln so erhält er in der ersten Zwischenwertung einen Punkt, in der zweiten Zwischenwertung zwei Punkte und in der Endwertung sogar die Differenz an Inseln als Punkte.

Nach jeder Wertung werden die Inselkarten neu gemischt wobei die Handkarten beibehalten werden.

Spielende:

Das Spiel endet entweder nach der Endwertung, wer am meisten Punkte besitzt gewinnt, oder wenn ein Spieler in der zweiten oder dritten Runde keine Kahuna Stäbe mehr auf dem Brett besitzt, dann gewinnt der Gegner.

Varianten:

Den Spielregeln sind 3 Varianten beigefügt. Variante 1 schränkt den Spieler beim legen neuer Verbindungen ein. Steht auf einer Insel ein gegnerischer Kahuna Stein ist sie nämlich tabu. Bei dem wegnehmen einer Verbindung des Gegners, kann man außerdem gleich eine seiner Verbindungen kostenlos an diese Stelle legen (es sei denn ein fremder Kahuna Stein ist vor Ort). Diese Variante macht das Spiel strategischer.

Wird mehr Taktik bevorzugen, bietet sich Variante 2 an. Offen gezogene Karten müssen auch offen vor einem Spieler bis zur Verwendung liegen bleiben.

Variante 3 ist für den speziellen Fall, dass ein Anfänger gegen einen Profi spielt. Hier darf der Anfänger 1-3 Verbindungsstäbe vor Spielbeginn platzieren.

Strategie:

Kahuna ist ein abstraktes Mehrheitenlegespiel. Das knifflige dabei ist, dass es so gut wie immer mehrere Fronten gibt an denen man gerne agieren möchte. Dies setzt voraus das man mit seinen Handkarten gut umgeht und gegeben falls kontert. Wichtig ist auch das Mitzählen der Inselkarten, da ja jede Insel nur exakt zweimal auf den Karten dargestellt ist.

Wenn einem das Spiel zu viel Glücksfaktor enthält kann man diesen mit Variante 1 und/oder 2 deutlich reduzieren. Dies macht das Spiel allerdings auch grüblerischer.

Interaktion:

Ganz am Anfang werden noch die einzelnen Inseln kaum berührt, aber schon nach wenigen Zügen kommt es zum ständigen Schlagabtausch und zu veränderten Mehrheiten. Gerade Kettenreaktionen sorgen für einen hohen Interaktionsfaktor.

Glück:

Das Standardspiel enthält schon ein glückliches Händchen beim nachziehen der Inselkarten. Wobei er nicht zu hoch ausfällt, da ja drei Karten auch immer offen zur Verfügung stehen und man auch mitzählen kann. Spielt man mit den Varianten sinkt der Glücksfaktor beim strategischen Vorausplanen immer mehr. Wobei das Nachziehglück bei allen Varianten vorhanden bleibt.

Packungsinhalt:

Das Spiel erscheint im neuen Glanz, wobei dieser nur die äußere Hülle betrifft. Die Metallbox ist solide, die Regel lässt keine Fragen offen und bietet sogar noch Varianten. Der Preis von 14,99 € ist ein wirklich gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Spaß:

Kahuna erschien im Jahre 1998 hat immer noch nichts von seinem Reiz verloren. Es handelt sich hierbei um ein abstraktes Legespiel, welches genügend taktische und strategische Überlegung bietet. Kombiniert mit etwas Kartenglück entstehen so interessante Partien die bis zum Ende den Spannungsbogen halten.


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