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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Familienspiel, Humor, Kartenspiel, Legespiel, Bluffspiel, Echtzeit-Gleichzeitig

Spielmechaniken:
Geheime Informationen, Gleichzeitiges Handeln, Gleichzeitige Aktionswahl, Laufspiel, Bluffen

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
3 bis 7 Spieler

Spielzeit:
20 - 30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 22.02.2012 - von Jörg

Kalimambo


Vorwort:

Prototypen Events auf Mallorca erweisen sich einfach als perfektes Terrain um neue Spiele zu testen und daran zu feilen. Genau so war es auch bei Karlchen, welches letztendlich unter dem Namen Kalimambo bei Zoch erschienen ist. Regelmäßig landete das Spiel auf dem Tisch und wirklich jeder war von diesem einfachen und witzigen Laufspiel angetan. Doch wie wurde das Spiel produziert und gab es doch noch Regeländerungen?
Genau diese Punkte machen unser Hobby immer wieder spannend, zumal wir oft erst mit Veröffentlichung des Spiels offiziell darüber berichten können, teilweise auch dürfen. Lasst uns aber nicht weiter auf den Scheißhaufen, äh Elefantenhaufen, warten und steigen direkt in das Spiel ein.

Ziel des Spiels:

Als Hobbyforscher sind wir in Begleitung einer neu entdeckten Spezies (genannt „Kali“) auf einem Rundweg unterwegs. Allerdings bringt „Kali“ seinen besten Freund „Mambo“, ein Nashorn, mit, der uns verfolgt und gerne einmal von hinten in den Allerwertesten rammt. Neben diesem Problem lauern auch noch Hindernisse wie ein Elefantenhaufen auf die Spieler, so dass es nicht einfach ist immer auf dem richtigen Feld zu landen. Wem dies nach Ausspielen aller Karten am besten gelingt und dadurch die wenigsten Minuspunkte vorweisen kann, gewinnt.

Spielaufbau:

Jeder Spieler erhält eine Forscherfigur und ein Kartenset (auf die Hand nehmen) in der gleichen Farbe. Der Spielplan, welcher einen Rundweg zeigt, wird in die Tischmitte gelegt. Das Kartenset von Kali wird gemischt und als verdeckter Stapel zur Seite (ggf. auch in die Mitte des Spielplans) gelegt. Das Nashorn setzt man auf ein beliebiges Feld und die Hobbyforscher werden beliebig immer auf ein voran gehendes Feld gestellt. Kali platziert man an die Spitze des Feldes.
Die Elefantenhaufen setzt man etwas versetzt auf freie Felder. Die Namen der Spieler werden auf dem Block notiert und dann kann es losgehen.

Spielablauf:

Jeder hat 12 Karten (identische Kartensets je Spieler) und somit werden auch 12 Runden gespielt. Jeder Spieler wählt sich eine Karte und legt diese verdeckt auf den Tisch. Anschließend werden alle Karten gleichzeitig aufgedeckt, auch die oberste Karte vom Stapel „Kali“.

Die ausgespielte Karte bzw. der angezeigte Wert gibt an, in welcher Reihenfolge die Spielfiguren gezogen werden. Der Spieler mit der höchsten Zahl zieht als Erster und zwar auf das erste freie Feld an der Spitze der Gruppe. Haben mehrere Spieler die gleiche Zahl, zieht zuerst der Spieler, der sich in der Gruppe am weitesten hinten befindet. Wer die „Null“ ausspielt, bewegt sich nicht!

Tritt ein Spieler in einen Haufen, erhält er drei Minuspunkte die man notiert.
Tritt Kali in einen Haufen, erhält der Spieler mit der in dieser Runde kleinsten ausgespielten Zahl drei Minuspunkte. Ggf. sind dies gleich mehrere Spieler.
Sobald ein Forscher oder Kali das Feld unmittelbar vor dem Nashorn verlässt, rennt es los und zwar direkt bis hinter das Feld des letzten Teilnehmers der Gruppe.
Der gerammte Forscher erhält so viele Minuspunkte, wie das Nashorn Felder gerannt ist. Rammt das Nashorn „Kali“, erhält der Spieler mit der in dieser Runde niedrigsten ausgespielten Zahl diese Minuspunkte. Ggf. sind dies gleich mehrere Spieler.
So verläuft jede Runde und nach dem Ausspielen der letzten Karte gewinnt der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Strategie:

Hmm, welche Karte spielt man taktisch aus? So ein Quatsch, denn auch wenn man sehr lange darüber nachdenkt und alle Möglichkeiten im Kopf durchgeht, am Ende kommt es doch ganz anders!

Von Strategie kann somit keine Rede sein.

Interaktion:

Keine Strategie und hohe Glücksfaktoren sorgen für amüsante Runden die durchaus sehr lustig verlaufen können. Entsprechend hoch ist die Kommunikation der Spieler, die eigene Züge und das Rammen des „Mambo“ in des Gegners Popo lautstark verkünden. Schadenfreude ist doch einfach was schönes, doch selten, oder besser gesagt so gut wie ausgeschlossen, schafft es ein Spieler ohne Minuspunkte eine Partie zu überstehen. Man sollte sich somit nicht zu früh freuen.

Glück:

Der Glücksfaktor ist ausgesprochen hoch. Zum einen weiß man nie, welche Karte der Mitspieler wählt und zum anderen sorgt der verdeckte Kartenstapel des „Kali“ für einige Überraschungen.

Packungsinhalt:

15 Euro für dieses Spiel. Hallo, geht’s noch! Das ist ja ein wahres Schnäppchen was so mancher Händler als Preis hierfür angibt.

Mit attraktiven Holzfiguren, qualitativ guten Karten und einer attraktiven Illustration glänzt dieses Spiel, was auch namentlich mit KALI-MAMBO perfekt passt. Die Anleitung mit nur wenigen Seiten und vielen Bildern ist überschaubar, so dass ein Spieleinstieg nach wenigen Minuten möglich ist.

Spaß:

Selten erlebt man ein Spiel, in dem so oft das Spiel S…. in den Mund genommen wird. In der modernen Zeit, in welcher wir leben kein Problem, schließlich handelt es sich um ein Spiel und trotz sehr hohen Glücksfaktoren ist es ausgesprochen witzig. Als Familienspiel, als Absackerrunde oder oder oder… ja, Kalimambo ist für jeden Spieler etwas, der einfach mal 20 Minuten den Alltag vergessen will, um anderen in den Hintern zu treten.
Naja, das übernimmt das Nashorn und die Schadenfreude ist jedes Mal da, wenn es hierfür gleich viele Minuspunkte gibt. Wir haben uns doch alle lieb lautet das Credo vor Spielbeginn und da das Spiel oft überraschende Momente bietet (wieder durch Glück gesteuert) gewinnt am Ende der Spieler mit dem Quäntchen mehr Glück auf seiner Seite. Egal, denn so lange man Spaß damit hat und den haben wir nach wie vor, spielt man immer wieder gerne eine Partie. Umso mehr Spieler, desto besser und lustiger wird das Ganze!


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