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Testbericht vom 19.09.2016 - von Jörg

Hoftheater




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2016

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
40 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
4/10 bei 1 Bewertungen



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vorstellung vom 30.08.2016

Vorstellung: Hoftheater (Bombyx / asmodee)

Vorstellung: Hoftheater (Bombyx / asmodee) from Cliquenabend on Vimeo.

Kurze Werbepause :-) noch 15 Sekunden

Vorwort

Das sieht ja mal cool aus und nach dem erfolgreichen Spiel Shakespeare (Bericht und Video auf unserer Seite) gibt es im Jahr 2016 gleich noch ein Spiel rund um die Aufführung eines Theaters.

Auch hier sind Material und Grafik auf den ersten Blick eine Augenweide, doch kann das Ganze auch spielerisch überzeugen?

Spielablauf:

In dieser Theateraufführung für den König stellt sich nur die Frage ob dieser ein heiteres oder ein dramatisches Stück sehen will. Die Spieler müssen sich im Spielverlauf auf Stimmungsschwankungen gefasst machen, um am Ende mit viel Geld in der Hand alle Erwartungen zu erfüllen und damit das Spiel zu gewinnen.

Zu Beginn wird die Stimmungsschwankung bei der dreidimensionalen Bühne zufällig festgelegt. Dieser Aufbau des Theaters erfolgt einmalig und die Spielschachtel bietet ausreichend Platz, alles am Ende darin zu verstauen.
Über der Bühne erkennt man die Anzeige für Komödie und Tragödie und je nach Szenario wird das Bühnenbild durch Drehung/Zeiger angepasst.

Auf dem zentralen Spielplan sind acht Städte mit aufsteigender Nummerierung hinterlegt. Entsprechende Karten von 1 bis 8 hat jeder Spieler auf der Hand.

Hinzu gesellen sich 7 Karavellen (Flugschiffe die sehr stark an das Spiel Celestia erinnern), sowie drei Impresarios (für das spätere Positionieren auf der Bühne) für jeden Spieler.

Mit etwas Geld (Ecu) in der Hand startet man in die erste von insgesamt acht Runden.

Vor jeder Stadt liegt zu Beginn der Runde (mind.) eine Begegnungskarte und in der ersten von drei Phasen legt der Spieler eine Reisekarte vor sich ab. Gleichzeitig decken dann alle Spieler ihre Reisekarten um und platzieren eine ihrer Karavellen vor diese Stadt.

Es folgt Phase 2, die Begegnung und sitzt ein Spieler alleine vor dieser Stadt handelt er diese Begegnungskarten der Reihe nach ab. Je nach Karte erhält der Spieler Almosen (Ecu), profitiert von früher oder später von einem Gaukler (Karten mit unterschiedlichen Aktionen) oder erhält Schauspieler (Komödien- bzw. Tragödien-Schauspieler).

Einige der Schauspieler führen sofort zu Aktionen (Geld bei einem Mitspieler stehlen, Reisekarten auf die Hand nehmen, Impresario auf die Bühne stellen und Geld kassieren, etc.). Von seinen Handkarten (Schauspieler) darf der Spieler einen ablegen. Dabei steuert der Spieler die Stimmungsanzeige (Komödie bzw. Tragödie) und zwar abhängig vom Wert.
Anschließend legt der Spieler die Schauspieler offen vor sich ab. Das ist quasi sein Ensemble.

Interessant wird es wenn gleich mehrere Spieler zur selben Stadt gereist sind, denn dann werden alle dort liegenden Begegnungskarten abgelegt. Die Schauspieler führen dabei die Stimmung bei der Anzeige durch! Als kleine Entschädigung erhalten die betroffenen Spieler eine Karte „Geheime Bitte“ (max. 3 Karten pro Spieler).

Die vor dem Spieler ausliegenden Gaukler können oft einmal pro Spielzeit eingesetzt werden. Alles Weitere ist auf den Karten angegeben.

Am Ende setzt jeder Spieler seine Karavelle direkt auf die Stadt. Mitspieler können somit erkennen, wo welcher Spieler schon war. Hat ein Spieler am Ende der Phase nur noch eine Karte auf der Hand, erhält er alle Reisekarten und Karavellen zurück.

Ist der Stapel der Begegnungskarten nicht leer, folgt eine neue Runde und dabei wird wieder vor jeder Stadt eine Karte platziert. So liegen unter Umständen im Spielverlauf mehrere Karten vor einer Stadt.
Ist der Stapel leer, ist das Ende einer Spielzeit erreicht. Die Spieler erhalten für jeden Schauspieler, der des Königs Stimmung entspricht, einen Ecu. Zusätzlich gibt es weitere Ecu, wenn insgesamt das Stimmungsbarometer der Schauspieler eines Spieler des Königs Wunsch entsprechen. Der Spieler der hier die meisten Punkte für sich verzeichnen kann erhält sogar den doppelten Betrag. Zum Schluss darf jeder Spieler noch eine Karte „Geheime Bitte“ (sofern vorhanden) ausspielen und werten.

Es folgt eine zweite und letzte Spielzeit, doch zuvor müssen alle Spieler ihre Schauspieler abgeben und das Stimmungsbarometer des Theaters wird wie zu Spielbeginn neu festgelegt.

Mit neuen Begegnungskarten startet man in eine neue und damit verbunden letzte Spielzeit.

Sofern man zu zweit spielt nutzt man gleich zwei Spielerfarben. Beim Auswählen der Reisekarten wird für ein „befreundetes“ Ensemble eine Karte zufällig gezogen! Man könnte sagen, dass der Spieler mit einem neutralen Spieler agieren muss, der etwas Einfluss auf ihn ausübt, denn Begegnungskarten werden für diesen Spieler nicht ausgeführt.

s Meinung:

Hoftheater hat tolle Illustrationen, hochwertige Miniaturen und ein 3D Theater, welches je nach Stimmung des Königs auf der Leinwand als Komödie oder Tragödie erscheint.
Es ist ein Spiel, welches man mit mindestens drei Spielern absolvieren sollte, denn die Krücke im 2-Personenspiel ein weiteres Ensemble zu verwenden, ist völlig daneben.
Das Spiel ist bestückt mit etlichen Glücksfaktoren, so dass man zu fünft auch eine Karte aus seiner Hand ziehen könnte, denn hier lässt sich überhaupt nichts mehr steuern.

Harte Anfangsworte für ein Spiel, bei dem die Spieler Schauspieler ablegen, um am Ende je nach Stimmung des Königs davon zu profitieren. Wenn überhaupt würde ich es nur noch zu dritt spielen, denn zumindest hier hat man noch ein paar taktische Möglichkeiten.
Die Entschädigungskarten „Geheime Bitte“ können sich für einen Spieler als Punktelieferant oder als Niete entpuppen und mit maximal zwei ausliegenden Bitten kann sich hier bereits der Sieger einer Partie heraus kristallisieren.
Das Schlimmste was aber passieren kann ist die letzte (Spiel-)Aktion eines Spielers, der mit Schauspieler auf der Hand die Stimmung des Königs ändern kann. Durch offene Auslage der Schauspieler, kann dieser Spieler das Spiel entscheiden und genau diese Situation hatten wir auch in einer Partie. Frust pur, denn die 40 Minuten Spielzeit waren zuvor nur verlorene Zeit.

Ich bin hier nur am Meckern, doch man darf sich von diesem Spiel nicht blenden lassen. Auch wenn das Ganze für Außenstehende überaus attraktiv wirkt ist der Glücksfaktor einfach zu hoch und ein taktisches Agieren kaum möglich.
Besonders auffallend sind die Erstrundenpartien, da es gar nicht so einfach ist das Spiel (auf die Schnelle) zu erklären. Hier muss man eine „komplette“ Erstrundenpartie spielen, um die die „kleinen“ Chancen und Möglichkeiten für sich zu entdecken.
Nach einer zweiten Partie wird man das Spiel mit Sicherheit noch interessant finden, doch nach etlichen Partien (zumindest bei mir) kommt man nur zu einem Ergebnis: Nicht lohnenswert!

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
4/10
Tolles Material aber zufälliges Agieren mit zu vielen Glückskomponenten!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder








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Dienstag 30.08.2016

Vorstellung: Hoftheater (Bombyx / asmodee)

Nachricht von 20:44 Uhr, Jörg, - Kommentare

Das (Theater-)spiel Shakespeare fand ich schon richtig und jetzt gibt es sogar noch ein zweites Spiel mit dieser Thematik. Das 3D-Theater als Spielelement ist schon einmal richtig cool, doch was taugt... ...

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