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Testbericht vom 28.08.2008 - von Jörg

Verflixxt




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2005

Anzahl der Spieler:
2 bis 6 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen



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regelerklaerung vom 03.09.2008

Verflixxt


Video zum herunterladen: hier

Würfelspiele mit hohem Glücksfaktor gibt es tausendfach auf der Welt. Doch bei der Betrachtung wirklich guter Spiele, bleiben nur noch ein paar hundert übrig. Wenn man dann noch die Spieleranzahl von zwei bis sechs Personen betrachtet wird der Kreis noch kleiner. 2005 schaffte ein solches Spiel mit dem aussagekräftigen Namen „Verflixxt“ fast den Sprung an die Spitze als Spiel des Jahres. Am Ende blieb zumindest die „Nominierung“, was auch als Erfolg zu werten ist. Jeder kennt die Situation: Das Spiel ist fast zu Ende und man fühlt sich schon wie der sichere Sieger! Dann, kurz vor Schluss, noch der entscheidende Zug des Mitspielers …….verflixxt……… jetzt hat er es doch noch geschafft. Tja, man sollte sich nie zu früh freuen und immer die Schlusswertung abwarten! Einfache Spielzüge, raffinierte Abläufe und ein Schuss Glück charakterisieren dieses Würfelspiel, welches wir euch jetzt vorstellen möchten.

Ziel des Spiels:
Mithilfe der Tafeln versuchen die Spieler die meisten Pluspunkte zu ergattern. Wer dies „am Ende“ schafft, ist der Sieger von „Verflixxt“.

Spielaufbau:
Die Plus-, Minus- und Glückstafeln werden wie in der Anleitung abgebildet als Parcours aufgebaut. Am besten beginnt man mit dem Auslegen der Starttafel (dem Starfeld) und arbeitet sich dann bis zur Zieltafel weiter. Hat man alle Plättchen gelegt, nimmt man sich die Wächter (beige Zylinder) und stellt diese auf die angegebenen Tafeln. Am Ende fehlen nur noch die Spielfiguren. Bei 2-4 Spielern erhält jeder drei, bei 5-6 Spielern jeder zwei Figuren, die auf die Starttafel gesetzt werden. Der jüngste Mitspieler bekommt den Würfel.

Spielablauf:
Der Starspieler würfelt und zieht anschließend mit seiner Figur (oder einem Wächter, sofern möglich) um die anzeigte Zahl weit. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Eine eigene Figur kann man immer bewegen.

Einen Wächter darf man nur bewegen, wenn auf „diesem“ Feld mindestens eine „beliebige“ Spielfigur steht. Wenn zwei oder mehr Wächter alleine auf einem Feld stehen, darf keiner bewegt werden, bis wieder eine oder mehrer Figuren dort stehen. Es muss immer soweit gezogen werden, wie die Würfelzahl angibt. Außer beim Zug auf die Zieltafel, hier verfallen die restlichen Werte. Es spielt auch keine Rolle, wie viele Figuren oder Wächter auf einem Plättchen stehen. Sobald eine Spielfigur alleine (ohne Mitspielerfigur und Wächter) auf einem Feld steht und von dort weggezogen wird, muss man sich das dort liegende Plättchen nehmen und „offen“ vor sich ablegen. Anschließend entsteht natürlich eine Lücke im Parcours. Im Verlauf des Spieles werden diese Lücken beim Ziehen der Figuren übersprungen. Wenn größere Lücken entstehen, sollte man einfach die restlichen Plättchen etwas zusammenschieben.

Das Spiel endet erst, wenn „alle“ Figuren ins Ziel gezogen wurden. Es kann also passieren, dass ein Spieler am Ende alleine mehrere Züge ausführt. Dann folgt die Wertung:
>Eine Plustafel bringt so viele (Plus-)Punkte wie abgebildet sind.
>Eine Minustafel bringt so viele (Minus-)Punkte wie abgebildet sind.
>Eine Glückstafel „wandelt“ am Ende die höchste Minustafel in Pluspunkte um! Bei mehreren Glückstafeln werden die höchsten Minustafeln umgewandelt. Wer mehr Glückstafeln als Minustafeln hat, für den verfallen die übrigen Tafeln mit dem Glücksbringer!

Wem das nach vielen Runden zu langweilig wird, nutzt eine der „fünf“ in der Anleitung aufgelisteten Varianten: Eine der Varianten möchten wir euch kurz darstellen, da diese für weitere Spiele sehr sinnvoll ist:
Variante Nr. 1: >Die 32 Wegekarten werden in anderer Zahlenreihenfolge oder beliebig ausgelegt!

Strategie:

Umso weniger Spieler teilnehmen, desto strategischer kann man auch ziehen. Aufgrund der Tatsache, dass man nicht nur mit seinen eigenen Figuren zieht, sondern auch die Wächter (sofern möglich) nutzen darf, macht das Spiel nicht zu 100% zu einem Glücksspiel. Denn das Vermeiden von Minuspunkten hat anfangs höchste Priorität. Hierzu nutzt man gerne die Wächter die einem hoffentlich helfen, solche Felder zu überwinden, oder auch gerne bereitstehen, wenn man auf keinen Fall mit seiner Figur fahren will. Doch im Verlauf des Spieles (insbesondere wenn man schon Glückstafeln besitzt) hofft man auch auf die eine oder andere Minustafel. Ab fünf Spieler wird das Spiel sehr unübersichtlich, was jetzt hier nicht negativ verstanden werden soll. Nein, damit sind die strategischen Möglichkeiten gemeint. Es gibt hier dann Spieler, die insbesondere anfangs nur mit einer Figur ziehen, um zumindest einige wertvolle Tafeln in weiter Ferne zu ergattern.

Interaktion:

In diesem Spiel kommt man sich ständig in die Quere. Entweder sitzt man mit einem Mitspieler auf einer Glückstafel und keiner will als Erster davon weg, oder die höchste Plustafel wurde einmal wieder von dem lieben Mitspieler geklaut. Das ist ja wie verhext, nein, wie ärgerlich, oder sagen wir doch lieber gleich „verflixxt“, denn dieser Ausdruck passt wohl am besten. Das nicht jeder Spielzug den Mitspielern passt, lässt sich oft an der Ausdrucksweise erkennen, denn kein Spieler gönnt einem eine Glückstafel!

Glück:

Mit den Worten „Doch wer zuletzt lacht, lacht am besten!“ auf dem Spielkarton wird bereits jetzt jedem Spieler klar, dass Glück in diesem Spiel eine Rolle spielt. Aufgrund des ständigen Würfelns, ist die Glückskomponente sehr hoch. Denn Alternativen hat man kaum. Sofern kein Wächter gezogen werden darf, bleibt nur die Möglichkeit mit einer seiner Figuren zu ziehen. Entweder hat man dann Glück und fährt auf das gewünschte Feld, oder muss wieder einmal von einer negativen Tafel zur nächsten ziehen!

Packungsinhalt:

Die Plättchen sind groß und handlich und eignen sich sehr gut für die Spielauslage. Die Figuren (Spielfigur / Wächter) sind einfach verarbeitet, was nicht mit billig gleichzusetzen ist, denn Holz statt Plastik steht hier im Vordergrund. Somit bleiben bei den Spielkomponenten keine Wünsche offen. Die Fächer im Karton wurden sogar für die Tafeln und Wächter angepasst, so dass jedes Teil seinenPlatz findet. Die Anleitung ist sehr übersichtlich und ein schneller Einstieg ins Spiel stellt kein Problem dar. Der Preis liegt leicht unter den üblichen Brettspielpreisen, was sicherlich für die eine oder andere Kaufüberlegung sorgt.

Spaß:

Das Spiel ist für zwei bis sechs Personen vorgesehen. Richtiger Spielspaß ist unserer Erkenntnis nach bei zwei, drei oder vier Personen garantiert. Denn hier verliert man nicht sofort die Übersicht und hat zumindest noch einige Einflussmöglichkeiten. Bei fünf oder sogar sechs Spielern hat jeder Spieler zwar nur noch zwei Figuren zur Hand, kann aber sehr schnell durch schlechtes Würfeln das Nachsehen haben! Durch den schnellen Spielaufbau (insbesondere mit der ersten Variante) und den einfachen Spielabläufen ist sichergestellt, dass „Verflixxt“ auch in Zukunft auf dem Spieltisch landet. Als Einstiegs- oder Ausklangspiel eines Spieleabends eignet sich das Spiel sehr gut, da es mit knapp 30 Minuten sehr schnell gespielt werden kann. Wer allerdings nicht gerne verliert oder sich nicht zu stark vom Würfeln beeinflussen lässt, sollte lieber zu einem anderen Spiel greifen. Denn „nervenzerreißend“ ist wohl der richtige Begriff der in der Anleitung hierfür verwendet wird.

s Meinung:

„Verflixxt“ ist ein schönes und vielleicht etwas zu glücksbetontes Spiel, welches aber noch heute auf unserem Spieltisch landet.
Der Glücksfaktor ist hier gewollt und entspringt nicht dem Zufall!

Gerade Gelegenheitsspieler und Wenigspieler werden nach diesem Spiel greifen, da Aufbau und Abläufe sehr einfach sind und das Spiel für bis zu sechs Personen geeignet ist.

„Verflixxt“ landete 2005 zurecht auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres und ist für wirklich jede Altersgruppe geeignet.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

STRATEGIE
5 von 10
Wächter oder Spielfigur?
INTERAKTION
8 von 10
Die Tafel möchte ich!
GLÜCK
8 von 10
Das Hoffen auf den großen Wurf!
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Übersichtlich in aller Hinsicht!
SPAß
7 von 10
Für jede Altersgruppe zu empfehlen!
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
Würfelspiel mit guten und einfachen Abläufen!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder




















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