Noch nicht angemeldet!   |   Neu Registrieren!   |  
   Passwort vergessen?



Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Assoziationsspiel, Familienspiel, Kinderspiel

Spielmechaniken:
assoziieren, Erraten, Geheime Idenditäten

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
1 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15 - 20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 3 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 1 Bewertungen



Bestellen




Testbericht vom 14.09.2011 - von Jörg

Blinde Kuh


Vorwort:

Blinde Kuh zählt zu einem der bekanntesten Kinderspiele und hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert! Kaum zu glauben, denn erwachsene Hofdamen und Herren aus dem Bürgertum trafen sich zu dieser Zeit bereits regelmäßig zu einem Spielchen.
Auch wir kennen das Spiel seit fast 30 Jahren und können uns an witzige Runden mit Eltern und Großeltern erinnern. Die Jahre vergehen, doch irgendwann kommt dieser Zeitpunkt wieder, indem man mit Kindern am Tisch zu Blinde Kuh greift. Ravensburger bezeichnet diese uns vorliegende Ausgabe als „Meine ersten Spiele“ mit dem Hinweis, dass Wahrnehmung, Konzentration und Feinmotorik im Vordergrund stehen.
Wir haben uns mit Kindern an das Spiel gesetzt, die bisher noch nicht mit dem Spiel vertraut sind. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.

Ziel des Spiels:

In Blinde Kuh gibt es mehrere Spielvarianten. Es geht dabei entweder um die meisten gewonnenen Formen oder das schnelle Befüllen der Tafel.

Spielaufbau:

GANZ wichtig: Bitte die Tafeln nach dem Auslösen der Formen nicht wegschmeissen!

Ein guter Rat gleich zu Beginn, denn die 40 Formen werden zwar aus den (Stanz-)Tafeln gedrückt, diese Tafeln bleiben aber für mögliche Spielvarianten in der Spielschachtel. Vor Spielbeginn schaut man sich erst einmal die Formen genauer an, damit man sie später auch leichter ertasten und erkennen kann.
Formen mit gelben Punkt sind dabei leichter zu ertasten, als Formen mit roten und blauen Punkten. Mit kleinen Kindern kann man somit auch nur mit gelb markierten Formen eine Spielrunde beginnen.

Spielablauf:

Befassen wir uns mit den einzelnen Spielvarianten:

1. Formen Tasten
Für zwei bis vier Spieler ab vier Jahren ist dieses Spiel gedacht. Alle Formen werden in die Schachtel gelegt. Der jüngste Spieler setzt eine Maske auf und zieht eine Form. Benennt der Spieler den Gegenstand richtig, darf er die Form behalten, ansonsten wird sie wieder zurückgelegt. Es geht reihum weiter bis alle Formen gezogen und erraten wurden. Wer am Ende die meisten Formen besitzt, gewinnt.

2. Bilderlotto
Für einen bis vier Spieler ab drei Jahren ist dieses zweite Spiel gedacht. Jeder Spieler nimmt sich eine Tafel und legt die Formen seiner ausgewählten Tafel in die Schachtel. Ein Spieler beginnt, zieht eine Form und hält sie hoch. Der Spieler der glaubt, dass diese Form in seine Tafel passt, benennt sie. Es gewinnt der Spieler, der zuerst seine Tafel gefüllt hat.

3. Tatlotto
Für drei bis vier Spieler ab fünf Jahren ist dieses dritte Spiel gedacht.

Ähnlich wie bei Bilderlotto wird hier allerdings noch ein Spielleiter bestimmt. Alle anderen Spieler ziehen eine Maske auf oder verbinden sich die Augen. Der Spielleiter gibt dem ersten Spieler eine Form, der diese und gleichzeitig auch seine Tafel ertastet. Passt dieses Teil in die Tafel, folgt der nächste Spieler. Ansonsten gibt man die Form an den nächsten Spieler weiter. Es gewinnt auch hier der Spieler, der zuerst seine Tafel gefüllt hat.

Strategie:

Strategische Faktoren findet man nicht vor. Nach ein paar Partien kennen die Spieler (abhängig vom Alter) die Gegenstände und sind aufgrund des Memoryeffektes sehr schnell.

Interaktion:

Der Kommunikationsfaktor ist sehr hoch und Kinder beschreiben oft genau was sie fühlen. Gerade in den Anfangsrunden und je nach Variante sollte man Kindern durchaus zwei oder drei Rateversuche gestatten.

Glück:

Der Glücksfaktor ist anfangs sehr hoch, da man die Gegenstände noch nicht genau kennt oder nicht weiß, wie sie sich anfühlen. Mit der Zeit sinkt dieser Faktor abhängig von der Spielvariante.

Packungsinhalt:

Die Formen sind groß und auch robust. Die Gegenstände sind einfach illustriert und gut zu erkennen. Natürlich kann es je nach Anzahl der Partien oder Griffbereitschaft der Kinder auf Dauer mal einen Knick im Karton geben. Das war bereits vor 30 Jahren der Fall und lässt sich auch mit der neuen Ausgabe nicht vermeiden. Den Hinweis, dass man die Tafeln nicht wegschmeißt, hätte man allerdings besser kennzeichnen müssen. 10 Euro für das Spiel sind absolut in Ordnung und eine lohnenswerte Investition.

Spaß:

Ein Spiel für die ganze Familie und gerade zu ideal für Eltern mit Kindern im Alter ab drei Jahren. So war es früher und so ist es auch noch heute der Fall. Am liebsten spielen die Kinder nach wie vor mit der Maske und der Variante mit dem Erraten der Gegenstände. Keine leichte Aufgabe, die oftmals ein paar Hinweise erfordert. Der Spaß steht eindeutig im Vordergrund und genau diesen hatten wir auch nach so einer langen Spielpause.


Weiter zur Bewertung