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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Familienspiel, Legespiel

Spielmechaniken:
Zuordnen, Aufnehmen und Legen, Plättchen legen

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
8.3/10 bei 3 Bewertungen



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Selbe Spielefamilie

Testbericht vom 26.09.2011 - von Jörg

Blockers


Vorwort:

Clever in drei Schritten zum Sieg: Planen, Blocken und natürlich Gewinnen stehen bei dem Spiel Blockers im Vordergrund. Wer sich etwas in der Spielszene auskennt, weiß allerdings, dass dieses Spiel grafisch und in den Abläufen sehr stark an Uptown von Funagain Games angelehnt ist. In einer etwas größeren Verpackung und mit einem Spielbrett mit kleinen Verbindungselementen soll diese Amigo Neuheit neben dem optischen Reiz auch spielerisch überzeugen. Ob das so ist, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Ziel des Spiels:

Die Spieler legen reihum Plättchen auf das Spielbrett und versuchen dabei möglichst wenige Gruppen aus eigenen Plättchen zu bilden. Eine Gruppe umfasst Plättchen einer Farbe, die sich waagrecht und senkrecht berühren.

Spielaufbau:

Das Spielbrett legt man in die Tischmitte. Jeder Spieler wählt eine Farbe und nimmt sich alle passenden Plättchen und die Ablagebank. Diese Plättchen legt man verdeckt vor sich ab, mischt sie und zieht fünf Plättchen, die man auf seine Bank stellt. Der Rest bleibt weiterhin verdeckt.

Spielablauf:

Beginnend mit einem Startspieler und anschließend reihum nimmt der Spieler eines der Plättchen und legt es auf das Spielbrett. Zahlenplättchen werden in die Spalte gelegt, die der Zahl entsprechen. Buchstabenplättchen dürfen nur in die Reihe mit dem entsprechendem Buchstaben platziert werden. Zuletzt gilt die Regel, dass Symbolplättchen nur auf eines der Felder mit gleichem Symbol gelegt werden dürfen. Lediglich die Blockers!-Plättchen (Joker) kann man auf beliebige Felder legen.

Ein Plättchen kann immer auf ein freies Feld oder auf ein Feld mit dem Plättchen eines Mitspielers gelegt werden. Allerdings muss man das ersetzte Plättchen offen vor sich ablegen. Einzelne Plättchen oder aus einer Zweiergruppe darf man immer ersetzen. Aus einer größeren Gruppe ist dies nur gestattet, wenn diese dadurch nicht in mehrere Gruppen aufgeteilt werden. Aussetzen ist nicht erlaubt. Am Ende des Zuges zieht der Spieler ein Plättchen nach. Sobald alle Spieler ihr letztes Plättchen gezogen haben, ist jeder Spieler noch einmal am Zug. Man hat somit bei Spielende vier Plättchen übrig.

Bei der Wertung zählt man einen Punkt für jede Gruppe und einen Punkt für jedes genommene Plättchen in der Farbe, von der man am meisten vor sich liegen hat. Der Spieler mit den wenigsten Punkten gewinnt.

In der Profivariante für zwei Spieler wählt man zwei Plättchenfarben und nimmt sich zwei Ablagebänke. Der Spieler kann sich in seinem Zug aussuchen, welche Plättchenfarbe er ausspielen möchte.

Strategie:

In den ersten Partien spielt man einfach drauf los. Erst mit der Zeit entdecken die Spieler bestimmte Vorzüge, sofern sie über die entsprechenden Plättchen verfügen. Einige Spieler versuchen dabei möglichst von der Mitte des Spielplans ausgehend eine große Gruppe zu bilden und schnell stellen sich die Symbole als wertvolle Plättchen beim anfänglichen Legen heraus. Hier heißt es den Überblick zu behalten und gerade in 2er Partien geht es bis zum Ende hin sehr knapp zur Sache. Das Platzieren auf fremde Plättchen kommt in Partien zu Viert sehr stark zum Einsatz und irgendwann nützen einem auch die besten strategischen Planungen nichts, wenn man die passenden Plättchen nicht besitzt.

Interaktion:

Es dauert nicht all zu lange, da kommen sich die Spieler auf dem Plan schnell in die Quere. Jeder möchte natürlich eine möglichst große Gruppe mit vielen Plättchen vorweisen, doch auf Dauer funktioniert das nicht. Welches Plättchen man wegnimmt, hängt dabei nicht nur von der Farbe sondern auch von den eigenen Möglichkeiten ab. Der Interaktionsfaktor bleibt dabei bis zum Spielende sehr hoch.

Glück:

In den ersten Runden hat man immer einige Legemöglichkeiten. Im letzten Drittel der Partie hofft man häufig auf ein bestimmtes Symbol oder einen bestimmten Buchstaben. Siegessicher darf man sich nie sein, denn wir erlebten in kleiner und großer Runde Partien, die sich oft in der letzten oder vorletzten Zugphase entschieden.

Packungsinhalt:

Das stabile Spielbrett ist mit einem Plastikaufsatz versehen, worin die einzelnen Plättchen ideal Platz finden ohne dabei zu verrutschen. Im Verlauf der Partie werden viele Symbole oft vollständig abgedeckt, so dass ein erster Blick oft nicht ausreicht, um deren Position zu erkennen. Nach zwei bis drei Partien hat man sich aber an diese Situation gewöhnt.
Die Plättchen werden nach dem Spielen in vorgesehenen Einsätzen der Spielschachtel verstaut, was auch für die Ablagebänke gilt. Perfekt! Das Cover vermittelt durch die abgebildeten Symbole und Plättchen bereits einen guten Eindruck, was Sinn und Zweck des Spieles ist. Die Anleitung ist kurz und bereits nach wenigen Minuten kann man mit dem Spiel beginnen. Preislich liegt Blockers unter 20 Euro, was absolut in Ordnung geht.

Spaß:

Blockers kann zu Zweit, zu Dritt und zu Viert überzeugen. Dabei geht es gerade in Partien zu Zweit und zu Dritt etwas taktischer zur Sache und lediglich zu Viert braucht man auch etwas Glück, um eine Partie für sich zu entscheiden. Blockers entpuppte sich in unseren Runden als gefragtes Spiel bei Vielspielern, aber auch Familien. Viele Spieler aus unserem örtlichen Spieleclub kannten auch das ursprüngliche Uptown und konnten somit kaum Nein zu einer Runde Blockers sagen. Wirklich allen Spielern, uns eingeschlossen, machten die Partien sehr viel Spaß. Zwar ziehen sich einige Spielrunden durch Grübler etwas in die Länge, doch letztendlich dauerte eine Partie kaum länger als 45 Minuten. Da in 80% aller Partien der oder die Sieger/in erst kurz vor Ende feststeht, bleibt das Spiel über die gesamte Spiellänge spannend und attraktiv.


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