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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Familienspiel, Gegenwart, Kartenspiel, Legespiel

Spielmechaniken:
Zuordnen, Handmanagement, Karten ablegen und loswerden

Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15

Altersfreigabe:
Frei ab 7 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 2 Bewertungen



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Selbe Spielefamilie

Testbericht vom 19.04.2012 - von Jörg

Drecksau


Vorwort:

Liebes Kosmos Team, mit dem Spielenamen Würfelwurst habt ihr bereits einen doch sehr ... äh nennen wir es mal "ungewöhnlichen" Spielenamen kreiert, doch mit Drecksau sprengt ihr wirklich den Rahmen.
Was soll’s! Denn genau so muss es sein, um das interessierte Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich spielen Schweine in diesem Kartenspiel eine wichtige Rolle.

Ziel des Spiels:

Auf geht’s in den Matsch, denn gerade als Drecksau fühlen sich die Schweine besonders wohl! Die Spieler versuchen ihre anfangs sauberen Schweine dreckig zu machen und genau das wollen die Mitspieler durch unterschiedliche Karten verhindern. Wer seine Handkarten geschickt einsetzt und am Ende nur noch Drecksäue vorweisen kann, gewinnt.

Spielaufbau:

Abhängig von der Spieleranzahl erhält jeder Spieler Karten mit einem Schwein, welche er mit der „sauberen“ Seite vor sich ablegt. Die übrigen Schweinekarten werden nicht benötigt. Alle weiteren Spielkarten werden gemischt und jeder erhält drei Karten auf die Hand. Der Rest bildet einen Nachziehstapel.

Spielablauf:

Es wird im Uhrzeigersinn gespielt und die Spieler haben dabei zwei Möglichkeiten:
Sie legen entweder eine Karte (z.B. Stall) an eine ihrer Schweinekarten an oder eine Karte offen neben den Nachziehstapel. Entsprechend der ausgespielten Karte wird eine Aktion ausgeführt. Natürlich darf der Spieler auch ungenutzt eine Karte auf den Nachziehstapel legen.
Anschließend zieht der Spieler immer eine Karte vom Nachziehstapel.
Drei neue Karten darf man immerhin ziehen, wenn man aktuell keine seiner drei Karten ausspielen kann.

Die Karten im Einzelnen:

>Die Matschkarte
Der Spieler kann eine seiner sauberen Schweine dreckig machen und dreht die Karte entsprechend um.
>Die Regenkarte
Alle ausliegenden Drecksäue werden wieder sauber (auch die Eigenen!). Nur dreckige Schweine in einem Stall sind vor dem Regen sicher.
>Die Stallkarte
Der Spieler legt die Karte oberhalb der eigenen Schweinekarte an und biete diesem Schwein damit Schutz.
>Die Blitzkarte
Damit kann man einen Stall eines Mitspielers abfackeln, so dass diese Karte zusammen mit dem Stall auf den Ablagestapel gelegt wird.
>Die Blitzableiterkarte
Wer bereits einen Stall vor sich liegen hat, kann eine solche Karte darauf legen, so dass der Stall vor Blitzkarten geschützt ist.
>Die Bauer-schrubbt-die-Sau-Karte
Der Spieler kann damit die Sau eines Mitspielers sauber machen, so dass die dreckige Schweinekarte wieder umgedreht wird.
>Die Bauer-ärgere-dich-Karte
Wer bereits einen Stall vor sich liegen hat kann diese Karte anlegen und der Stall ist jetzt von innen vernagelt und verhindert, dass ein Bauer dieses Schwein sauber schrubbt.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, werden die Karten des Ablagestapels gemischt und bilden einen neuen Stapel. Wer zuerst alle seine Sauberschweine in Drecksäue verwandelt, gewinnt.

Strategie:

Es gibt eine Möglichkeit seine Drecksäue zu schützen: Hierzu baut man einen Stall mit Blitzableiter und vernagelt zusätzlich die Stalltür.
Damit ist man erst einmal sicher, doch gleichzeitig vernachlässigt man die anderen Schweine und in der Zeit sind die Schweine der Mitspieler vielleicht schon vollständig mit Matsch bedeckt.
Insgesamt gesehen kann von Strategie keine Rede sein, auch wenn man immer versucht, den aktuell führenden Spieler zu ärgern. Gerade in voller Besetzung ändert sich ständig die eigene Auslage.

Interaktion:

„Ich schrubb Dich, Du dreckige Sau!“ Oha, das Kommunikationsverhalten der Mitspieler ist wieder einmal sehr hoch und gut erzogene Kinder dürfen sich zumindest in diesem Spiel über dreckige und passende Sprüche erfreuen. Die Interaktion findet insbesondere bei der Kartenauslage der Spieler statt und dabei versucht man gerade den aktuell führenden Spieler zu ärgern. Durch das Abfackeln der Häuser und das Schrubben durch den Bauer ist der Interaktionsfaktor entsprechend hoch.

Glück:

Drei Karten sind nicht gerade viel, doch in Runden zu Viert findet man garantiert eine Möglichkeit, ein eigenes Schwein dreckig zu machen, es zu schützen, oder einen Mitspieler oder gleich alle zu ärgern.
So zieht man auch ständig Karten nach und nur mit der passenden Kombination und entsprechendem Glück gewinnt man am Ende auch.

Packungsinhalt:

Das Cover und die Karten sind wirklich schön illustriert und dabei sind die Aktionskarten klar gekennzeichnet. Schade nur, dass die schwarz-weiße Anleitung etwas blass dagegen wirkt. Die Abläufe sind schnell klar, so dass eine Spielrunde schnell beginnen kann. Auch der Preis mit ca. 6 Euro ist angemessen.

Spaß:

Was haben wir gelacht! Nein, ehrlich, Schweine mit Dreck versehen, diese in Hütten zu schützen und Bauer auf andere Höfe zu jagen, damit ein Schwein des Mitspielers wieder sauber wird, klingt verrückt und macht sehr viel Spaß! Und das unabhängig vom Alter der Spieler!
Zu Zweit hält sich dieser allerdings etwas zurück, zumal Spielrunden kaum länger als fünf Minuten dauern. Zwar sind die Partien zu Viert auch nicht immer wirklich viel länger, verwandeln das Spiel aber in einen großen Schweinestall, wo wirklich alle Aktionen perfekt zum Einsatz kommen.


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