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Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2006

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
60 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 9 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 17.08.2007 - von Andreas

Dynamory



Stellt euch ein Verkehrsnetz mit 100 Milliarden Abzweigungen vor auf denen 100 bis 500 Billionen Autos fahren. Genau so sieht unser Gehirn aus, nur dass es sich bei dem Verkehrsnetz um Nervenzellen und bei den Autos um Synapsen handelt. Das man sein Gehirn trainieren kann ist in unserer modernen Welt eigentlich jedem bekannt. Es gibt zig Gedächtnistrainer sowohl in elektronischer- als auch in Buchform. Ein Urklassiker dieses Trainings für Menschen jeden Alters stellt Memory dar. Memory ist nämlich nicht nur das englische Wort für Gedächtnis sondern auch eine eingetragene Marke für eines der bekanntesten Gesellschaftsspiele der Welt. Das von William Hurter entwickelte Legekartenspiel, welches das Paar-Prinzip benutzt, erschien erstmals 1959 im Verlag Otto Maier in Ravensburg - der heutige Ravensburger Spieleverlag. Bis heute wurde das Spiel mehr als 50 Millionen mal in 70 Ländern verkauft und wird somit nicht umsonst vom Verlag als sein größter Erfolg bezeichnet. Moritz Wittensöldner aus der Schweiz hat sich Gedanken gemacht und das klassische Spielkonzept verfeinert. Bei seinem Dynamory wird das Spielfeld nicht von Beginn an aufgebaut, sondern entsteht erst beim Spielen. Außerdem verändern sich ständig die Positionen der Steine und bekannte Pärchen können auf verschiedenste Weise blockiert werden. Ob sich die neuen Mechanismen mit dem Klassiker vertragen und „Memory“ in diesem neuen Gewand nun auch bei Taktikliebhabern auf dem Tisch landen wird werdet ihr in diesem Test erfahren. Für den Spielfeldaufbau benötigt ihr einen mittelgroßen Tisch auf dem ihr die Startposition von Dynamory platziert. Die Holzplättchen werden verdeckt gemischt und es werden fünf Türme mit jeweils 16 verdeckten Memorysteinchen in Kreuzform in die Mitte gestellt. Danach entscheidet sich jeder Spieler für eine der vier Spielerfarben und platziert seine jeweilige Holzfigur auf einem der fünf Türme. Nun noch den Startspieler bestimmen und es kann losgehen.

Strategie:

Ist man am Zug wird gewürfelt. Das Ergebnis ist die festgelegte Schrittzahl. Dabei wird immer von hinten nach vorne gezählt (bei einer sechs also: sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins) und man nimmt der Zahl entsprechend viele Dynamorysteine. Dabei gilt, dass der unterste Stein der den Tisch berührt seine Position nicht mehr verändern kann und an Ort und Stelle verweilt. Sind nicht genügend Steine vorhanden, werden so viele genommen wie regelkonform möglich ist. Befindet man sich auf einen Tischstein (einzelner Stein auf dem Tisch) und würfelt eine hohe Zahl z.B. die sechs kann man erstmal keine Steine mitführen. Der Spielstein geht also seine Schrittweite bis er mehrere Steine übereinander erreicht und nimmt dann noch so viele Steine mit wie Schritte übrig sind. Figurenbewegung Die Spielfigur kann sich waagrecht und senkrecht bewegen und muss dabei immer einen Stein auf dem Tisch liegen lassen, wenn sie Steine mitführt und diese den Tisch berühren. Dabei ist das Bewegen über andere Spielfiguren nicht erlaubt, denn sonst könnte man die Spielfiguren mit Dynamorysteinen überlagern. Außerdem darf man einen abgeschrittenen Stein in einem Zug nicht zweimal überschreiten. Ist eine Figurenbewegung unter oben genannten Regeln mit der gewürfelten Augenzahl nicht möglich, muss der Spieler passen und der Nächste ist an der Reihe. Aufdecken Jetzt kommen wir zum Kern des Dynamoryspiels, dem Merken der jeweiligen Figuren. Nach dem Würfeln und Gehen mit seiner jeweiligen Spielfigur deckt man zwei Memoryplättchen auf. Hierbei muss es sich immer um den obersten Stein eines Turmes oder um einen Tischstein handeln, auf dem keine Spielfigur steht. Sind die zwei aufgedeckten Holzquadrate identisch, nimmt sie der Spieler vom Tisch und stapelt sie neben sich auf. Im Gegensatz zu Memory ist man nun aber nicht nochmal am Zug sondern der nächste Spieler. Plättchen blockieren Es gibt zwei Möglichkeiten das Aufdecken eines Dynamorysteins zu verhindern: 1. Man platziert seine eigene Spielfigur über den Stein und sichert ihn somit eine komplette Runde vor dem Zugriff der anderen. 2. Man platziert andere Dynamorysteine über den gewünschten Memorystein. Somit müssen die anderen Spieler diese Steine erstmal abtragen, bevor sie an den Stein kommen. Ende des Spiels Das Spiel endet sobald alle Mitspieler passen müssen. Der Spieler mit den meisten Pärchen gewinnt.

Interaktion:

Man sollte nicht in zu lauter Atmosphäre spielen, da viel Konzentration benötigt wird, um sich die Positionen im Kopf zu behalten. Während dem normalen Spielablauf herrscht viel Stille und einzig und allein das Aufdecken der Steine sorgt für etwas Kommunikation. Die verschiedensten Assoziationen der Merkbilder sorgen dabei für viel Heiterkeit, denn jeder sieht oder verbindet mit den Figuren etwas anderes. Die Züge der Spieler interagieren die ganze Zeit miteinander, da jede Bewegung das komplette Spielfeld verändert und neue Dynamoryplättchen frei gibt, sowie andere blockiert.

Glück:

Natürlich kann es nicht beeinflusst werden, wann sich das erste Pärchen offenbart und somit ist die Aufstellung der Memoryplättchen reinste Glücksache. Sobald man allerdings im mittleren Spielverlauf ist und sich mehrere Pärchen schon gezeigt haben – zum Teil ohne die Kenntnis aller Spieler – spielen die neuen Mechanismen eine große Rolle. Durch die Möglichkeit des Blockierens und der ständigen Bewegung auf dem Spielbrett wurde ein großer Teil des Glücksfaktors des ursprünglichen Memorys aus dem Spiel entfernt. Es gilt bei Dynamory noch wachsamer zu sein und möglichst so zu handeln, dass die anderen nicht an die bekannten Pärchen gelangen.

Packungsinhalt:

Für 24 Euro erhält man 80 Holzplättchen mit neongrünen Aufklebern, vier hölzerne Figuren sowie einen Würfel. Der Preis ist angemessen und das ausgeflippte grelle Design wirkt auf den schwarzen Dynamoryplättchen sehr edel Die Blicke eurer Besucher werden bei einem Spiel auf jeden Fall gesichert sein. Außerdem ist die Möglichkeit gegeben, damit auch das normale und gewohnte Memory zu spielen und selbst sie bietet durch das Material schon ein ganz anderes Gefühl als die gewöhnlichen Pappquadrate.

Spaß:

Jeder, der den Klassiker mit einem Grinsen beiseite gelegt hat, da er ihm zu kindlich wirkt, ist bei Dynamory an der richtigen Adresse. Das Material mit dem grünen Design macht das Merken der abstrakten Symbole schwieriger und befördert das Spiel auf den Spieltisch der Erwachsenen. Dazu kommen die neuen Möglichkeiten, die leicht umzudrehenden Pärchen zu blockieren und so nur selbst davon zu profitieren. Das Spiel kann einfach nicht mehr mit dem Memory für Kinder verglichen werden, da es eine ganz neue Atmosphäre schafft. DauerhafterSpielspaß ist definitiv gegeben und wird für viele frohe Stunden sorgen, wenn das Spiel mit den entsprechenden Leuten und am richtigen Ort gespielt wird.

`s Meinung:

Einen Klassiker zu nehmen und durch neue Mechanismen in ein Genre zu transportieren in dem er vorher nicht war ist immer wieder eine schöne Idee. Viele Varianten sind so entstanden, manche waren eine Verbesserung und viele leider eher das Gegenteil. Bei Dynamory handelt es sich um einen positiven Wandel. Die neuen taktischen Elemente und das neue Design bringen das Spiel dort auf den Tisch, wo es sonst nie landen würde: bei den erwachsenen Spielern. Klar wird Memory überall auf der Welt noch heute gespielt, aber in 90 Prozent aller Fälle mit Kindern. Denn es handelt sich um ein einfaches Konzept und das Gehirn der Jungen und Mädchen wird dabei auch gleich noch trainiert. Wenn man nun aber die normalen Spieletreffen anschaut, ist es schade, dass ein solcher Klassiker verstaubt. Arte Ludens hat dazu beigetragen, dass ein schönes Konzept mit einem neuem Anstrich wieder mehr Flair aussenden kann.

STRATEGIE
7 von 10
Das Memoryspiel für Taktiker.
INTERAKTION
3 von 10
Konzentrieren und nicht ablenken lassen.
GLÜCK
3 von 10
Ist immer noch vor handen aber nicht mehr im Vordergrund.
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Schwarz und neongrün wirkt äußerst Edel.
SPAß
6 von 10
Mit der richtigen Gruppe auf jeden Fall.
GESAMT-
WERTUNG:
6/10
"Dynamory ein Klassiker wurde ins neue Jahrtausend befördert."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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regelerklaerung vom 17.08.2007

Dynamory


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