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Details
Verlag/Autoren/Illustratoren:
Genres:
Humor, Gegenwart, Kinderspiel, Tiere & Pflanzen, Würfelspiel

Spielmechaniken:
Würfeln

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 4 Jahre

Durchschnittswertung:
3/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 10.02.2011 - von Jörg

Kackel Dackel


Vorwort:

Wenn man sich an ungewöhnliche Spiele aus dem Jahr 2010 erinnert, fällt fast immer der Name „Kackel Dackel“. Bereits im Vorfeld der großen Spielemesse in Essen wurde über die Abläufe dieses Spiels zum Teil lebhaft diskutiert. Aber auch nach der Messe wurde u.a. auch im amerikanischen Fernsehen ein Spiel der Messe genauer vorgestellt: Kackel Dackel
Das Spiel spaltet die Spielewelt und manche fragen sich, ob Kackel Dackel nicht eher als Spielzeug bezeichnet werden muss. Dabei ist der Dackel eine Hunderasse, die speziell zur Jagd im Dachsbau eingesetzt werden und deren Erscheinungsbild durch niedrige, kurzläufige, langgestreckte, aber kompakte Gestalt geprägt ist.
Dieser Dackel wird in diesem Spiel aber weitere darmspezifische Funktionen einnehmen, bei denen die meisten nur Kopfschüttelnd davon laufen. Der Verdauungsapparat spielt eine wichtige Rolle und diese Funktion haben wir uns mit Kindern im Alter zwischen 3 und 7 Jahre genauer angeschaut.

Ziel des Spiels:

Liebevoll kümmern sich die Kinder um den Hund und geben ihm Fressen. Doch irgendwann muss der Hund auch einmal …! Die Spieler sammeln diese Häufchen und nutzen dabei ihre Schaufeln zum Transport. Wer als erster Spieler drei Häufchen vorweisen kann, gewinnt.

Spielaufbau:

Den Hund stellt man in die Tischmitte und jeder Spieler bekommt eine Schaufel. Das klibbrige Hundefutter nimmt man aus dem Behälter und macht mithilfe der Hand oder der Form einen ca. 1 cm dicken Hunde-Fladen. Das ist quasi die Futterportion für den Hund. Diese Menge stopft man mit den Fingern in den Mund des Hundes. Mithilfe des Hundeknochens drückt man diese Portion noch weiter nach hinten.

Spielablauf:

An dem Hund ist eine Pumpe befestigt und abhängig vom Würfelwurf eines Spielers darf man 1 bis 3 Mal pumpen, aussetzen oder seine Schaufel mit der Schaufel eines Mitspielers tauschen.
Beim Pumpen drückt man am Griff der Hundeleine. Anschließend folgt der nächste Spieler.
Wenn der Hund während der Pumpphase ein Häufchen macht, darf dieser Spieler das Häufchen mit der Schaufel aufnehmen. Sobald ein Spieler drei Haufen vorweisen kann hat er gewonnen.

Strategie:

Eine Strategie gibt es nicht! Früher oder später wird der Hund seine „Aktion“ durchführen.

Interaktion:

Abhängig vom Würfelwurf werden die Aktionen beachtet. Nur beim Tauschen einer Schaufel kann man etwas Einfluss nehmen, wobei man allerdings nie weiß, wann der Hund sein Häufchen macht.

Glück:

Wie viel Mal muss man pumpen bis es endlich soweit ist?
Genau kann man das nie sagen und manchmal kommt nach kräftigen Pumpvorgängen der Haufen schon früh zum Vorschein. Oft kann es aber auch abhängig von der Größe des Futters etwas dauern. Gleichzeitig muss man jedes Mal würfeln was einen weiteren Glücksfaktor darstellt.

Packungsinhalt:

Befassen wir uns erst einmal mit der Klibbermasse oder auch Futter genannt. Laut Verlag ist die Masse ungiftig, allerdings nur zum Spielen und nicht zum Essen gedacht. Das Futter sollte immer im Behälter verschlossen sein, damit es weich bleibt und lange seinen Spaß entfalten soll.
Landet das Futter übrigens mal an der Kleidung, kann man es mit warmem Wasser abwaschen. Der Dackel befindet sich an einer langen Leine mit Griff und hier sollte man etwas vorsichtig sein. Bei unsachgemäßen Gebrauch könnte diese auch abreißen. Der Dackel ist aus Plastik wie auch das restliche beigefügte Material. Die Anleitung ist kurz und der Ablauf schnell erklärt. Ob das Spiel allerdings auch seine 30 Euro wert ist lassen wir einmal dahingestellt.

Spaß:

Wir haben das Spiel mit mehreren Kindern ausprobiert und erlebten zum Teil sehr witzige Momente. Manch ein Kind bezeichnet den Dackel als „Scheißerle“ und mich (Jörg) als Kackel-Dackel Onkel der Sch…. anfasst! Igitt!
Andere Kinder versuchten den Dackel mit der Leine auf dem Boden zu schieben und wollten mit dem Spiel an sich erst gar nicht beginnen. Andere war der Ekelfaktor bereits beim Zusehen so groß, dass sich das Kind und teilweise auch der Elternteil dazu entschlossen, lieber sofort etwas anderes zu spielen.
In unseren Runden konnten wir zwar ein paar Mal eine Runde zu Ende spielen, doch wirklich witzig fand es kein Kind. Einige Erwachsene (Eltern der Kinder) waren sogar bestürzt, wie man ein solches Spiel überhaupt in den Handel bringt.
Soll man bei diesem Spiel eigentlich was lernen?
Wie der Darm funktioniert wird sicherlich nicht mit den unterschiedlichen Pumpgeräuschen deutlich und hier sollte man lieber andere Wege einschlagen, um es einem Kind zu erklären. Insgesamt gesehen ist der Dackel aber auch zu unhandlich, um ihn als liebes Haustier in den Arm zu nehmen. Zum Gassi gehen fehlen ihm die Rollen und die Leine wird sich nach unsachgemäßer Handhabung auch irgendwann vom Hund trennen.


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