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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Kartenspiel, Legespiel, Logikspiel

Spielmechaniken:
Geheime Idenditäten, Logik

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 Spieler

Spielzeit:
15 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 15.02.2012 - von Jörg

The Blue Lion


Vorwort:

Nachdem wir 2010 das abstrakte und sehr beliebte Spiel Splits aus dem Hause Jactalea kennen gelernt haben und bereits in den Vorjahren die Qualität der Lederspiele zu schätzen wussten, sind wir natürlich gespannt, ob sie auch mit The Blue Lion einen Volltreffer landen können.
Wir haben uns mit dem 2-Personen-Spiel auseinander gesetzt und verraten euch im folgenden Bericht neben den Abläufen auch etwas über das Spielgefühl.

Ziel des Spiels:

Blue Lion, oder auch Blue Eye genannt, ist ein einzigartiger Diamant, der im Louvre der Öffentlichkeit präsentiert wird. Die Attraktivität des Steines lockt natürlich auch Meisterdiebe auf den Plan. In der Rolle eines Diebes versuchen die Spieler sich gegenseitig auszutricksen, um so an Diamanten, in Form von Siegpunkten zu gelangen.

Spielaufbau:

Die 15 kleinen Diamanten legt man anfangs zur Seite. Jeder Spieler verkörpert einen Dieb (entweder Lady X oder die Arsène) und legt die jeweilige Spielübersicht vor sich ab. Die weiteren 6 im Spiel enthaltenen Plättchen zeigen auf der Vorder- und Rückseite unterschiedliche Bilder (z.B. die o.g. Diebe, einen Diamant oder einen Polizist) an. Haben sich die Spieler auf die Charaktere geeinigt, wirft man diese sechs Plättchen in die Luft, um die Auslage für den Spielbeginn festzulegen.

Spielablauf:

Der erste Spieler nimmt sich ein Plättchen und legt es in die Tischmitte. Dabei kann er es auch umdrehen, muss es dann aber mit dieser Abbildung auslegen. Die Spieler sind abwechselnd am Zug und können jetzt entscheiden, ob das neue Plättchen links oder rechts neben das ausliegende abgelegt wird. Zum Schluss liegen die sechs Plättchen in einer Reihe. Während dieses Ablaufs darf ein Spieler auch passen, um dem Mitspieler keine Vorlage zum Punkten zu geben. Im weiteren Spielverlauf ist dies nicht mehr möglich.

Bevor wir aber hierzu übergehen, noch ein Hinweis zu den Punkten: Abhängig von der ausliegenden Konstellation der Plättchen erhalten die Spieler Punkte (=Diamanten). Wird beispielsweise der fremde Dieb von der Polizei eingeschlossen, erhält der Spieler einen Punkt. Schafft es der Dieb, einen Diamanten einzuschließen, gibt es sogar zwei Punkte und sobald drei Diamanten direkt nebeneinander ausliegen, gibt es drei Punkte für den jeweiligen Spieler.

Gespielt wird abwechselnd und jeder Spieler entscheidet sich für eine der drei Aktionen. Der Spieler darf zwei nebeneinander liegende Plättchen miteinander vertauschen, ein Plättchen von einem Ende der Reihe auf das andere Ende legen oder als dritte Möglichkeit ein Plättchen umdrehen.

Sobald eine der oben genannten Kombinationen erreicht wird, erhält der Spieler die Punkte und so kann es auch passieren, dass der aktive Spieler seinem Mitspieler unabsichtlich Punkte gibt (z.B. durch Drehen des Plättchens). Bevor es aber weitergeht, nimmt man das „mittlere“ Plättchen dieser Kombination und legt es zur Seite. Der nächste Spieler führt seinen Zug mit „fünf“ ausliegenden Plättchen durch und legt anschließend das daneben liegende Plättchen (auf Wunsch kann es auch gedreht werden)  links oder rechts an diese Reihe an. Kein Spieler bekommt allerdings Punkte sofern durch das Anlegen eine Kombination entsteht.

Das Spiel ist zu Ende, sobald jeder Spieler sieben Diamanten und somit sieben Siegpunkte gesammelt hat.

Strategie:

The Blue Lion ist strategisch, sofern man sich die Plättchen und insbesondere die Rückseiten gut merken kann. Wie in einem Hütchenspiel und einer kleinen Nuss, die ständig ihre Position wechselt, sind es hier sechs Plättchen, deren Position sich durch Aktionen der Spieler ändert. Somit hängt es von der Betrachtungsweise und dem Können eines Spielers ab, ob es eher strategisch ist oder nicht.

Interaktion:

Die Spieler nehmen ständig Einfluss auf die Auslage, um ihre Wunschkombination zu erzeugen. Das geschieht auch unter Mithilfe des Mitspielers, sofern sich dieser beim Umdrehen eines Plättchens nicht sicher ist.

Glück:

Das Spiel kann sich als glücksbetont erweisen, wenn man sich die Rückseiten der Plättchen nicht merken kann. Ansonsten ist der Glückfaktor nicht vorhanden.

Packungsinhalt:

Jactalea hat uns in Punkto Material wieder mal nicht enttäuscht. War es in den Vorjahren noch das sehr schöne Leder und 2010 das edle Holzmaterial für Splits, wurden für dieses Spiel Bierdeckel genutzt, die handlich sind und auch nach etlichen Partien keine Abnutzungserscheinungen aufweisen. Die Anleitung enthält sehr viele Beispiele und der Preis mit ca. 8 Euro geht absolut in Ordnung.

Spaß:

The Blue Lion ist in Punkto Spielspaß stark abhängig von beiden Spielern. Wenn sie sich keine Karten bzw. Rückseiten merken können, werden sie wohl wenig Freude mit dem Spiel haben. Gerade wenn einem dann noch ein Mitspieler gegenübersitzt, der sich alles sehr gut einprägen kann. Die Merkfähigkeit der beiden Spieler muss also ähnlich hoch sein, um Freude und Spaß mit dem Spiel zu haben.
Die Abläufe sind recht einfach und auch wir spielten gerne eine weitere Partie hinterher. Gerade für unterwegs oder auf Reisen macht es sehr viel Spaß und bleibt auch auf Dauer durchaus attraktiv.


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