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Testbericht vom 09.05.2011 - von Andreas

Rummelplatz



Vorwort

Ein Rummelplatz ist ein Platz auf dem ein Volksfest mit Attraktionen stattfindet. Oft findet man hier Fahrgeschäfte (Autoscooter, Schiffschaukel, Achterbahn, Geisterbahn), Schausteller (Wahrsagerin, Hau den Lukas und andere Attraktionen (Pferderennen und Greifer).  Ein großer Trubel also. Peter Eggert von Eggertspiele hat sich zum Jubiläum des Verlages (15 Jahre Eggertspiele) was ganz besonderes ausgedacht. 10 Autoren und 6 Illustratoren hat er in diesem Projekt zusammengetrommelt und ein wildes Partyspiel entstehen zu lassen. Hierfür haben sich die Autoren an mehreren Wochenenden zusammen in Hamburg getroffen und in Teamarbeit dieses Werk vollbracht.

Nicht jedem Eggertspiele Fan hat diese Idee gefallen, denn es handelt sich hierbei um ein Partyspiel und der Verlag ist vor allem durch seine Strategie-Spiele bekannt. So wurde in manchen Foren die Idee schlecht gemacht, was wir für ungerecht halten. Immerhin wurden im gleichen Jahr ja auch Vielspielerspiele (Die Händler & Grand Cru) veröffentlicht. Wir waren von der Idee mehrere Minispiele in einem großen Partyspiel mit dem Thema Rummelplatz  zu vereinen sehr angetan. Wie das Ganze dann in unseren Testrunden ankam erfahrt ihr nun.

Ziel des Spiels

Wir befinden uns auf den Jahrmarkt und besuchen insgesamt 4 Attraktionen, hierbei erhalten wir je nach Platzierung Lospunkte die wir am Ende an der Losbude gegen ein Loskärtchen eintauschen.  Danach wird reihum aus dem Säckchen gezogen und wer den lila Kristall zieht gewinnt, je nach Lospunkten hat man hierfür mehr oder weniger Versuche.

Spielaufbau

Der große Spielplan wird auf dem Tisch, hoffentlich ist er groß genug, ausgebreitet und das Spielmaterial (welches ihr hoffentlich in Zip Tüten sortiert habt?) ausgebreitet. Jeder Spieler erhält einen Eintritts-Chip seiner Spielerfarbe und einen Zählchip der auf das 0er Feld der Lospunktleiste gestellt wird. Eure Spielfiguren werden auf das Kassenhäuschen platziert und nun geht es auch schon los.

Ächem…

„LADIES and GENTLEMEN – WILLKOMMEN auf dem RUMMEL…. PLATZ!“

Spielablauf

Insgesamt gibt es auf dem Brett 8 Attraktionen wobei nur je vier pro Partie von den Spielern genutzt werden. Es kann auf jeder Stufe immer zwischen zwei Attraktionen gewählt werden, wobei der am Spieler mit den wenigsten Lospunkten die Wahl hat oder es wird ausgewürfelt.

Bei jeder Attraktion gibt es die gleiche Punktverteilung: 1. Platz = 6 Punkte, 2. Platz = 5 Punkte, 3. Platz = 4 Punkte, usw.. Bei Gleichständen bekommen alle die Punkte der besten Platzierung und der Rest rückt nicht auf (z.B. bei 2 ersten Plätzen bekommen beide 6 Punkte und der nächste ist dann automatisch der dritte mit 4 Punkten).

Genug Mathematik und Punktwirtschaft, wir wollen immerhin spielen wozu sind wir sonst auf den Rummelplatz, auf zu den Attraktionen.

-          Hau den Lukas

Hier müsst ihr als Kraftprotze eure Stärke beweisen und wie könntet ihr das Besser als unter Zeitdruck die Würfel zu stapeln. Dabei müsst ihr natürlich die Farben zwischen den Würfeln beachten und die Vorderseite gibt euch eine Auftragskarte vor. Wer den höchsten Turm hat gewinnt.

-          Die Wahrsagerin

Jeder erhält zwei Wahrheitskarten diese können positiv oder negativ sein. Ihr legt eine Karte eurem Nachbarn auf die Hand und sagt „Schau mir in die Augen, ich sehe…“. Dann sagt ihr ihm welche Karte sich darunter verbirgt. Hierbei ist flunkern natürlich erlaubt. Der Mitspieler muss nun entscheiden ob er sie annimmt oder nicht. So geht es reihum, wenn keiner sie will erhaltet ihr sie. Wer am Ende die meisten Pluspunkte vor sich hat gewinnt.

-          Pferderennen

Pferderennen sind hektisch und wild. Jeder erhält drei Würfel und alle Spielen gleichzeitig. Würfelt ihr einen Drilling so dürft ihr euer Pferd um den gewürfelten Wert nach vorne setzen.

-          Greifer

Die Automaten mit dem Greifarm sieht man noch heutzutage überall. Hier spielen immer zwei Spieler zusammen. Einer bildet den Greifarm mit seiner Hand und der andere gibt ihm mit den Kommandos Mib, Mab, Mub, Mob und Klick zu verstehen, was er tun soll. Je nach gehobenem Stein winken Punkte.

-          Autoscooter

Das wohl schnellste Stichkartenspiel der Welt. Die Karten werden ausgeteilt und es gilt seine Hand gut einzuschätzen. Danach legt ihr mit euren Autoscooter Plättchen fest, wie viel Stiche ihr einstecken könnt. Für jeden erhaltenen Stich müsst ihr ein Plättchen aufdecken und hoffen, dass es nicht das TILT ist. Das Fiese ist aber, dass ihr für jede 5 im Stich noch einen Marker umdrehen müsst. Knifflig, denn je höher der Marker sitzt umso mehr Punkte winken, wenn er nicht aufgedeckt wird.

-          Schiffschaukel

Auch diese Kultattraktion hat es in sich. Hierbei wollt ihr möglichst viel Spaß haben, aber euch nicht zu übergeben. Ihr platziert eure Figur auf einen spaßigen Platz im Boot und müsst dann mit so vielen Würfeln wie abgebildet würfeln. Jede gewürfelte 1 kostet euch einen Ausdauerpunkt. Das Spiel endet sobald jemand keine Ausdauer mehr hat.

-          Achterbahn

Ein Kartensatz wird gemischt und jede Karte aufgedeckt. Ihr müsst sie euch mit euren Partner merken. Nach Ablauf der Zeit, heißt es beweisen wie gut euer Gedächtnis ist. Ihr hackt euch an den Ellenbogen ein und ruft „Ratter, Ratter“ und macht dann die erste Kartenaktion, dann „Ratter, Ratter“ 2. Karte, usw. Je nach dem müsst ihr euch nach links beugen, rechts, nach oben schauen, die Hände hochheben, Whaaaa schreien oder die Augen zuhalten.

-          Geisterbahn

Jeder Spieler bekommt zwei Dinge zugewiesen vor dem er Angst hat. Danach werden die Fahrbahnkarten aufgedeckt (auf denen mehrere Abbildungen zu sehen sind) und man muss einen Angstschrei von sich geben, wenn eine Abbildung mit der Angst übereinstimmt. Am Ende teilt man die Angstgegenstände den Spielern zu.

Finale – Auf zur Losbude
Am Ende siegt nicht der Spieler mit den meisten Lospunkten, wie man es vermuten könnte. Nein! Das wäre ja nicht wie auf dem richtigen Rummelplatz. Der Spieler hat nur die größten Chancen zu gewinnen. Es werden Lose nach dem Rang verteilt, auf denen sich Ablageplätze befinden. Dann greifen alle in Reihenfolge in den Beutel und ziehen einen Stein. Wer dabei, den Lilafarbenen Kristall zieht gewinnt. Sind alle Plätze von eurem Los belegt, dürft ihr nicht mehr ziehen. Am Ende bleibt also auch hier nur immer ein Sieger übrig.

Strategie:

Rummelplatz ist ein Partyspiel und allein dadurch ist wohl schon klar, dass es keine Strategien gibt. Je nach Minispiel müsst ihr Schnell sein, euch ein paar Dinge merken können, eure Karten richtig einschätzen, gut würfeln und auch eine Menge Glück haben. Strategen sind hier also wirklich falsch am Platz. Im Spiel ist Albernheit und Spaß groß geschrieben.

Interaktion:

Einige Spiele versucht man als Team zu gewinnen (Pferderennen, Greifer, Achterbahn), während man in den anderen alleine dasteht (Hau den Lukas, Die Wahrsagerin, Autoscooter, Schiffschaukel) oder alle Gleichzeitig spielen (Geisterbahn). Kein Spiel dauert länger als 1-2 Minuten pro Spieler und so gibt es auch keine langen Wartezeiten. Außerdem gehört es zur Gaudi dazu den anderen bei ihrem Spielzug zuzusehen.

Glück:

Bei allen Spielen spielt das Glück eine große Rolle und so muss man nicht betrübt sein, wenn man mal nicht so gut abschneidet. Auch der Sieger wird in der Losbude durch Glück erwählt, wenn auch der führende die besten Chancen dafür erhält. Wer Glücksspiele nicht mag ist hier sicherlich falsch, denn Taktik und Strategie werdet ihr hier kaum anwenden können.

Packungsinhalt:

Die Spielbox von Rummelplatz ist prallgefüllt mit Material: 1 Spielplan, 15 Farbwürfel, 6 Spielfiguren, 12 Zählscheiben, 6 Eintritts-Chips, 1 Sanduhr, 60 Kristalle, 118 Spielkarten, 90 Plättchen, 3 Tableaus, 6 Loskärtchen, 1 Stoffsack und sogar der Schachteleinsatz kommt zum Tragen. Das macht ganz schön was her und sieht Dank der Illustrator auch blendend aus. Insider erkennen auch überall auf dem Plan, im Schachteleinsatz und in der Anleitung Anspielungen auf die Autoren (z.B. sieht man auf der vierten Seite der Anleitung Peter Eggert, Friedemann Friese und Markus Brand). Das Ganze hat natürlich seinen Preis, wobei uns dieser mit ca. 28,99 € äußerst fair scheint. Dazu kommt, dass die Autoren, Illustratoren und auch der Verlag auf den Gewinn verzichten und dieses stattdessen der „Kindernothilfe“ zukommen lassen.

Spaß:

Rummelplatz ist ein albernes Partyspiel, was von Attraktion zu Attraktion immer lauter und alberner wird. Das sollten die Spieler von sich aus wissen und dann steht der guten Laune auch wirklich nichts mehr im Wege. Wir haben es in verschiedensten Konstellationen ausprobiert und immer war Stimmung am Tisch.

`s Meinung:

Mit dem hier vorliegenden Partyspiel feiert der Eggertspieleverlag sein Jubiläum. Ziel des Projektes war es 16 Autoren und Illustratoren unter einen Hut zu bekommen. Das hat er geschafft und herausgekommen ist ein ziemlich albernes Spiel, welches die Thematik des Rummelplatzes gut herüberbringt. Habt ihr das öfters mal mehrere Spieler an eurem Tisch, die gerne alberne, laute und vor allem lustige kleine Spiele spielen, seid ihr hier an der richtigen Adresse. Für das Geld bekommt ihr einiges an Material und Spaß geboten. Bei uns kommt es immer noch regelmäßig als Spaßspiel auf den Tisch und ich denke, dass wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

STRATEGIE
1 von 10
Albernheit und Glück, aber keine Strategie!
INTERAKTION
4 von 10
Im Team zusammenarbeiten oder gegen die anderen.
GLÜCK
8 von 10
Der Glücksfaktor ist bei den meisten Attraktionen sehr hoch.
PACKUNGSINHALT
8 von 10
Eine riesen Menge Spielmaterial zu gutem Preis.
SPAß
9 von 10
Total albern, aber eine riesen Gaudi.
GESAMT-
WERTUNG:
8/10
"Rummelplatz ist für Partyspieler ein Pflichtkauf, man erkennt die Spieltische an der Lautstärke und dem Gelächter schon von weitem."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

`s Meinung:

Zuerst einmal muss man wissen, dass viele Autoren, Redakteure und Illustratoren bei diesem Projekt eine Menge Spaß hatten, denn anders wäre dieses zum Teil sehr alberne Partyspiel sicherlich nicht entstanden. Lobend muss man gleichzeitig ergänzen, dass das Honorar der Kindernothilfe gestiftet wurde und allein dafür ziehe ich meinen Hut!
Rein spielerisch muss man für dieses Spiel einfach die richtige Spielgruppe am Tisch sitzen haben, denn dieser Rummelplatz kommt nicht bei jedem Spieler sehr gut an. Auch die Spiele sind aus meiner Sicht zum Teil sehr witzig aber zum anderen Teil nicht überzeugend genug.
Zu den Highlights zählt für mich nach wie vor die Achterbahn, die mit solch einfachen Abläufe die Bude zum Brennen bringt. Ach, haben wir gelacht.
Insgesamt gesehen eine sehr gute Alternative zur Vielzahl an Partyspielen auf dem Markt. Mein Urteil fällt zwar nicht so gut aus wie bei Andreas, dennoch liegt das Spiel im guten Mittelfeld und weckt bei mir Erinnerungen an gewisse Ausflüge in der tollen Stadt Hamburg.

STRATEGIE
0 von 10
Nicht vorhanden!
INTERAKTION
4 von 10
Je nach Aufgabe etwas Interaktion!
GLÜCK
8 von 10
Etwas Glück gehört bei einigen Aufgaben einfach dazu!
PACKUNGSINHALT
8 von 10
Eine Menge an Material, welches man anfangs erst einmal sortieren muss!
SPAß
6 von 10
Sehr stark abhängig von der Spielgruppe!
GESAMT-
WERTUNG:
6/10
"Partyspiel zum Jubiliäum. Sehr viel Material und Aufgaben die zum Teil doch etwas albern sind und dennoch Spaß machen!"
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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