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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Familienspiel, Legespiel

Spielmechaniken:
Optimieren, Zuordnen

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 7 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 25.11.2010 - von Jörg

Zooloretto Mini


VORWORT:
Das Spiel Zooloretto wurde im Jahr 2007 zum Spiel des Jahres gewählt. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen und in dieser Zeit sind auch etliche Erweiterungen erschienen.
Immer noch ist das Spiel sehr beliebt und mit der neuesten Ausgabe soll sich das auch nicht ändern.
Es handelt sich bei Zooloretto MINI, aber nicht um eine Erweiterung, sondern um ein eigenständiges Spiel.

Wie einfach das Spiel wohl sein mag, zeigt die Altersangabe mit 7 Jahre. Das ursprüngliche Basisspiel ist ab 8 Jahre ausgeschrieben. Ob das eine Jährchen allerdings einen wirklichen Unterschied macht, stellen wir mal in Frage.

Egal, als abgespeckte Version und somit kleinen Bruder, wird uns dieses Spiel angepriesen und in unseren Testpartien brachten wir nicht zur Zoooloretto Spieler an den Tisch, sondern spielten auch Partien mit Leuten, die Zooloretto überhaupt noch nicht kannten.
Ob uns das Spiel überzeugt hat erfahrt ihr im folgenden Bericht.

ZIEL DES SPIELS:
Jeder Spieler ist Direktor in einem kleinen Zoo. Die Spieler müssen ihre Gehege mit Tieren und zum Teil auch mit Landschaftsplättchen besetzen.
Doch Vorsicht, wer zu viele Tiere unterschiedlicher Arten besitzt, muss diese in den Stall setzen. Wer am Ende die meisten Punkte besitzt gewinnt.

SPIELAUFBAU:
77 Tierplättchen gibt es und je nach Spieleranzahl wird eine bestimmte Anzahl an Tierarten aus dem Spiel genommen. Die restlichen Plättchen (außer Nachwuchs) werden in den Beutel gelegt. 15 Plättchen werden als verdeckter Stapel auf die Seite gelegt. Oben drauf setzt man die kleine süße Pandafigur.

Jeder Spieler bekommt eine Zootafel mit drei Gehegen und einem Stall.´Abhängig von der Spieleranzahl werden die Transportwagen (auf Vorder- und Rückseite achten) in die Tischmitte gelegt.

SPIELABLAUF:
Ein Spieler beginnt und legt ein Plättchen (aus dem Beutel) offen auf einen Transportwagen, oder nimmt einen dieser Wagen zu sich.

Je nach Wagen passen unterschiedlich viele Plättchen darauf und sofern bereits alle Plätze vergeben sind, muss der Spieler diese zweite Aktion nutzen. Der Wagen muss also nicht voll sein um damit seine Runde abzuschließen.

Die Spieler legen die passenden Plättchen (insbesondere auf gleiche Tiere achten) in ihr Gehege oder in den Stall.
Eine besondere Situation liegt vor, wenn Männchen und Weibchen in einem Gehege sind. Dann muss sich der Spieler ein Nachwuchsplättchen nehmen.

Bei sechs Plättchen im Gehege kann sich der Spieler entweder ein beliebiges Plättchen aus dem Stall eines Mitspielers nehmen, oder eines seiner Plättchen abgeben.


Viele der hier genannten Abläufe erinnern an das Basisspiel, so dass weitere Details diesem Test zu entnehmen sind.

Das Spiel endet, wenn der Beutel leer ist und der Stapel mit dem Pandabär angebrochen wird. Die laufende Runde wird jedoch noch zu Ende gespielt.
Gemäß der Wertungstabelle erhalten die Spieler Punkte abhängig von der Anzahl der Tiere in einem Gehege sowie Extrapunkte für unterschiedliche Landschaftsplättchen. Für Tierarten und Landschafsplättchen im Stall gibt es Minuspunkte.

Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Strategie:

Taktische Möglichkeiten gibt es durchaus. Gerade bei der Entscheidung, noch ein Plättchen zu ziehen oder gleich den Wagen zu nehmen, fällt einem die Entscheidung schwer.

Im Basisspiel hatte man mehr Möglichkeiten, da in dieser Miniedition die Geldeinheiten entfallen. Nur mit einem vollen Gehege hat man die Möglichkeit, Plättchen loszuwerden oder sich ein attraktives Tier eines Mitspielers zu schnappen.

Interaktion:

Der Interaktionsfaktor ist hoch, da jeder Spieler genau erkennt, welche Tiere ein Mitspieler dringend benötigt. So kommt es durchaus oft vor, dass gezogene Tiere möglichst unpassend für andere auf bestimmte Transportwagen gelegt werden.

Glück:

Der Glücksfaktor ist hoch wenn man viel riskiert. Spielt man ein paar Partien, muss man aber auch oft etwas riskieren, damit die Chancen eines Sieges steigen. Zieht man auf Dauer unpassende Tiere, ist der Stall mit vielen Tierarten belegt, was somit auch zu vielen Minuspunkten führt.

Die Möglichkeiten sind gering und vieles hängt davon ab welche Tiere man zieht und welches Tier auf welchem Wagen landet.

Packungsinhalt:

Grafisch hat man sich an der Zooloretto – Reihe orientiert.
Auch bei den Plättchen orientiert man sich am großen Bruder, wobei allerdings zum Teile andere Tiere (z.B. Wolf) zum Einsatz kommen. Besonders süß finden wir die Idee der Pandafigur, die auf die 15 Plättchen gestellt wird. In der Basisversion ist es ein roter Spielstein.

Die Anleitung ist übersichtlich und Zooloretto-Kenner können sogar einige Passage überspringen. Preislich kostet das Spiel etwa 15 Euro und liegt leicht unter dem Preis für das größere Basisspie (ca. 25 €). Ob man sich dann nicht gleich das Basisspiel kaufen sollte?

Spaß:

Zooloretto spielt sich in Runden mit Kennern des Spiels sehr schnell und jeder sucht gerade in den ersten Partien nach den bekannten Geldeinheiten. Doch dieser Punkt ist komplett aus dem Spiel genommen wurden. Viele Möglichkeiten hat man somit nicht, wobei die Runden dadurch sehr schnell gespielt werden. Wer zu viel riskiert hat kaum noch Chancen das Spiel zu gewinnen.
Der Spielspaß war eher gering. Vielen Spielern fehlten einfach die Elemente des Basisspiels.

Und wie verliefen die Runden mit Nicht-Zooloretto-Spielern?
Diese Spieler mussten wir nicht lange suchen, denn in unseren Spieleclubs gibt es doch manch einen Spieler, der Zooloretto nicht kennt. Als erfahrener Zooloretto Spieler haben wir die Regeln schnell erklärt und ein Spieleinstieg ist nach wenigen Minuten möglich. Schnell haben auch die „Neulinge“ die Abläufe verinnerlicht und durch uns angestachelt, riskieren sie auch hin und wieder ein erneutes Ziehen eines Plättchens. Den Spielern hat es gefallen, auch wenn sie sich doch die eine oder andere Aktion hinzugewünscht hätten. AHA, dann sind wir mal wieder beim Basisspiel.

Klar, wer Zooloretto häufig spielt, möchte natürlich auch mehr Möglichkeiten haben. Wer allerdings nur selten oder ab und zu nach Zooloretto greift, dem reicht sicherlich auch die Mini Version. Da sich allerdings der Preis kaum unterscheidet, kann man sicherlich gleich die größere Ausgabe kaufen.

Uns als Vielspieler überzeugt weiterhin das Basisspiel. Sicherlich liegt es auch daran, dass wir die Aktionen schon sehr gut verinnerlicht haben und uns in dieser Mini-Ausgabe einfach weitere Möglichkeiten fehlen.


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