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Testbericht vom 19.02.2014 - von Jörg

UGO!




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
40 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
5.5/10 bei 2 Bewertungen



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preview vom 18.10.2013

Essen 2013: UGO! (PLAYTHISONE)

Essen 2013: UGO! (PLAYTHISONE) from Cliquenabend on Vimeo.

Kurze Werbepause :-) noch 15 Sekunden

Vorwort

Der niederländische Verlag sorgte auf der Spielemesse in Essen 2013 für etwas Aufsehen, denn die Neuheit Ugo landete bereits frühzeitig auf der Fairplay-Liste recht weit oben. Auf dieser Liste, auf der die aktuell beliebtesten Spiele aufgeführt sind, schaffte dieses Stichspiel am Ende den 10. Platz.
Oje, noch ein weiteres Stichspiel?
Ja, doch die sehr gute Platzierung sorgte nicht nur vor Ort sondern auch Wochen später für viel Diskussion. Braucht der Markt ein weiteres Stichspiel, zumal es auch bei den Varianten mittlerweile sehr viele Veröffentlichungen gibt? Eine Antwort wollen wir euch dazu natürlich geben, doch zuvor werfen wir auch einen Blick auf das Spiel.

Spielablauf:

Ugo zu erklären ist gar nicht so einfach, zumindest wenn ich an die ersten Partien mit unterschiedlichen Gruppen denke. Dabei gibt es gar nicht so viel Material (45 Spielkarten unterschiedliche Farbe, ein Königreich/Tableau für jeden Spieler und 36 Bauernplättchen).
Im Verlauf dieses Stichspiels legen die Spieler gewonnene Stiche auf ihr Königreich ab, um am Ende die meisten Punkte vorzuweisen. Der Mechanismus von Stichspielen ist somit vorhanden, wird allerdings durch ein paar Feinheiten ergänzt. Jeder Spieler beginnt mit 10 Karten auf der Hand und die Karte mit dem höchsten Wert gewinnt und nimmt die ausgespielten Karten als Stich. Bei mehreren Karten mit dem höchsten Wert gewinnt der Spieler, dessen Karte die angespielte Karte bedient hat. Hat keine der höchsten Karten die angespielte Karte bedient, gewinnt der Spieler der als erster eine der Karten mit dem höchsten Wert gespielt hat. Anhand einiger Beispiele in der Anleitung wird das Ganze auch verständlich erklärt.
Das war aber noch nicht alles, denn die Spieler legen ihre gewonnenen Stiche nach Farbe sortiert (höchster Wert liegt oben) auf ihr Königreich bzw. einzelnen Felder ab. Eventuell werden bei weiteren Stichen Karten gestapelt und der hohe Wert kann plötzlich ganz niedrig sein. Die Bauern sorgen für ein fruchtbares Land, so dass die oberste Karte nur Punkte abwirft, wenn Bauern vollständig auf Feldern vertreten sind. In der Anfangsreihe ist dies der Fall, doch um so weiter man im Königreich (Tableau) nach rechts schaut, desto mehr Bauern fehlen. Doch wie kommt man an diese Plättchen?
Indem man Karten mit Wert 1 und 2 ausspielt und Stiche verliert. Unter Umständen bekommt man je nach Farbe dann einen bzw. zwei Bauern.
Verwirrt? Ja, auch uns ging es so, denn im Spielverlauf muss man sich jetzt an vielen Faktoren orientieren. Haben alle Spieler ihre Karten ausgespielt schaut sich jeder Spieler seine Felder im Königreich an. Sind die Bauern auf Feldern vollständig vertreten, gibt es den Kartenwert (oberste Karte) als Punktewert. Fehlen Bauern und liegen auf dem Feld Karten, führt dies zu fünf Minuspunkten. Liegen auf einem Feld Bauern, aber keine Karten, kann man im Hinblick auf der Wertanzeige des Königreichs aber noch ein paar Punkte bekommen. Gespielt wird über vier Runden und wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt.

s Meinung:

Komischer Name für ein Spiel, bei dem nicht eine Person sondern Ländereien mit ähnlichen Namen im Vordergrund stehen. Dahinter versteckt sich ein Stichspiel, welches man im Bezug auf die Regeln noch einmal richtig auf den Kopf stellt. Mit doch sehr gewöhnungsbedürftigen Regeln benötigte ich auch einige Partien, um damit klar zu kommen. So waren wir in den ersten Partien zumeist zu Dritt und zu Viert, da ich selbst nicht glauben konnte, dass ein Stichspiel dieses Formats auch zu Zweit funktionieren kann. Um es vorweg zunehmen, ja es funktioniert und wird sehr taktisch. Allerdings hat man doch sehr viele Bauernplättchen vor sich liegen, was den Reiz des Spiels schnell abfallen lässt. Nach einigen Partien schwenkte ich dann doch lieber wieder zu großen Runden über, da das Ganze einfach besser funktioniert.
Doch lässt Ugo auch Planung zu?
Durch wichtige hohe aber auch niedrige Karten wird das Ganze ab und an zu einem Glücksspiel, dessen Ausgang man nicht immer beeinflussen kann. Freude und Frust liegen nahe beieinander, denn schnell kann sich das Blatt wenden.
Mit guter Qualität, schöner Gestaltung und etwas verzwickten Regeln kann das Spiel erst mit der Zeit etwas Punkten und schwankt bei mir zwischen Durchschnitt und Reizvoll.
Doch braucht man Ugo?
Letztendlich bleibt es für mich ein durchschnittliches Spiel, denn auch wenn man die Regeln des Stichspiels etwas auseinander nimmt und abgelegte Karten am Ende eine Rolle spielen, fehlt mir auf Dauer ein gewisser Wiederspielreiz. Stichspiele und Varianten habe ich bereits einige und auch wenn Ugo dem Ganzen noch eine Schippe drauf setzt, wird es die mir vorliegenden Kartenstichspiele nicht verdrängen.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
5/10
Stichspiel mit ungewöhnlichen Abläufen! Anfangs etwas reizvoller, doch auf Dauer nur Durchschnitt.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Stichspiele sind schön und bin ein großer Fan von Stichspielen, wenn sie denn für gute Unterhaltung sorgen und auch entsprechend anders sind als die schon bekannten. Gerade letzterer Punkt ist natürlich nicht so einfach, denn inzwischen gibt es unzählig viele Stichkartenspiele auf den Markt und einen neuen Kniff zu entwickeln, der auch noch Spaß macht umso schwerer.
Stichspiele kann man meiner Meinung nach grundlegend in zwei Kategorien einordnen. Zum einen gibt es die Version für Vielspieler, bzw. Stichspielkenner und Liebhaber. Diese sind meistens sehr taktisch, verlangen das Kartenmitzählen (zumindestens wenn man gut spielen möchte) und besitzen wenige Glücksfaktoren. Die zweite Kategorie hat als Zielgruppe Familien, Gelegenheitsspieler und vor allem auch Menschen die noch keine Stichspiele kennen im Auge. Hierbei findet man meist leichtere Regeln vor, einen deutlich höheren Anteil Glück und hier und da wird eine Standardregel des klassischen Stichspiels gebrochen.
Natürlich überschneiden sich beide etwas, aber UGO! tendiert eindeutig in die zweite Kategorie. Es möchte also von sich aus vor allem Familien ansprechen und hat dem klassischen Stichspiel ein schönes und interessantes Thema unterlegt. Gleichzeitig sorgen die neuen Mechanismen für ein gänzlich anderes Spielverhalten. Beim klassichen Stichspiel gewinnt derjenige der seine Karten am besten lesen und spielen kann und vorallem derjenige mit den meisten Stichen. Bei UGO! ist das anders: Die Stichanzahl ist hierbei relativ egal, es geht mehr darum möglichst hohe Karten zum richtigen Zeitpunkt zu erhalten und dann auch noch genügend Bauern zu besitzen. Gerade die Bauern sind ein Knackpunkt, der für Reiz und Spannung sorgt. Denn die Karten die viele Bauern einbringen verlangen, dass man den Stich verlieren muss. Ein gänzlich neues Konzept, denn so müssen die Spieler genau überlegen welchen Stich sie verlieren wollen und welchen nicht. Hinzu kommt der Faktor, dass man natürlich seinen Mitmenschen gerne mal hier und da einen Stich schenkt, denn sie nicht wollten, einfach um ihre hohen Karten zu überdecken. Das sorgt für Emotionen am Tisch. Wenn dann jemand mit vielen hohen Karten zu wenig Bauern abbekommen hat ist der Ärgerfaktor noch größer.

UGO! macht also einiges anders, während es die Basisregeln "Farbe bekennen", "Mit ist Shit!", "Hohe Karte gewinnt den Stich", beibehält. In unseren Spieltests, waren Hardcore Stichfans nicht unbedingt begeistert, da ihnen der Glücksfaktor zu Hoch und der Einfluss zu niedrig war. Gelegenheitsspieler, Stichspielneulinge und Familien waren allerdings vom Spielgefühl und Layout vom Spiel angetan. Somit sorgt UGO! in seiner Zielgruppe durchaus für Aufmerksamkeit und Unterhaltung.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
6/10
Ein schön illustriertes Familienstichspiel.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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