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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Abstraktes Spiel, Geschicklichkeitsspiel und/oder Aktionspiel, Familienspiel, Legespiel

Spielmechaniken:
Plättchen legen

Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 6 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 23.04.2012 - von Jörg

Lakota


Vorwort:

Wer hat sich unser Video zu Lakota bereits angeschaut? Ok, auch wir gehören dazu ;-), doch irgendwie konnte uns der Ablauf durch Legen der Holzstäbchen nicht wirklich fesseln. So waren wir natürlich gespannt, inwieweit sich unsere eher geringe Erwartungshaltung in der Praxis bestätigt. Nach etlichen kleinen und großen Runden wird es Zeit, über das Spiel in schriftlicher Form zu berichten.

Ziel des Spiels:

Die Spieler müssen reihum ihre Holzstäbchen auf das Spielbrett ablegen. Wer am Ende keine Stäbchen mehr hat, gewinnt.

Spielaufbau:

Das runde Spielbrett wird in die Tischmitte gelegt und abhängig von der Spieleranzahl werden die Holzstäbchen an die Spieler verteilt.

Spielablauf:

Ein Spieler beginnt, bevor im Uhrzeigersinn der Nächste folgt.
Der aktive Spieler legt ein Stäbchen aus seinem Vorrat waagrecht auf das Spielbrett. Er platziert es direkt auf eine freie Fläche, ohne dass andere Stäbchen berührt werden, bevor der nächste Spieler folgt. Die zweite Möglichkeit ist das Bauen einer Brücke und dabei legt der Spieler ein Stäbchen aus seinem Vorrat auf genau zwei bereits liegende aber noch unbebaute Stäbchen einer Ebene. Baut der Spieler eine Brücke, ist er sofort ein weiteres Mal am Zug. Durch geschicktes Bauen von Brücken kann man so gleich mehrere Stäbchen legen. Kann oder möchte man keine Brücke bauen, muss man seinen Spielzug durch die Aktion Lücke abschließen, auch wenn man seinem Mitspieler dadurch eine Vorlage zum Bauen einer Brücke liefert. Der aktive Spieler muss somit in seinem Zug immer ein Stäbchen legen.
Wird durch das Platzieren ein Einsturz der Stäbchen verursacht (in der Praxis eher selten), muss der Spieler alle Stäbchen in seinen Vorrat nehmen. Als Strafe erhält der rechte Mitspieler noch ein Stäbchen aus dessen Vorrat. Auch ein am Rand platziertes Stäbchen, welches vom Spielbrett fällt, zählt als Einsturz.
Die einzelnen Legeregeln werden noch einmal grafisch in der Anleitung verdeutlicht.

Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler als Erster alle seine Holzstäbchen ablegen konnte. Die Runde wird nicht zu Ende gespielt.

Strategie:

In unregelmäßigen Abständen treffen die Cliquenabendler sich gemeinsam zum Spielen und ganz gut kann ich (Jörg) mich noch erinnern, als Lakota auf unserem Tisch landete. Jeder von uns hatte eine bestimmte Zahl an Holzstäbchen vor sich und der Gastgeber Jörg durfte mit seiner ersten Partie starten, denn die anderen aus dem Team kannten die Abläufe bereits zu gut!
Naja, dachte sich der Jörg, „dann legsch halt ä Stäbl in die Midde“!  
Oh weh … gut kann ich mich noch an manche Aussagen der hessischen Fraktion erinnern: „Nein, das war ein Fehler!“ – „Damit fallen Deine Gewinnchancen!“ usw.

AHA!

Ok, ich habe die Partie verloren und es lag nicht an dem ersten Holzstäbchen, denn strategische Faktoren sind wirklich nicht vorhanden. Regelmäßig gibt man seinem nachfolgenden Spieler ungewollt eine Vorlage zum Bauen einer Brücke. Da aber jeder Spieler immer mit einem Holzstäbchen seinen Zug abschließen muss, bieten sich im Verlauf einer Partie immer neue Möglichkeiten. Die Kunst ist nur, diese auch zu erkennen.

Interaktion:

Es sieht für Außenstehende oft danach aus, als würden junge und/oder ältere Spieler einen Turm errichten. Dabei konzentrieren sie sich nur auf ihren Zug bzw. dem Bau einer Brücke. Etwas wackelig kann es schon zu gehen und so ist auch die Interaktion untereinander eher gering und spielt hier auch keine Rolle!

Glück:

Nicht immer liegt ein Stäbchen an der gewünschten Stelle und oft fehlen einem die Möglichkeiten, um einen guten Platz für sein Holzstäbchen zu finden. Kettenreaktionen durch Bauen von mehreren Brücken durch einen Spieler will man verhindern, doch in jeder Partie entsteht ein neues Gebilde. Etwas Glück in den einzelnen Zügen gehört dabei dazu.

Packungsinhalt:

Lakota ist rein äußerlich eher unauffällig und nach dem Öffnen der Packung weiß man mit der Vielzahl der Stäbchen und der runden Platte noch nicht viel anzufangen. Es wirkt insgesamt gesehen abstrakt und schlicht. Die wichtigste Materialkomponente, die Holzstäbchen, sind sehr gut verarbeitet und dank einer kurzen Anleitung und einer schönen Beispielansicht kann man bereits nach wenigen Minuten mit dem Spiel beginnen. Die Verpackung ist groß genug und der Preis mit ca. 20 Euro geht aus unserer Sicht in Ordnung.

Spaß:

Man muss Lakota spielen, denn aufgrund des bei uns hinterlegten Videos oder einen Blick auf die Bilder dieses Berichtes kann man doch recht wenig über das Spiel sagen.
Bereits in der ersten Partie spürt man die Motivation der Spieler, alle Stäbchen los zu werden und jeder Zug bzw. jedes Platzieren eines Stäbchens wird genau geprüft.
Insgesamt gesehen verlaufen die Partien aber recht zügig und dauern maximal 30 Minuten. Dabei gibt man die Hoffnung nie auf, doch noch eine Partie gewinnen zu können. In jeder Partie sieht das Gebilde aus Holzstäbchen anders aus und dabei macht es zu Zweit genau so viel Spaß wie zu Viert. Lediglich Runden mit mehr als fünf Spielern ziehen sich etwas in die Länge bis man „endlich“ wieder am Zug ist. Der Spaßfaktor fällt hier etwas geringer aus.

Der Funke Spaß sprang insgesamt gesehen doch schnell auf uns über und mittlerweile nehmen wir Lakota auch sehr gerne zu Spielenachmittagen mit. Für Jung und Alt und gerade auch für Gelegenheitsspieler ist es wirklich gelungen, wobei auch wir Vielspieler immer gerne zum Spielen einer Partie bereit stehen.


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