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Details
Verlage:
Genres:
Kartenspiel, Echtzeit / Gleichzeitig, Familienspiel, Reaktionsspiel, Geschicklichkeitsspiel und/oder Aktionspiel, Logikspiel

Spielmechaniken:
Reaktion, Gleichzeitiges Handeln

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
10 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Durchschnittswertung:
5/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 07.01.2012 - von Jörg

Ligretto Twist


Vorwort:

Wer kennt Ligretto nicht? Fast jeder, der öfters spielt, hat dieses Spiel mit Sicherheit bereits in den Händen gehabt. Ziel dieses turbulenten Spiels ist es, den Stapel mit den 10 Karten abzutragen und dabei möglichst viele Punkte zu ergattern. Hierbei spielen nicht nur die Kartenwerte, sondern auch die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau eine Rolle.
Bei Würfel Ligretto konnten bereits viele unserer Spieler ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Mit Ligretto Twist geht es jetzt in eine neue Runde und der Name Twist lässt erahnen, dass zum Spiel Twister vielleicht gewisse Zusammenhänge bestehen. Wir können jetzt schon verraten, dass dies tatsächlich so ist und so haben wir das Spiel mit Jugendgruppen und begeisterten Ligretto Spielern einem Härtetest unterzogen.

Ziel des Spiels:

Die Spieler müssen versuchen, ihren Stapel an Farbkarten so schnell wie möglich auf die passenden Farbstapel in der Tischmitte abzulegen. Dabei kommen einem die Mitspieler dauernd in die Quere, denn jeder versucht diese Aufgabe so schnell wie möglich zu lösen.

Spielaufbau:

160 Spielkarten in vier Farben. Das ist alles was man für ein Spiel benötigt! Abhängig von der Spieleranzahl wird von jeder Farbe eine (bzw. zwei) Karte/n in die Tischmitte gelegt. Die restlichen Karten werden gut gemischt und an die Spieler verteilt. Jeder Spieler hat somit einen Kartenstapel vor sich liegen.

Spielablauf:

Die Spieler müssen gleichzeitig und möglichst schnell alle eigenen Karten auf die entsprechenden Farbkarten in der Tischmitte legen. Dabei nimmt jeder mit einer Hand die oberste Karte auf, schaut sich die Farbe an und legt diese auf das farblich passende Stapelfeld. Jetzt kommt der Twist, denn die Hand bleibt auf dem Stapel liegen und mit der anderen Hand nimmt sich der Spieler die nächste Karte seines Stapels. Danach nimmt er die andere Hand wieder weg und nimmt sich eine neue Karte, usw.

Logisch, dass es hier zu Blockaden kommen kann, so dass der Spieler einfach die Karte neben den eigenen Stapel legt und versucht, mit der nächsten Karte weiterzuspielen. Bei Farbgleichheit und der eigenen blockierten Hand muss der Spieler seine beiden Hände schnell switchen. Wie turbulent das ganze aussieht, erkennt man in unserer Bildergallerie.

Das Spiel ist zu Ende, sobald ein Spieler alle Karten ablegen konnte. Die Spieler notieren, wieviele Farbkarten sie noch übrig haben (=Minuspunkte). Gespielt wird über fünf Runden. Wer danach die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.

Strategie:

Partie dauern kaum länger als 5 Minuten und Strategie spielt dabei keine Rolle. Schnell agieren und den Überblick behalten sind Faktoren, um zu gewinnen.

Interaktion:

Von Anfang bis Ende kommt man sich in die Quere, so dass neben den eigenen Händen oft auch die Karten unter diesem Stressfaktor leiden. Der Interaktionsfaktor ist somit auch sehr hoch! In Punkto Kommunikation haben wir immer noch das Gekreische der Spieler „Oh, nein!“, „Mach schon!“ etc. in den Ohren.

Glück:

Jeder Kartenstapel der Spieler hat eine unterschiedliche Farbreihenfolge, doch es spielt überhaupt keine Rolle, in welcher Reihenfolge die einzelnen Karten angezeigt werden. Glück spielt dabei durchaus eine wichtige Rolle, denn gerade in voller Spielbesetzung gehört zum Gewinnen auch etwas Glück dazu!

Packungsinhalt:

Karten aus Stahl! ;-) Ja, so was wünscht man sich bei Ligretto Twist, denn bereits nach drei bis vier turbulenten Runden zeigen einzelnen Karten bereits einige Abnutzungserscheinungen. Aber das sind wir ja von Ligretto Spielen gewohnt und um Schnelligkeit geht es schließlich auch in diesem Spiel. Doch keine Sorge, auch nach 10 Partien kann man mit allen Karten noch viele weitere Partien absolvieren.
Der Preis mit knapp 7 Euro geht dabei in Ordnung und die einfachen Regeln sind schnell erklärt. Nur bei der grauen Farbanleitung und der unübersichtlichen Gliederung durch viele Sprachen hätte man sich etwas mehr Übersichtlichkeit gewünscht.

Spaß:

Eigentlich sollte man wissen, was in Ligretto Twist steckt, denn in unseren Runden gab es hierzu nur zwei Meinungen:

  • Das Standardspiel Ligretto macht viel mehr Spaß und dabei bleiben wir!
  • Ligretto Twist ist verrückt und für Zwischendurch eine nette Abwechslung!

Wir gehören dabei der zweiten Gruppe an, so dass unser Urteil nicht gleich vernichtend klingt. Hektische Spiele liegen nun einmal nicht jedem Spieler, doch bei Ligretto Twist muss man seine Augen nicht nur blitzschnell bewegen, sondern auch mit den Händen flink und schnell zur Sache gehen. Alleine das Zusehen solcher Partien ist verrückt und manch einer ist froh, nicht mitspielen zu müssen.
Sicherlich kommt Ligretto Twist nicht regelmäßig auf den Tisch, doch zu einem schnellen Spielchen zwischendurch sagt man auch nicht Nein.


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