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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Familienspiel, Echtzeit-Gleichzeitig, Abstraktes Spiel, Knobelspiel, Puzzle

Spielmechaniken:
Gleichzeitiges Handeln, Logik

Release:
2011

Anzahl der Spieler:
1 bis 5 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 22.09.2011 - von Jörg

Uluru


Vorwort:

Ein Spiel für Platzierkünstler, Knobelfans und Um-die-Ecke-Denker. Wer sich hier angesprochen fühlt, ist bei Uluru richtig. Sicherlich hat man dieses Namen Uluru schon einmal gehört, denn Ayers Rock ist eine andere Bezeichnung für diesen drei Kilometer langen und zwei Kilometer breiten Berg, der sich mit ca. 350 Meter Höhe von der Dünenlandschaft Australiens hervorhebt. Ein Traumurlaubsziel, was ich bzw. wir uns irgendwann auch verwirklichen wollen.
In diesem Spiel sind es aber insbesondere Traumvögel und Wunschkarten, deren volle Aufmerksamkeit man sich widmet.

Ziel des Spiels:

Wo und vor allem neben wem landen in der Nacht die Traumvögel um den heiligen Berg? Die Wünsche der Vögel muss der Spieler berücksichtigen, um alle Vögel auf ihrem Tableau zu platzieren. Ziel ist es, möglichst wenig Minuspunkte zu kassieren.

Spielaufbau:

Der Spielplan mit der Kartenauslage für acht Karten wird in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler nimmt sich eine Spieltafel und ein Set von acht Traumvögeln unterschiedlicher Farbe. Diese farbigen Tiere sind auf dem Spielplan der Reihe nach hinterlegt und darunter ist Platz für eine Wunschkarte. Sanduhr und Minuspunkte legt man zur Seite und mischt die Karten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad (zuvor auswählen).

Spielablauf:

Zu Spielbeginn werden acht Wunschkarten vom verdeckten Stapel gezogen und jeweils eine davon offen auf die acht Ablageflächen unter die Traumvögel gelegt. Die Karten geben an, auf welchem Platz der dazugehörige Traumvogel in dieser Runde sitzen will (vgl. unser Bildmaterial).

Die Sanduhr wird umgedreht und alle Spieler versuchen gleichzeitig, ihre acht Traumvögel auf der eigenen Spieltafel zu platzieren. Das Spicken beim Mitspieler ist nicht erlaubt und nach dem Ablauf der Sanduhr dürfen keine Vögel mehr platziert werden. Vögel, die keinen Platz gefunden haben, bringen einen Minuspunkt.
In der Auswertungsphase werden die Wunschkarten der Reihe nach überprüft. Jeder Spieler schaut auf seine Tafel und wurde der Wunsch des Vogels nicht erfüllt, erhält der Spieler einem Minuspunkt. In der neuen Runde kommen acht neue Wunschkarten zum Einsatz.
Das Spiel ist nach sechs Runden zu Ende. Wer die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.

Der Schwierigkeitsgrad der Karten ist anhand der aufgedruckten Nummer ersichtlich. Viele der Karten sind selbsterklärend, so dass man nur bei Bedarf einen Blick in die Anleitung werfen muss.

Es gibt auch noch eine Variante, die es erlaubt, in Spielgruppen mit sehr unterschiedlichen Spielstärken zu spielen. Hierzu dreht man die Spielplanseite, so dass zwei Mal acht Kartenplätze zu sehen sind. Den Schwierigkeitsgrad der Karten kann man somit an den Spieler anpassen, um beispielsweise für Anfänger eine Reihe mit einfachen Karten zu bilden. Die erfahrenen Spieler nutzen die andere Reihe mit anspruchsvolleren Karten.
Eine weitere Variante bietet als Expertenmodus die Möglichkeit, dass jeder Vogel gleich zwei Wünsche hat. Das Wort "Extrem" hat hier durchaus seine Bedeutung!

Strategie:

Auf los geht’s los und schnell versucht man die Karten und Vorgaben der Vögel auf dem Tableau umzusetzen. Allerdings schadet es nicht, einen Gesamtüberblick über alle Karten zu bekommen. Der Strategiefaktor ist dabei gering, da man lediglich einen guten Überblick über alle Karten haben muss.

Interaktion:

Von Interaktion kann keine Rede sein. Alle Spieler müssen sich gut konzentrieren und jeder hat sein eigenes Tableau vor sich. Spicken ist nicht erlaubt und das kostet so wie so nur unnötig Zeit!

Glück:

Etwas Glück gehört schon dazu, zumal es gerade bei einem hohen Schwierigkeitsgrad nicht einfach ist, alle Kartenvorgaben umzusetzen. Abhängig von der Kartenauslage gibt es auch nicht immer all zu viele Möglichkeiten und der Druck der Zeituhr drängt einem praktisch dazu eine schnelle Entscheidung zu treffen.

Packungsinhalt:

Grafisch und in Punkto Material gefällt uns Uluru wirklich gut. Besonders erwähnenswert ist der zweiseitige Spielplan, mit dem auch erfahrene gegen unerfahrene Spieler antreten können. Die Anleitung ist überschaubar und nach wenigen Absätzen kann man bereits mit einer Partie beginnen. Der Preis mit knapp über 20 Euro geht aus unserer Sicht in Ordnung.

Spaß:

Knobelfans kamen bereits bei Ubongo auf ihre Kosten und in diesem Spiel haben sie mindestens genauso viel Spaß. Ja, man muss solche Spiele lieben, in denen man auf sich selbst gestellt und gegen die Zeit Vorgaben umsetzen muss.
Das gefällt nicht jedem und ohne Geduld ist man schnell auf verlorenem Posten. In unseren Runden kam das Spiel besonders in Familien- und Kinderrunden gut an und auch wir kamen unter Verwendung der Variante ebenfalls auf unsere Kosten.


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