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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Kinderspiel, Ferne Vergangenheit, Abenteuer, Magnetspiel, Antike, Ägypten

Spielmechaniken:
Würfeln

Release:
2009

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
10 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 5 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen



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Testbericht vom 10.08.2010 - von Jörg

Schatz der Mumie


Dieses Mitbringspiel wurde 2010 auf die „Empfehlungsliste – Kinderspiel des Jahres“ gesetzt. Somit ist es als Kinderspiel auch einen näheren Blick wert, zumal Spielschachteln in kleinem Format, aufgrund der Vielzahl von Spielen heutzutage, schnell untergehen. Hinter dem Spiel steckt der erfolgreiche Autor Marco Teubner, der die Spieler diesmal in die Wüste, genauer gesagt, nach Ägypten schickt. Auf der Suche nach goldenen Münzen, wertvollen Vasen und Kunstgegenständen des Pharaos, wollen sie zum größten Schatzsucher werden. Wie es Ihnen gelingt und ob dieses Spiel auch zurecht auf der Empfehlungsliste steht, erfahrt ihr im Bericht.

ZIEL DES SPIELS:
Der Spieler, welcher als erster alle seine Felder mit Schatzplättchen belegt hat gewinnt.

SPIELAUFBAU:
Jeder Spieler nimmt sich einen Ausgrabungsplatz (großes Plättchen) und legt es vor sich ab. (Überzählige Ausgrabungsplätze legt man zurück in die Spielschachtel.) Die 48 Schatzplättchen werden je nach Form (sechs verschiedene) gestapelt. Die fünf Würfel, welche vor der ersten Partie mit den Schatzsymbolen beklebt werden müssen, erhält der Startspieler.

SPIELABLAUF:
Ein Spieler beginnt und würfelt mit allen fünf Würfeln. Das Ergebnis vergleicht man mit den obersten Schatzplättchen eines jeden Stapels. Auf jedem Plättchen sind ein bis vier Symbole zu erkennen. Um ein solches Plättchen zu bekommen, müssen die Würfel die entsprechenden Symbole anzeigen.
Hinzu kommen einige Regeln, denn nicht jeder erste Würfelwurf bringt das gewünschte Ergebnis:
>Man darf bis zu dreimal würfeln.
>Im zweiten und dritten Würfelwurf darf man beliebig viele Würfel erneut werfen.
>Im dritten Würfelwurf darf man nochmals alle Würfel werfen.
>Man muss nicht noch einmal würfeln sondern kann auch das Ergebnis (z.B. nach dem zweiten Wurf) nutzen.
>Spätestens nach dem dritten Wurf, darf man die Würfel gegen Plättchen eintauschen. Ein Plättchen bekommt man aber nur, wenn man die notwendigen Symbole erwürfelt hat. Hat man nach dem dritten Wurf nicht die notwendigen Symbole, darf man auch kein Plättchen nehmen. Das erhaltene Plättchen legt man auf den eigenen Ausgrabungsplatz. Folgende Legeregeln sind zu beachten:
>Vor dem Ablegen darf man das Schatzplättchen drehen. >Die entsprechenden Kästchen beim Ablegen sind zu beachten.
>Schatzplättchen dürfen nie aufeinander liegen.
>Einmal gelegte Plättchen darf man nicht mehr verschieben. >Hat man für ein Plättchen keinen Platz, darf man es auch nicht nehmen. Anschließend folgt der nächste Spieler mit seinem Zug. Das Spiel endet sobald ein Spieler alle Felder seines Ausgrabungsplatzes vollständig belegt hat und dadurch gewinnt. (Einfacher ist das Spiel, wenn man das Schieben der Plättchen erlaubt.)

Strategie:

Würfelt man noch einmal, um die Chance ein größeres Plättchen zu ergattern? Es bleibt jedem Kind selbst überlassen dieses Risiko einzugehen. Mit der Zeit liegt dann eine bunte Mischung an großen und kleinen Plättchen auf den Spielertableaus. Das Risiko kein Plättchen zu bekommen bleibt aber weiterhin bestehen. Am Ende werden oft die Lücken mit 1er oder 2er Plättchen aufgefüllt.

Interaktion:

Jeder Spieler hat sein eigenes Tableau und es liegen genügend unterschiedliche Plättchen aus damit man sich auch nicht in die Quere kommt.

Glück:

Der Glücksfaktor wäre hoch, wenn man nur einmal würfeln dürfte. Doch drei Versuche sind sehr viele Chancen um an das gewünschte Plättchen zu kommen. Mit dem erneuten Würfeln sollte man es aber auch nicht übertreiben. Es gab bei uns genug Runden in denen die Kinder keine Plättchen erhalten haben. Oft sollte man sich lieber mit weniger zufrieden geben und auf den nächsten Zug hoffen.

Packungsinhalt:

Für ein „Mitbringspiel“ ist die Schachtel fast bis zum Rand mit Spielmaterial gefüllt. 48 kleine und vier große Plättchen sowie fünf Würfel findet man nicht in jedem Spiel dieses Formats. Diese Menge wirkt sich allerdings nicht auf den Preis von ca. 7 Euro aus, was lobend zu erwähnen ist. Sicherlich hätte man das Spiel auch in einem etwas größeren Format gestalten können. Die Plättchen sind dick und das Bekleben der Würfel mit den Symbolen zu verkraften (einmalige Angelegenheit). Auch die Anleitung ist sehr vorbildlich, was in unseren Runden insbesondere den Eltern gut gefallen hat.

Spaß:

"Schatz der Mumie" ist mehr als nur ein Mitbringspiel. Allein die Menge an Material sieht man nicht oft in so einem Format. In den Abläufen ist die Versuchung erneut zu würfeln sehr groß. Spannend blicken die Kinder nicht nur auf ihr Tableau, sondern auch auf die Möglichkeiten ihrer Mitspieler. Dabei dauern die Runden maximal 15 Minuten und selten endet eine Runde ohne eine zweite Spielrunde. Dabei sind es nicht nur Kinder, sondern auch Eltern, die gerne teilnehmen, um ihr Glück herauszufordern. Somit ist das Spiel nicht nur als Kinderspiel sondern auch als Familienspiel anzusehen. Insgesamt gesehen bleibt das Spiel auf Dauer attraktiv zumal mit dem Verschieben der Teile (Variante) auch eine Art Puzzlefeeling aufkommt.
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