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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Mythologie, Fantasyspiel, Kooperatives Spiel, Humor, Erweiterung eines Spiels, Kampfspiel

Spielmechaniken:
Kooperatives Spielen, Würfeln, Modulares Brett, Verschiedene Spielereigenschaften

Release:
2009

Anzahl der Spieler:
1 bis 4 Spieler

Spielzeit:
90 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 26.07.2011 - von Bernadette

Ghost Stories: White Moon


Vorwort:

Vor 2 Jahren erschien das kooperative Spiel „Ghost Stories“, indem die Spieler gemeinsam gegen den bösen Geist Wu Feng kämpfen müssen. Das Spiel bietet eine echte Herausforderung, aber davon soll man sich bekanntlich ja nicht abschrecken lassen. Getreu diesem Motto haben wir uns auch an die Erweiterung gewagt, die bereits letztes Jahr erschienen ist. Ob es sich lohnt, diese zu kaufen und ob sie das Spiel einfacher oder gar schwieriger macht, haben wir für euch getestet.

Ziel des Spiels:

Am Spielziel hat sich nichts geändert. Die Spieler versuchen immer noch gemeinsam Wu-Feng und seine Untertanen zu besiegen.

Spielaufbau:

Das Spiel wird wie üblich nach den Grundregeln aufgebaut. Es gibt allerdings in der Erweiterung ein neues Dorf-Plättchen, die „Kung-Fu-Schule“. Für die erste Partie wird empfohlen, diese in die Startaufstellung zu nehmen. Für spätere Partien kann man beliebige Dorfplättchen wählen.

Es gibt noch ein paar weitere kleine Änderungen. Durch die Erweiterung kommen ein Portal und 4 Urnen hinzu. Das Portal wird auf das mittlere Dorfplättchen gestellt und die 4 Urnen werden auf die Eckfelder des Dorfes platziert.

Weiterhin ist das Dorf, das wir als Taoisten beschützen , nicht mehr leer, wie es im Grundspiel der Fall war. Die Dorfbewohner-Plättchen werden, jeweils in Dreier- Stapel, auf die acht Dorffelder rund um das Portal gelegt. Das oberste Dorfbewohner-Plättchen ist immer aufgedeckt. Die Zufluchts- und Gräbertafeln für die Dorfbewohner werden neben dem Spielbrett bereit gelegt.

Zum Glück erhalten die Taoisten dieses Mal auch etwas mehr Unterstützung in Form von einer jungen Dorfbewohnerin, die vor langer Zeit gestorben ist. Ihr Name ist Su-Ling. Die Figur von Su-Ling, die Mondkristalle und die Artefakte, werden ebenfalls neben dem Spielplan bereit gelegt.

Spielablauf:

Das Spiel verläuft grundsätzlich nach den gleichen Regeln wie das Grundspiel, mit folgenden Ergänzungen:

  1. Neue Möglichkeit zu verlieren:

Als hätte man das Grundspiel noch nicht genug verloren, gibt es nun noch eine neue Möglichkeit, wie alle Spieler das Spiel verlieren. Wenn 12 Dorfbewohner getötet wurden, endet das Spiel sofort und die Taoisten haben das Spiel verloren.

  1. Su-Ling:

Die Figur Su-Ling kommt ins Spiel, sobald ein Dorfbewohner getötet, der Fluchwürfel gewürfelt oder ein Dorffeld umgedreht wurde. Die Figur wird auf eine der Markierungen für die Spukfiguren gesetzt. Su-Ling neutralisiert die Mächte des mittleren Symbols der Geister-Karte, vor der sie steht. Weiterhin dürfen die Spieler, wenn Su-Ling neben eine leere Urne gestellt wird, einen Mondkristall aus dem Vorrat nehmen und ihn auf diese Urne legen.

  1. Dorfbewohner:

Die Dorfbewohner gehören bestimmten Familien an, die eine unterschiedliche Anzahl an Familienmitglieder besitzen. Natürlich wollen alle von den Taoisten gerettet werden. Bewegen können sich diese aber nur, wenn sie von einem Taoisten mitgenommen werden. Es dürfen jedoch nur maximal 3 Dorfbewohner auf dem gleichen Feld sein.

Ein Dorfbewohner kann gerettet werden, wenn er sich auf dem Feld mit dem Portal befindet und ein Taoist eine Aktion darauf verwendet, ihn zu retten. Der gerettete Dorfbewohner kommt dann auf die Zufluchtstafel. Sobald alle Familienmitglieder in Sicherheit gebracht wurden, kann der aktive Spieler die Belohnung einlösen. Jede Familie bietet den Taoisten andere Belohnungen, die immer einen positiven Effekt haben der dauerhaft aber auch einmalig sein kann.

Leider können Dorfbewohner auch sterben und dann sind sie ganz schön nachtragend. Wenn ein Dorfbewohner stirbt, kommt er auf die Gräber-Tafel und der aktive Spieler muss den Fluch (negativen Effekt) seiner Familie ertragen.

  1. Neue Mächte der Geister:

Wenn sich eine Spukfigur von der Karte auf das Dorffeld bewegt, führt es zu der Flucht des obersten Dorfbewohners dieses Dorffeldes. Kann der Dorfbewohner nicht auf ein anderes Feld flüchten, weil dort bereits 3 andere Dorfbewohner-Plättchen liegen, stirbt der Dorfbewohner. Muss ein Dorfbewohner auf ein bereits umgedrehtes Dorffeld flüchten, stirbt er ebenfalls.

Wenn ein Dorffeld mit Dorfbewohnern umgedreht werden muss, sterben diese alle.

Weiterhin gibt es ein neues Geistersymbol „Vernichtung“. Jedes Mal wenn die Geister am Zug sind, wird ein Dorfbewohner der vor dem Geist mit dem Symbol „Vernichtung“ ausliegt, getötet.

  1. Mondkristalle:

Neu sind die vier Mondkristalle, die die Spieler auf verschiedene Weise erhalten können. Einen Mondkristall kann man bekommen, wenn man auf dem Dorffeld „Marktstand des Kräuterhändlers“ Weiß würfelt. Außerdem kann man einen Mondkristall als Belohnung für die Austreibung bestimmter Geister bekommen, oder auch bei der Rettung der Familie Chang.

Die Mondkristalle können beim Kampf wie Tao-Marker eingesetzt werden. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit die Mondsteine zu verwenden, indem entweder die Taoisten oder Su-Ling diese auf die Urnen platzieren. Sobald alle vier Mondkristalle auf den Urnen liegen, entsteht eine mystische Barriere. Diese unterstützt die Taoisten in ihrem Kampf gegen die bösen Geister. Die Spieler haben zwei Möglichkeiten die Barriere zu nutzen. Sie können entweder einen Mondkristall in den Vorrat zurücklegen und dafür den obersten Dorfbewohner auf dem Feld, auf dem das Portal steht retten. Oder die Taoisten würfeln die vier Tao-Würfel und versuchen einen oder mehrere Geister auf ihrer Spieltafel zu töten.

Nachdem alle Spieler sich für eine der beiden Aktionen entschieden haben, kehren die eventuell verbleibenden Mondkristalle und Su-Ling in den Vorrat zurück und die Runde wird mit dem nächsten Spieler fortgesetzt.

  1. Neues Dorffeld „Kung-Fu-Schule“:

Mit Hilfe der Kung-Fu-Schule kann ein Taoist versuchen, alleine eine Austreibung vorzunehmen, entweder bei allen Geistern seiner Spielerfarbe oder bei allen schwarzen Geistern. Diese Entscheidung muss er vor dem Würfeln treffen. Nach dem Würfeln kann der Spieler seine Würfel beliebig zuordnen und noch Tao-Marker und Mondkristalle einsetzen.

  1. Neue Aktion des Dorffeldes „Friedhof“:

Auf dem Friedhof kann man in der Erweiterung, zusätzlich zu verstorbenen Taoisten, nun auch verstorbene Dorfbewohner zurückholen. Der Dorfbewohner der wiederbelebt wurde, kommt auf das Friedhofsfeld. Natürlich darf auch hierbei die maximale Anzahl von drei Dorfbewohnern pro Feld nicht überschritten werden.

Strategie:

Grundsätzlich gelten immer noch die Tipps vom Grundspiel. Die Buddhas frühzeitig holen und einsetzen, schwächere Geister auf die Ecken legen, damit man die Chance hat, gleich zwei besiegen zu können. Die neuen Elemente sollte man allerdings auch nicht unterschätzen. Die Dorfbewohner bieten zum Teil sehr gute Belohnungen, wenn man ihre gesamte Familie rettet. Das sollte man also nicht vernachlässigen (denn sonst hagelt es Flüche!). Auch die mystische Barriere ist von Vorteil und sollte so oft es geht genutzt werden, da sie einem den Kampf gegen Wu-Feng durchaus erleichtern kann.

Interaktion:

An der Interaktion hat sich zum Grundspiel nichts geändert. Man kämpft und plant seine Züge immer noch gemeinsam. Die Spieler besprechen sich wer wohin geht und was er macht und hoffen dann, dass ihnen kein Geist einen Strich durch die Rechnung zieht.

Glück:

Auch hier hat sich eigentlich nichts verändert. Die Geister werden nach wie vor gezogen und man kann nur hoffen, dass man nicht alle fiesen Geister (von denen gibt es nämlich mehr als genug) auf einmal zieht. Der Kampf wird ebenfalls noch mit Würfeln ausgetragen, was natürlich immer ein Glückselement ist. Allerdings kann man sich durch die Belohnungen der Dorfbewohner einige nette Artefakte sichern, die einem oftmals auch im Kampf hilfreich sind.

Packungsinhalt:

Die Erweiterung wurde ebenfalls von Pierô illustriert und die Schachtel und die Karten sind wie bereits das Grundspiel sehr gut gelungen. Was ist nun alles Neues in der Packung. Die Schachtel erhält 24 Dorfbewohner-Plättchen, 1 Zufluchts – und 1 Gräbertafel sowie 8 Artefakte. Es gibt 10 neue Geister- und 6 neue Wu-Feng-Karten. Weiterhin gibt es jetzt 4 Mondkristalle, 4 Urnen, 4 Eckfelder, 1 neues Dorffeld, 1 Portal und eine Figur Su-Ling. Die Packung ist zwar genauso groß wie das Grundspiel, allerdings etwas schmaler gehalten und kostet circa 29€, was sicherlich für eine Erweiterung nicht ganz billig ist. Wir finden es lohnt sich aber trotzdem, wenn man das Grundspiel mag, da die neuen Elemente einem beim Kampf unter die Arme greifen.

Spaß:

Wem das Grundspiel bereits gefallen hat, der macht mit der Erweiterung sicherlich nichts falsch. Der Ehrgeiz hat uns auf jeden Fall gepackt, dieses Spiel doch gewinnen zu können. Die Dorfbewohner machen das Spiel interessanter und bieten viele neue Möglichkeiten. Selbst wenn man das Spiel in einer Partie relativ schnell verliert, hatten wir meistens den Ehrgeiz, es ein zweites oder drittes Mal zu versuchen, solange bis wir es endlich geschafft haben.

Man muss allerdings erwähnen, dass es durchaus auch frustrierend sein kann, das Spiel selten zu gewinnen. Es ist nicht unmöglich aber definitiv nicht einfach. Wir finden es trotzdem gut und wir stellen uns immer wieder gerne der Herausforderung.

Dadurch dass die Spielregeln schnell verinnerlicht sind, man zusammen spielt und sich absprechen kann, macht es durchaus auch Gelegenheitsspielern Spaß.


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