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Details
Verlag/Autoren/Illustratoren:
Genres:
Kinderspiel, Geschicklichkeitsspiel und/oder Aktionspiel, Gegenwart, Humor

Spielmechaniken:
Geschicklichkeit, Schnicken

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 4 Jahre

Durchschnittswertung:
6.5/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 10.04.2011 - von Jörg

Kissenschlacht


Vorwort:

Manche Spiele eignen sich gerade zu perfekt als „Großversion“! Kissenschlacht ist ein solches Spiel und sorgt in großer Aufmachung und bei verschiedenen Spieleevents für hohe Aufmerksamkeit.

Doch was verbirgt sich überhaupt hinter einer Kissenschlacht?
Die letzte gigantische Kissenschlacht fand im Jahr 2006 mit 200 Teilnehmern in der Nähe von Jena statt und dauerte knapp zwei Stunden. Auch heutzutage werfen die Kinder in heimischen Kinderzimmern mit ihren Kissen aufeinander und warum sollte man aus diesem Thema nicht ein Spiel entwickeln?
Wir haben die Kissenschlacht in kleinem Format mit 3 bis 5jährigen Kindern ausprobiert. Wie das Spiel ankam, verraten wir euch in diesem Bericht.

Ziel des Spiels:

Die Spieler versuchen mithilfe einer Wippe ihre Kissen ins Bett (also in die Spielschachtel) zu schleudern. Trifft man, darf der Spieler eine seiner Figuren auf den Bettpfosten stellen. Wer als Erster all seine Kissen ins Bett schleudert, gewinnt.

Spielaufbau:

Die Spielschachtel dient als Bett und an jede Ecke werden noch Pfosten und eine Plattform hineingesteckt. Anschließend stellt man die Schachtel in die Tischmitte. Jeder Spieler nimmt sich vier Kissen einer Farbe und die drei entsprechenden Spielfiguren. Hinzu kommt die Wippe, die man bereits in Position bringt.

Spielablauf:

Ein Spieler beginnt, anschließend reihum, und legt eines seiner Kissen auf die Wippe. Anschließend versucht er das Kissen ins Bett zu schleudern. Schafft man es, darf man eine eigene Spielfigur auf einen beliebigen Bettpfosten stellen. Auf einem Bettpfosten dürfen mehrere Figuren stehen.
Jeder Spieler hat immer nur einen Versuch, bevor der nachfolgende Spieler folgt.

Trifft man mit seinem Kissen eine Figur auf dem Bettpfosten und fällt sie herunter, nimmt sich der jeweilige Spieler seine Figur und ein eigenes Kissen aus dem Bett heraus und stellt diese vor sich ab.

Das Spiel ist zu Ende, sobald ein Spieler sein viertes Kissen ins Bett geschleudert hat, ohne dass dabei eine eigene Figur von einem Bettpfosten gefallen ist.

Strategie:

Zuerst einmal muss man lernen mit einer Wippe umzugehen. Einige Tipps sind auch in der Anleitung aufgeführt. Am bestens sollte vor Spielbeginn das Zielen und Anvisieren geübt werden. Erst mit etwas Übung bekommt man ein Gefühl für die Weite und die beste Position für das Kissen.

Interaktion:

Der Interaktionsfaktor ist eher gering, zumal die Kinder danach streben, ihre Kissen ins Bett zu schleudern. Wer eine andere Figur trifft hatte wohl mehr Glück als Verstand, denn ein solches Anvisieren ist auch für Erwachsene gar nicht so einfach.

Glück:

Anfangs liegt der Glücksfaktor, auch abhängig von den Kindern, bei einem Wert von 6 (von 10) was das Zielen ins Bett betrifft. Das Anvisieren von Figuren ist dagegen, auch mit etwas Übung, weit höher.
Mit der Zeit schaffen es die Kinder aber recht schnell, alle ihre Kissen ins Bett zu schleudern, so dass dieser Wert mit der Zeit immer mehr sinkt.

Packungsinhalt:

Die Spielschachtel und das Bett fallen recht klein aus. Etwas größere Kissen und Wippen hätte man sich sicherlich gewünscht. Die Spielelemente aus Pappe hätten auch etwas stabiler sein können, denn Plattformen mit darunter verklebten Schaumstoff können leicht abfallen, zumindest war das bei uns der Fall, als die Kinder das Material trotz Vorsicht wieder in die Schachtel räumten. Die beigefügten Leuchtsterne für die Decke sind eine nette Beigabe. Die Anleitung ist sehr übersichtlich und bietet sogar noch Platz für Erklärungen (Funktionalität einer Wippe.)

Für 15 Euro kann man insgesamt gesehen sehr zufrieden sein, auch wenn alles gerade so in die Spielschachtel passt.

Spaß:

Bisher haben wir fast nur gutes von diesem Spiel gelesen und gehört. Das lag wohl daran, dass Kissenschlacht auch vermehrt in reinen Erwachsenenrunden auf den Tisch kommt. Gut, das Cover spricht ja auch von „Groß und Klein“.
Doch „Klein“ stand bei uns auf dem Programm, denn in diesem Spiel waren unsere jungen Spieler gefragt. Dabei erlebten wir zum Teil sehr unterschiedliche Partien.
In einige Runden war das Spielerlebnis eher Durchschnitt und das Spiel eines von vielen. In anderen Partien waren die Kinder doch etwas mehr vom Spiel begeistert und versuchten durchaus andere Figuren zu treffen. Letzteres gelang eher selten, doch probieren wollte es am Ende jeder.
So kommen wir aufgrund durchschnittlicher Spielspaßerlebnisse und etwas mit Spaß geprägten Runden auch zu einem Urteil von 6 (von 10).
Kissenschlacht ist aus unserer Sicht ein Kinderspiel, auch wenn einige Erwachsene davon nicht genug kriegen können.


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