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Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Kartenspiel, Schätzspiel, Partyspiel, Humor

Spielmechaniken:
Kommunikation, schätzen

Release:
2010

Anzahl der Spieler:
3 bis 5 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Durchschnittswertung:
5.5/10 bei 2 Bewertungen



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Testbericht vom 17.11.2011 - von Jörg

Psychometer


Vorwort:

Als uns Uwe Rosenberg im Jahr 2009 auf ein paar Proberunden mit seinem neuen Prototypen angesprochen hat, sagten wir sofort ja, schließlich sind seine Strategiespiele auch in roher Version durchaus ein Genuss. Doch als er seine kleinen graue Schachtel auspackte und einige Karten und Chips auf den Tisch legte, fragten wir dann doch etwas genauer nach: „Äh, Uwe, ist das alles?“
Die Antwort ist ja und schnell wurde uns klar, dass sich hinter dieser Verpackung ein Einschätzspiel mit einfachem Persönlichkeitstest verbirgt. Eines ist klar: Wir erfahren in diesem Spiel eine Menge über uns selbst aber auch über unsere Mitspieler.

Ziel des Spiels:

All zu ernst sollte man das Spiel nicht nehmen, aber ehrlich sollte man sein, denn schließlich geht es um das eigene aber auch fremde Einschätzen unterschiedlicher Dinge. Wer sich damit gut auskennt und am Ende abhängig von der Spieleranzahl eine bestimmte Anzahl an Spielchips vorweisen kann, gewinnt.

Spielaufbau:

Abhängig von der Spieleranzahl wird die Auswertungskarte für die Vergabe von Chips in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler erhält einen Satz Stimmkarten einer Farbe und die Psychochips legt man in die Tischmitte. Die 28 Psychometer-Karten werden gemischt und als offener Stapel zur Seite gelegt.

Spielablauf:

Ein Spieler nimmt sich die drei obersten Karten vom Stapel und beginnt als Startspieler. Er legt eine Karte davon in die Mitte und postioniert die anderen beiden links und rechts davon, so dass deren Pfeile jeweils auf eine Eigenschaft der mittleren Karte zeigen. Hierzu kann man sich auch ein paar Bilder zu den Begrifflichkeiten in unserer Bildergallerie anschauen. Somit werden immer genau zwei Eigenschaften angezeigt und der Startspieler entscheidet sich für eine dieser beiden.

Alle Spieler müssen jetzt die Eigenschaft des aktiven Spielers einschätzen, in dem sie ihre Stimmkarte verdeckt vor sich ablegen. 0 bedeutet, dass diese Eigenschaft überhaupt nicht ausgeprägt ist. Je höher die Zahl, desto extrem ausgeprägter ist sie. Anschließend werden alle Karten aufgedeckt und die Summe gebildet. Anhand der Auswertungskarte erkennt man, wer mit seiner Aussage richtig liegt und wie viele Chips erhält. Bei fünf Spielern gibt es sogar eine alternative Auswertungskarte, mit einem verschärften Punkteschlüssel.

Es beginnt eine neue Runde und der linke Spieler ist an der Reihe. Drei neue Psychometer legt man aus und wiederum entscheidet sich der aktive Spieler für eine Eigenschaft. Abhängig von der Spieleranzahl endet das Spiel mit einer bestimmten Anzahl an Spielchips, die ein Spieler vorweisen kann.

Strategie:

Wie gut kennt man seine Mitspieler? Oder besser noch, wie gut kann man sich selbst einschätzen? Mit Strategie hat das nichts zu tun und wer etwas riskieren will, sollte nicht immer nur den Mittelwert nehmen.

Interaktion:

Interaktion auf dem Spieltisch ist nicht vorhanden, viel mehr reden die Spieler nach der Auflösung rege miteinander. Ungläubig schaut man dann oft auf das Ergebnis und ist über manch einen Wert doch sehr überrascht.

Glück:

Auch wenn man die Mitspieler gut kennt, kann es bei einigen Eigenschaften doch ganz schön schwierig sein, seine Mitspieler einzuschätzen. In unseren Runden gab es bei Paaren und bei Kollegen, die sich bei der Arbeit gegenübersitzen, doch einige verbluffende Ergebnisse. Glück ist auf jeden Fall vorhanden, mal mehr und mal weniger.

Packungsinhalt:

Klein und handlich und zu einem Preis von 8 Euro. Da kann man nicht Meckern und die Vielzahl an Karten und Konstellationen lassen sehr viele Partien zu. Die Anleitung ist kurz und das Spiel innerhalb weniger Minuten erklärt. Dass hier billige Plastikchips beiliegen, stört uns nicht all zu sehr.

Spaß:

Was uns dagegen stört, sind die einfachen Eigenschaften. Wir sind zwar keine verrückten Partyspieler, doch bei einer Altersangabe mit FSK 16 hätten wir uns noch etwas sensiblere Bereiche gewünscht. Vielleicht auch ein Kartenset mit etwas unseriöseren Begriffen. Diese gehören in dieses Spiel einfach dazu, auch wenn man mit seinem Partner bzw. seiner Partnerin als Mitspieler doch vor manch schwierige Entscheidung gestellt wird. Das war dem Verlag dann wohl doch zu viel des Guten und so sind die Eigenschaften bei weitem nicht so schlimm.
Der Spielspaß war mal höher und mal niedriger. All das hängt neben den Mitspielern auch von den Eigenschaften ab. So pendelte sich der Faktor bei uns zwischen 5 und 7 ein, so dass wir zu einem Durchschnittswert von 6 gelangen.


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