Noch nicht angemeldet!   |   Neu Registrieren!   |  
   Passwort vergessen?



Details
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Brettspiel, Deduktion, Gegenwart, Kinderspiel, Tiere & Pflanzen

Spielmechaniken:
Würfeln, Geheime Informationen

Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15 - 20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 5 Jahre

Durchschnittswertung:
8.5/10 bei 2 Bewertungen



Bestellen




Testbericht vom 24.05.2012 - von Jörg

Mausgetrixt


Vorwort:

Der Autorenname Karin Hetling ist nicht jedem Spieler ein Begriff, sofern man nicht regelmäßig auf unsere Seite stöbert. Denn 2010 ging das Spieleautoren-Stipendium der Jury Spiel des Jahres an die Förderschullehrerin aus Osnabrück. An unterschiedlichen Verlagsstandorten lernte sie nicht nur etliche Ansprechpartner sondern auch Spielmechanismen und weitere wichtige Dinge im Zusammenhang mit der Entstehung eines Spieles kennen.
So sind wir natürlich sehr gespannt, in wie weit Mausgetrixt nicht nur kindgerecht sondern auch die angesprochenen Faktoren „Geschicktes Bluffen“, „Merken & Erinnern“ sowie „Teamgeist“ vermittelt.
Als Kinderspiel für Groß und Klein waren dieses Mal sowohl ganz junge Spieler ab vier Jahre sowie Spieler älteren Semesters am Start.

Ziel des Spiels:

Als Mausspieler oder als einer von bis zu drei Ziegenspielern versuchen die Kinder unterschiedliche Aufgaben zu lösen.
Die Maus befindet sich in diesem dreidimensionalen Konstrukt unter der Erde und versucht die Farbwurzeln abzufressen, bis nur noch mindestens eine Maus übrig geblieben ist.
Die Ziege (ggf. bis zu drei Ziegen/Spieler) versuchen die Mäuse oberhalb der Erde zu fangen, bevor diese alles abgefressen haben.

Spielaufbau:

Besonders auffallend ist der 3D-Wurzelgarten, der gemäß Vorgabe/Abbildung in der Anleitung errichtet wird. Die Spieler einigen sich auf die Rolle, denn es kann in jeder Partie nur einen Mausspieler geben. Dieser setzt sich an die offene Seite des Wurzelgartens und spielt somit unter der Erde.
Die anderen Spieler (Ziegen) setzen sich auf die gegenüberliegende Seite und können somit nicht sehen, was unter der Erde passiert.
Der Mausspieler hängt die Farbwurzeln und die drei Mäuse beliebig von unten an die Wurzelbüschel, welche durch Magnete hängen bleiben.

Spielablauf:

Die Ziegenspieler stellen ein Team dar und erhalten den Würfel. Das Ergebnis eines Würfelwurfes kann wie folgt aussehen:

Farbsymbol (blau, pink, gelb):
>Der Ziegenspieler darf die entsprechende Farbwurzel oder farbige Maus fangen. Hierzu zieht er vorsichtig an der Wurzel und entspricht die zu sehende Farbe dem Wurf, darf man diese ganz herausziehen und behalten. Hierbei hoffen die Spieler natürlich auf eine passende Maus. Offene Pflanzenlöcher werden mit einem Erdplättchen abgedeckt. Passt die Farbe nicht, wird der Wurzelbüschel wieder zurück gesteckt.

Kleeblatt:
>Der Ziegenspieler darf eine beliebige Wurzel ernten oder eine beliebige Maus fangen.

Maus:
>Jetzt darf auch der Mausspieler ran und zieht heimlich eine beliebige Farbwurzel heraus und legt sie vor sich ab. Damit die Ziegenspieler nicht merken, welche Farbwurzel er herauszieht, kann er noch etwas Bluffen und darf mit seinen Fingern ein paar Wurzeln antippen. Denn von oben ist für die Ziegenspieler nicht zu erkennen, welche Farbwurzel anschließend fehlt. Natürlich entfernt der Mausspieler keine Maus, denn sonst würde er sich ja selbst schaden. Der Mausspieler hofft dadurch, dass im späteren Spielverlauf die Ziegenspieler ein leeres Wurzelbüschel herausziehen.

Das Spiel ist zu Ende, sobald die Ziegenspieler alle drei Mäuse gefangen haben oder wenn der Mausspieler sämtliche Farbwurzeln abgefressen hat. Dann ruft der Mausspieler „Alles weg!“ und dreht den Wurzelgarten als Beweis um.

Strategie:

Die strategischen Möglichkeiten sind sehr gering. Lediglich die Ziegenspieler sollten sich die jeweiligen falsch gezogenen Wurzelbüschel bzw. deren Farbe einprägen, um bei einem erneuten Wurf an der richtigen Stelle zu ziehen.

Interaktion:

Der Interaktionsfaktor ist sehr gering. Lediglich die Maus kann zuvor falsch gezogene Farbwurzeln abfressen und darauf hoffen, dass die Ziege später danach greift.

Glück:

Das Glück spielt durchaus eine wichtige Rolle. Dieser Faktor zeigt sich nicht nur beim Würfeln sondern auch beim Ziehen des jeweiligen Wurzelbüschels.

Packungsinhalt:

Optisch ist das Spiel absolut top! Die Spielschachtel wird ins Spielgeschehen integriert und die daraus entstehende 3D Optik ist sehenswert. Das Ganze ist überaus stabil und liebevoll illustriert.
Genauso attraktiv ist die Anleitung, die bunt und dank vieler Abbildungen einen schnellen Spieleinstieg verspricht.

Die Aufteilung in zwei Seiten ist gut gelöst, so dass die Rollen auch klar verteilt werden. Das Material ist gut, auch wenn die Farbmäuse den Wurzeln etwas ähnlich sehen. Auch der Würfel hätte gerade als Kinderspiel etwas größer ausfallen können, doch insgesamt ist es das Ganze sehr gut, zumal der Preis mit ca. 25 Euro gerade zu günstig erscheint.

Spaß:

Aufgrund der Optik und der Idee mit Ziegen und Mäusen über bzw. unter der Erde erwartet man entsprechend viel von diesem Spiel. Anforderungen, die das Spiel durchaus erfüllen kann. Auch wenn die Hauptaufgabe des Würfelns und Ausführen der Aktionen auf Seiten der Ziege liegt, ist Spaß und Schadenfreude ein ständiger Begleiter.

Gerade der nicht zu unterschätzende Glücksfaktor ist deutlich zu erkennen, doch fast immer spielen die Kinder eine zweite Runde und tauschen dabei die Rolle.
Bei Mausgetrixt handelt es sich eindeutig um ein Kinderspiel, denn erst hier werden Emotionen in Form von Freude aber auch Frust beim Ziehen einer Wurzel deutlich. Selbst nach etlichen Partien verliert das Spiel nicht an Spaß und bleibt somit auch wertungstechnisch sehr hoch!

Die von Seiten des Verlages angesprochenen Faktoren wie „Geschicktes Bluffen“, „Merken & Erinnern“ sowie „Teamgeist“ werden erfüllt.


Weiter zur Bewertung