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Details
Verlage:
Autoren:
Genres:
Brettspiel, Fantasyspiel, Kooperatives Spiel

Spielmechaniken:
Kooperatives Spielen

Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
60 - 90 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
8.7/10 bei 3 Bewertungen



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Testbericht vom 04.04.2013 - von Heiko

Die Legenden von Andor


Vorwort:

Selten war ein Spiel so in aller Munden, denn bei „Die Legenden von Andor“ gab es vor Veröffentlichung ein ARG, um Spieler und Pressevertreter ganz heiß darauf zu machen.

Ein ARG ist ein sogenanntes Alternate Reality Game, bei dem die Grenze zwischen fiktiven Ereignissen und realen Erlebnissen bewusst verwischt werden. Im Sinne des sogenannten viralen Marketings geht es dabei um die Bewerbung eines neuen Produktes und die Art und Weise, wie das der Kosmos Verlag auf die Beine gestellt hat, natürlich mit Unterstützung eines Unternehmens, war mehr als genial.

So berichteten wir regelmäßig als News über den aktuellen Stand und dank facebook, Twitter und anderen Kanälen verbreiteten sich die Infos weltweit. Die Erwartungen an das Spiel stiegen, denn warum sollte man so viel Aufwand betreiben, wenn man nicht vom Mechanismus überzeugt ist. Ob es sich dieses kooperative Spiel mit einigen Szenarien/Quests lohnt, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Ziel des Spiels:

Ziel des Spieles ist es verschiedene Quests einer Legende zu erledigen und dies immer innerhalb einer vorgegebenen Zeit. Diese Quest bauen aufeinander auf. Das Spannende daran ist, man weiß nie was als Nächstes kommt. Es kann alles Mögliche passieren. Daher lasst euch überraschen.

Spielaufbau:

Der Spielaufbau ist von Legende zu Legende unterschiedlich. Es gibt eine Checklistenkarte anhand deren ein Grundaufbau gemacht wird. Danach baut man anhand der weiteren Legendenkarte weiter das Spielfeld auf. Außerdem bekommt man schon während dem Aufbau Informationen, die für den späteren Verlauf des Spieles von Nöten sind. Jeder Spieler wählt noch einen Held für sich aus. Die Heldentafel kann gedreht werden. Das heißt auf der einen Seite ist dieser Held männlich auf der anderen weiblich. Ansonsten gibt es da keine Unterschiede. Auf dieser Heldentafel werden dann alle wichtigen Startwerte des Helden markiert. Dies sind Willens- und Stärkepunkte. Manchmal erhält man zu Beginn auch schon Ausrüstungsgegenstände die unter der Heldengruppe verteilt wird. Es werden Ereigniskarten gemischt und ausgelegt. Und verschiedene Plättchen wie zum Beispiel Brunnenplättchen oder Nebelfelder ausgelegt. Ganz wichtig sind natürlich noch die Legendenkarten, die durch das ganze Spiel führen. Diese werden in einer bestimmten Reihenfolge ausgelegt und dann während dem Spiel aufgedeckt. Auch schon zu Beginn werden welche vorgelesen und ausgeführt, um so den Grundaufbau der Checklistenkarte zu ergänzen. Diese Karten bilden das Herzstück des Spieles.

Spielablauf:

Der Spielablauf ist im Großen und Ganzen immer der Gleiche. Die Spieler machen auf dem Spielplan ihre verschiedenen Züge und schreiten dem entsprechend an der Tagesleise mit ihrem Farbstein nach vorne. Das kann eine Bewegung, ein Kampf, ein Einkauf beim Händler oder ähnliches sein. Dies geht in der Reihe so lange herum, bis alle gepasst haben oder keine Zeit mehr zur Verfügung haben. Der Erste der gepasst hat, stellt seinen Farbstein auf den Hahn der Tagesleiste und ist somit am nächsten Tag der Startspieler. Danach werden alle acht Aktionen der Reihe nach anhand des Sonnenaufgangfeldes ausgeführt. Dies kann je nach Szenario leicht variieren.

Als erstes wird eine Ereigniskarte gezogen und ausgeführt. Danach werden alle gegnerischen Figuren bewegt. Als nächstes werden alle Brunnenplättchen wieder umgedreht und zum Schluss der Erzähler einen Schritt nach vorne gesetzt. Je nach Verlauf der Partie gewinnen bzw. verlieren die Spieler zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Strategie:

Die Strategie ist von Szenario zu Szenario sicherlich verschieden. Aber es gibt bestimmt ein paar grundlegende Dinge die man eigentlich immer anwenden kann. Zum einen sollten schwerere Gegner immer in der Gruppe angegriffen werden. Bei manchen Szenarien muss man dies auch tun, da hier Gegner erscheinen, die die Kraft der ganzen Heldengruppe benötigen.

Außerdem sollte der Kauf von Stärkepunkten nicht unterschätzt werden, da sie einem sichere Trefferpunkte beim Gegner geben. Der Zwerg ist hier übrigens super für den Einkauf der Stärkepunkte geeignet, da er nur die Hälfte der Kaufkosten am entsprechenden Ort bezahlen muss. Auch der Zauberer sollte mit seinem einen Angriffswürfel nicht vernachlässigt werden. Er kann ja den Würfel drehen und nicht nur bei sich selbst sondern auch bei den anderen Helden. Hier wird dann mal schnell aus einer lausigen 1 eine 6. Daher ist er gerade im Gruppenkampf sehr wertvoll.

Als letzter Tipp noch Folgendes: Erst einen Kampf beginnen wenn man glaubt diesen auch wirklich zu gewinnen. Ansonsten kann es sein, dass man hier Unmengen an Zeit verliert, welche man später braucht. Im Zweifelsfall auch mal einen weiteren Helden um Unterstützung bitten.

Interaktion:

Da dies eine kooperative Spiel ist, sollte es auch reich an Interaktion sein. Und ja dies ist auch der Fall. Wenn jeder Held machen würde was er will, sein Gold nur für sich behält und nicht teilt, ist die Heldengruppe zum Scheitern verurteilt. Ein Zusammenspiel ist unabdingbar und daher reich an Interaktion. Hat man zusammen eine Strategie entwickelt kann es sein, dass sie im nächsten Augenblick wieder zu Nichte gemacht wurde. Dann heißt es wieder Köpfe zusammen stecken und was neues Ausdenken.

Glück:

Der Glücksfaktor versteckt sich hinter den Würfeln. Dies kann aber zum Beispiel durch das Aufbauen von Stärkepunkten beeinflusst werden (siehe unter Strategie). Außerdem kommt es manchmal auch auf das Ziehen der Plättchens an. Glück sollte man daher ab und zu schon haben, aber was wäre auch ein Held ohne Glück.

Packungsinhalt:

Die Schachtel ist bis oben hin vollgepackt mit Material. Dieses ist topp und findet keinerlei Grund zur Beanstandung. Der zusammengebauten Drache ist klasse und flößt einem schon Respekt ein. Der Plan, die Plättchen, die Helden einfach alles ist sehr schön Illustriert und sein Geld allemal wert.

Spaß:

Man wird bei dem Spiel von Legende zu Legende hindurch begleitet. Die Spannung ist genial, denn man weiß nie, was als Nächstes passiert. Selbst eine Anleitung lesen braucht man davor nicht. Da man anhand der ersten Legende hindurchgeführt wird und so mitten im Spiel die Regeln kennen lernt. Als wir alle Legenden durch gespielt hatten, haben wir uns gleich die Bonuslegende heruntergeladen und weiter gemacht. So viel nur zum Spielspaß. Solltet ihr das Spiel zu zweit Spielen so empfiehlt es sich das jeder zwei Helden spielt. Hat bei uns gut geklappt. Zu viert ist es genau so gut wie zu zweit.


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